{"id":302,"date":"2019-09-05T18:13:51","date_gmt":"2019-09-05T16:13:51","guid":{"rendered":"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=302"},"modified":"2019-09-05T18:25:20","modified_gmt":"2019-09-05T16:25:20","slug":"ardzdf-massenkommunikation-trends-2019-sieben-stunden-mediennutzung-taeglich-mediatheken-und-streamingdienste-werden-immer-wichtiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=302","title":{"rendered":"ARD\/ZDF-Massenkommunikation Trends 2019: Sieben Stunden Mediennutzung t\u00e4glich &#8211; Mediatheken und Streamingdienste werden immer wichtiger"},"content":{"rendered":"<p>Die um Beitrag zuvor aufgestellte Analyse kommt auch zu dem Ergebnis, dass das Gros der Mediennutzungszeit noch und wohl auch lange weiterhin linear erfolgt. <a href=\"http:\/\/funkanalyse.tns-infratest.com\/2004\/1_hf\/5glossar\/main_5glossar.htm\">Ausschlaggebend f\u00fcr die hohen Werte bei der Medienzeitbudgets sind die Referenzwerte &#8222;Verweildauer&#8220;, &#8222;Viertelstundenreichweiten&#8220; , &#8222;Stundennettoreichweite&#8220; und &#8222;H\u00f6rdauer&#8220;<\/a>. Schaut man sich die tats\u00e4chlichen konkreten Minuten an, k\u00f6nnte man leicht zu anderen und niedrigeren Ergebnissen kommen. Wie auch immer, Streaming wird einen Teil der Mediennutzung in der Zukunft ausmachen. Entscheidend sind aber die Ersteller und Distributoren des Content. Da haben angestammte Anbieter gute Karten in der Hand. Letztendlich entscheidet der H\u00f6rer und Zuschauer.<\/p>\n<p>Zur Meldung des HR und der ARD<br \/>\n&#8222;Im Durchschnitt verbringen die Deutschen t\u00e4glich sieben Stunden mit medialen Video-, Audio- und Textinhalten. Bei den Unter-30-J\u00e4hrigen ist es eine gute Stunde weniger. In dieser Altersgruppe wird der Trend zur non-linearen Nutzung deutlich. In der Gesamtbev\u00f6lkerung dominiert bei der Bewegtbildnutzung das lineare Fernsehen mit einem Anteil von 76 Prozent, w\u00e4hrend das Radio mit 79 Prozent den L\u00f6wenanteil der Audionutzung ausmacht.<\/p>\n<p>Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt die Studie ARD\/ZDF-Massenkommunikation Trends 2019, die im dritten Jahr in Folge im Rahmen der Studienreihe &#8222;Medien und ihr Publikum&#8220; (MiP) im Auftrag der ARD\/ZDF-Forschungskommission durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Betrachtet man die f\u00fcr Medien aufgewendete Zeit, verbringt die Bev\u00f6lkerung t\u00e4glich sieben Stunden mit Medieninhalten (420 Min.). Nur rund eine Stunde entf\u00e4llt auf das Lesen von Texten, wobei sich auch die Textnutzung zunehmend ins Netz verlagert. Die meiste Zeit entf\u00e4llt auf das Ansehen von Videos (3:22 Std., 202 Min.) und die Audionutzung (3:06 Std., 186 Min.). In der Gesamtbev\u00f6lkerung dominieren nach Nutzungsdauer die lineare Fernsehnutzung mit 76 Prozent sowie die lineare Radionutzung mit 79 Prozent.<\/p>\n<p>Bei den 14- bis 29-J\u00e4hrigen ist eine deutlich andere Nutzung zu beobachten. Ihre f\u00fcr Medien aufgewendete Zeit ist mit 5:57 Stunden (357 Min.) geringer als die der Gesamtbev\u00f6lkerung. Von der Zeit zur Videonutzung werden 33 Prozent mit Fernsehen, live zum Ausstrahlungszeitpunkt, verbracht &#8211; 67 Prozent entfallen auf die zeitversetzte Nutzung von Fernseh- und Videoinhalten. Bei Audio verh\u00e4lt es sich \u00e4hnlich, allerdings abgeschw\u00e4cht. Hier liegt das Verh\u00e4ltnis bei 42 Prozent linearer Radionutzung gegen\u00fcber 58 Prozent zeitsouver\u00e4ner Nutzung in Form von Musik-Streaming (41 Prozent), Musik \u00fcber CDs (14 Prozent) und Podcasts (3 Prozent). Dies dokumentiert den Trend zur zeitsouver\u00e4nen Nutzung, wobei der Erfolg nach wie vor vom Inhalt abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Betrachtet man, wie gro\u00df die Anteile in der Bev\u00f6lkerung sind, die verschiedene Medien nutzen, ergibt sich folgendes Bild: An einem Tag werden durchschnittlich 87 Prozent der Bev\u00f6lkerung von Videoangeboten erreicht. Dabei erzielt das lineare Fernsehen mit 67 Prozent trotz leichter Verluste nach wie vor die h\u00f6chsten Tagesreichweiten. \u00c4hnlich sieht es bei Audio aus: An einem Tag haben durchschnittlich 81 Prozent der Bev\u00f6lkerung ein Audioangebot geh\u00f6rt, wobei mit 71 Prozent die meisten Menschen mit klassischem Radio erreicht werden. Analog zur Nutzungsdauer zeigt sich auch nach Reichweiten bei Unter-30-J\u00e4hrigen der Trend zur zeitsouver\u00e4nen Nutzung von Video und Audio: Streamingdienste, Videoplattformen und Mediatheken haben dabei die klassischen Verbreitungswege eingeholt. Konkurrenz erw\u00e4chst den Fernsehsendern dabei zunehmend durch Streamingdienste von Netflix und Amazon, die \u00e4hnliche Nutzungsmuster wie das Fernsehen aufweisen. Bei den Radiosendern sind es vor allem Streamingdienste wie Spotify, die im Musikbereich konkurrieren.<\/p>\n<p>Der ZDF-Intendant und Vorsitzende der ARD\/ZDF-Medienkommission Dr. Thomas Bellut: &#8222;Die aktuellen Ergebnisse best\u00e4tigen einmal mehr, dass wir den Nutzerinnen und Nutzern auch im digitalen Raum einen individuellen Zugang und auf sie zugeschnittene Inhalte anbieten m\u00fcssen. Wir sind dabei auf dem richtigen Weg, aber der Wettbewerb mit den Streamingdiensten nimmt weiter zu. Wir arbeiten deshalb etwa auch daran, den Zugang zu unserer Mediathek auf den Fernsehger\u00e4ten zu erleichtern.&#8220;<\/p>\n<p>Bei den j\u00fcngeren H\u00f6rern unter 30 Jahren liegen das t\u00e4gliche Radioh\u00f6ren und das H\u00f6ren non-linearer Musik auf gleichem Tagesniveau (Radio: 52 Prozent, Musik: 53 Prozent). Dabei werden bei jungen H\u00f6rern Streamingdienste wie Spotify mit 30 Prozent Tagesreichweite immer popul\u00e4rer. Musik \u00fcber CDs und andere Tontr\u00e4ger (20 Prozent) wurde inzwischen von diesen Angeboten \u00fcberholt. Mit 6 Prozent ist auch die Tagesreichweite von Podcasts und zeitversetztem Radio bei den J\u00fcngeren doppelt so hoch wie in der Gesamtbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Der Intendant des Hessischen Rundfunks und stellvertretende Vorsitzende der ARD\/ZDF-Medienkommission Manfred Krupp: &#8222;Die Untersuchung zeigt, dass unser eingeschlagener Weg in der ARD richtig ist. Die klassische Verbreitung unserer Inhalte \u00fcber Radio und Fernsehen bleiben wichtig. Gleichzeitig m\u00fcssen wir uns st\u00e4rker darauf ausrichten, dass unsere Angebote digital genutzt werden, etwa indem wir gezielter f\u00fcr die ARD-Mediathek und -Audiothek produzieren. Denn j\u00fcngere Menschen nutzen Medien anders und setzen auf Streamingdienste und Mediatheken. Das l\u00e4sst sich zunehmend auch bei \u00c4lteren beobachten.&#8220;<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des zweiten Teils der Studie, in dem es um den Systemvergleich und die Leistungsprofile der \u00f6ffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter geht, best\u00e4tigen die wichtige Rolle des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks f\u00fcr den Zusammenhalt der Gesellschaft und f\u00fcr die politische Meinungsbildung. Im Gegensatz zu den Privatsendern werden ARD und ZDF sowie die \u00f6ffentlich-rechtlichen Radioprogramme f\u00fcr Glaubw\u00fcrdigkeit, hohe journalistische Qualit\u00e4t, regionale Berichterstattung und Zuverl\u00e4ssigkeit gesch\u00e4tzt. Auch Hintergrundinformationen und Wissensvermittlung werden den \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioprogrammen ungleich h\u00e4ufiger zugeschrieben als den Privaten. Vor allem Unter-30-J\u00e4hrige beurteilen die \u00f6ffentlich-rechtlichen Programmleistungen besonders positiv. Private Fernseh- und Radioprogramme werden vor allem mit unterhaltenden Eigenschaften wie Spa\u00df und gute Laune in Verbindung gebracht.<\/p>\n<p>Die Studie ARD\/ZDF-Massenkommunikation Trends 2019 wurde im Rahmen der &#8222;Studienreihe Medien und ihr Publikum&#8220; (MiP) realisiert. Die Daten basieren auf einer repr\u00e4sentativen Dual-Frame-Stichprobe von insgesamt 2000 deutschsprechenden Personen ab 14 Jahren in Deutschland. Die Studie wurde vom Institut Kantar durchgef\u00fchrt und dauerte von Ende Januar bis Mitte April 2019. Eine ausf\u00fchrliche Analyse der Daten ist in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift &#8222;Media Perspektiven&#8220; (Heft 7\/8 2019, <a class=\"uri-ext outbound\" href=\"http:\/\/www.ard-werbung.de\/media-perspektiven\/studien\/mk-trends\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ard-werbung.de\/media-perspektiven\/studien\/mk-trends\/<\/a>) als Artikel und Chartsatz dokumentiert.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild: pino on unsplash<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die um Beitrag zuvor aufgestellte Analyse kommt auch zu dem Ergebnis, dass das Gros der Mediennutzungszeit noch und wohl auch lange weiterhin linear erfolgt. Ausschlaggebend f\u00fcr die hohen Werte bei der Medienzeitbudgets sind die Referenzwerte &#8222;Verweildauer&#8220;, &#8222;Viertelstundenreichweiten&#8220; , &#8222;Stundennettoreichweite&#8220; und &#8222;H\u00f6rdauer&#8220;. Schaut man sich die tats\u00e4chlichen konkreten Minuten an, k\u00f6nnte man leicht zu anderen und &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=302\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eARD\/ZDF-Massenkommunikation Trends 2019: Sieben Stunden Mediennutzung t\u00e4glich &#8211; Mediatheken und Streamingdienste werden immer wichtiger\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":303,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-302","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/302","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=302"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/302\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":306,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/302\/revisions\/306"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=302"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=302"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=302"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}