Startups Anonymous: „Stimmung ist schlecht. ….

…Alles mühselig. Trinke zu viel.“

Spencer 2 im Zeit-Kommentar meint dazu:

„Das Unternehmerdasein ist schwer und risikobehaftet. Das muss jeder wissen, der sich darauf einlässt. Es bedeutet 80-Stunden-Wochen und man kann jederzeit in der Pleite enden. Oder als Millionär…“

und Cave Felicitas kommentiert den Zeit-Artikel: „Man stellt sich hin, erzählt von einer tollen Idee und glaubt, dass es schon irgendwen gibt der dafür Geld hergibt und so einem das schöne Leben als Unternehmer bezahlt.

Nur so ist es nicht.“

 

Learnings eines Seriengründers zusammengefasst: „Schafft was Gescheites!“ Ein bisserl hart ist das schon, aber gut gemeint.
Insgesamt  mehr als die Hälfte der beruflichen Zeit hat er  in Neugründungen verbracht in führenden Positionen.

No1. Gründung einer Schwestergesellschaft im Medienbereich, Ergebnis: mit alten Hasen und in den 90ern lukrativ aber mit eher langweiliger Perspektive.

No.2. bei einem der ersten ISPs in Deutschland: mit altem Marketingverständnis weiterhin lukrativ, störend nur die new economy- Leute mit irritierenden Ansätzen, die man nicht verstehen wollte (Hätte Sinn gemacht, denn social media, streaming etc. wurden vorweggenommen. Wichtige Erkenntnisse außer Acht gelassen).

No3: echtes Startup, voller Flop. Als Gf. Stress mit Staat, Versicherungen etc. Tumbe CIO-Vollmundigkeit  kennen gelernt. Diese machten sich aus dem Staub  und wirken als kleine Mäuse woanders. Einigen startups  griff er unter die Arme beim business development , machte Türen auf, entwickelte Projekte.  Nur, es fehlten Input und Konsistenz einer diffusen Hierarchie, die den  Druck der Geldgeber durchreichte. Ab und an betriebsame Hektik oder Tischfußball.

Anschließend big change: Digitales in die öffentliche Hand gebracht – nun denn …. trotzdem positiv.

 

Learnings: ihm entsteht der Eindruck, dass sehr viele der Startuppers aus einem familiären Umfeld kommen, das es ihnen erlaubt, Zeit zu vertrödeln und sich finanziell eine Zeit lang  über Wasser zu halten. Die Entscheidung, sich in einem traditionellen Unternehmen als Anfänger einzurichten, wird vertagt. Lebenszeit wird vergeudet zumeist in Angebote, die früher auf einen Abrisszettel in der Ecke des Supermarkts gepasst hätten. Ein ganz erheblicher Anteil der ach so innovativen Geschäftsmodelle geht in Bereiche, die Vermittlung, social und ecommerce bedienen. Der Anteil der Wertschöpfung aus diesen Sektoren ist im Vergleich zu  den 5 Megathemen relativ bescheiden.

Er meint: Der digitale Wandel ist epochal, stimmt. Innovativer Treiber zu sein, ist prima. Energie aber ins wahre Geschäft zu stecken lohnender. Nur Mut Leute there is real life beyond „table soccer“!

 

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