Club des Affaires de la Hesse fragte: Frankfurt „Start-up-Hochburg?“

Frankfurt „Start-up-Hochburg?“ 

Der Club des Affaires de la Hesse fragte Donnerstag, ob Frankfurt ein  attraktives Umfeld für neue Digital-Unternehmen bietet. Antworten auf
« Francfort future pépinière de start-up ?“ gab Sebastian Schäfer, Geschäftsführer des Tech Quartier.  Dieses ist neben zumindest 5 weiteren Start-up-Bürogemeinschaften am Main ein Leuchtturm der hiesigen Szene und bietet jungen digital getriebenen Unternehmen  Infrastruktur und Büros auf zwei  Etagen im Pollux-Gebäude neben der Frankfurter Messe. Die Büromieten liegen ihm zufolge zwischen 130 und 350 € im Monat.

Zwar stammen ein Großteil der Unternehmensgründungen aus dem Umland und sind nicht internationaler Herkunft, aber Hessen bietet neben mehreren Clustern im eHealth- vor allem solche, nicht verwunderlich,  aus dem Finanz-Bereich. Von der Öffentlichkeit und selbst von den Medien nicht registriert, wurde die Übernahme eines hiesigen Start-ups namens 360t.com  für … mehrere hundert Millionen Euro. Dieses junge Unternehmen – gehört wie viele andere, nicht verwunderlich am Standort Frankfurt, zur Fintech-Branche. Ein weiteres attraktives Cluster in Hessen stellt die eHealth-Branche dar, und hier in Rhein-Main haben einige französische Pharmaunternehmen Niederlassungen.  Das Tech Quartier zeigt in einem Masterplan Schritte auf, die den Stellenwert des Digitalstandortes Rhein-Main entschieden in mehreren Schritten verbessern soll: Aufbau von Talent-Netzwerken, Konferenzen und Austausch zwischen Hochschulen und Kapitalgewinnung unter anderem international..

Gemäß einer internationalen Studie „Genome“, die Attraktivität und Bedingungen der Städte für Existenzgründer vergleicht, ist Frankfurt ist neben Berlin die einzige deutsche Stadt, die es in die Top 50 geschafft hat. Im weltweiten Ranking stehen das Silicon Valley, New York und London an der Spitze.

 

Hessens Wirtschaftsminister Al Wazir verkündete am Donnerstag, dass in den nächsten 5 Jahren zwischen 15 und 20 Millionen Euro in ein  Förderprogramm fließen und die Anzahl der Start-ups in der Region von insgesamt 300 auf 1000 ansteigen soll. Weitere erhebliche Mittel  werden aus anderen Quellen erwartet. Stadt und Umland böten als Verkehrsdrehscheibe, als bedeutender Finanzplatz und mit dem größten Internetknoten der Welt gute Voraussetzungen für die Herausbildung eines blühenden Gründer-Ökosystems.

 

Eine Frage, die sich im Club des Affaires stellte, lautete, welche Rolle Frankreich und Deutschland bei dem Digitalen Wandel einnehmen. Zwar ist es bisher häufig so, dass junge Unternehmen in beiden Ländern und  in deren frühen Unternehmensphase meinen, erst einmal Wichtigeres  tun zu haben als sich um eine internationale Expansion zu kümmern. Sie werden aber in einer bald kommenden Phase sich um Internationalität, neue Märkte, Kunden und um Mitbewerber im Ausland kümmern müssen. Nicht umsonst, erschienen im Pollux letzten Donnerstag schon Vertreter und Scouts aus einer Spezialabteilung einer französischen Behörde.

Transformer – Nerd – PR treffen sich

Die Frage, die sich nun stellt: Wird Rhein-Main zukünftig zu einem europäischen Silicon Valley mit den Schwerpunkten Fintech- und eHealth? Bonne chance und bon courage!

 

Es gab – ganz gegenständlich –  gutes Bier aus der ältesten Brauerei Südhessens: Glaabsbräu, amuse gueules, interessante Gespräche rund um Digitale Transformation und reichlich Gelegenheit zu „résotage“ und Netzwerkerei. Merci  à toutes tous.

 

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