{"id":564,"date":"2020-03-28T20:07:56","date_gmt":"2020-03-28T19:07:56","guid":{"rendered":"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=564"},"modified":"2020-04-03T12:58:18","modified_gmt":"2020-04-03T10:58:18","slug":"bildungsexperten-setzt-endlich-digitales-lernen-gleichberechtigt-neben-traditionelle-lernformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=564","title":{"rendered":"Bildungsexperten: \u201eSetzt endlich digitales Lernen gleichberechtigt  neben traditionelle Lernformen!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der jetzigen Diskussion um Distanzlernen bei Corona wird leider&nbsp; h\u00e4ufig Sach- und Fachverstand f\u00fcr Lernen allgemein und seine innovativen Formen wie das E-Learning vermisst.&nbsp; Programmatic Learning oder wie es in den 80er Jahren hie\u00df &#8222;programmiertes Lernen\u201c st\u00f6\u00dft nicht nur auf Unverst\u00e4ndnis sondern auf&nbsp; Ignoranz.&nbsp; Hier im Folgenden \u00dcberlegungen und Darstellungen zu der Fragestellung <strong>Was hat die digitale Werbeindustrie gemeinsam mit innovativem Lernen?<\/strong><br> Ein Erl\u00e4uterungsversuch zu dem uralten Thema, das die Menschen seit Tausenden von Jahren besch\u00e4ftigt, n\u00e4mlich wie gutes Unterrichten und Lernen gelingen kann aktuell aus der Sicht eines Kommunikations- und Mediaexperten. G\u00e4nzlich andere&nbsp; Methoden und Ans\u00e4tze er\u00f6ffnen ungeahnte Perspektiven.&nbsp; Die Forderung lautet: <br> <strong><em>@Lehrer: Lernt aus der digitalen Werbung!<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Blumig-romantische Aussagen wie \u201e Nur bei einem Stirnrunzeln oder einem L\u00e4cheln merkt der Unterrichtende, dass er bei seinen Sch\u00fclern ankommt\u201c,  Zitat in der franz\u00f6sischen Tageszeiting Lib\u00e9ration einer an einer Hochschule lehrenden Wirtschaftswissenschaftlerin, zeigen nicht nur einen Blick nach hinten sondern &#8211; Verzeihug f\u00fcr das harte Urteil &#8211; Ignoranz. Die Professeure sollte es besser wissen, gerade an Universit\u00e4ten und Hochschulen hat diese Art des Unterrichtens und Lernens l\u00e4ngst Einzug gehalten. Auch eine Empfehlung&nbsp; \u201eLesen, Lesen, Lesen\u201c wie in der FAZ j\u00fcngst zeigt neben einer unreflektierten Wiedergabe des Standpunktes eines Verlages, dass ein weit verbreitetes Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr digitale Lehr- und Lernverfahren vorherrscht bei sich ein Urteil zutrauenden Experten. Ein Bildungshistoriker redet dort sogar von einer \u201eKustodalfunktion\u201c des Lehrenden. Recht hat er zugegebenerma\u00dfen schon, einen sch\u00fctzenden Lernf\u00fchrer braucht es schon, fragt sich nur, ob es immer physisch sein muss. E-Learningplattformen reden in dem Zusammenhang eher von einer programmierten \u201einteraktiven Responseschiene\u201c . P\u00e4dagogen fallen bei solchen und hier sp\u00e4ter dargestellten digital gest\u00fctzten Lernvermittlungs- und Distributionsformen eher in Schnappatmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDas deutsche Bildungssystem hat immer noch nicht erkannt, welche Wirkungsdimensionen digital gest\u00fctztes Lernen in Schulen bietet. <br> Sch\u00fcler erhalten stattdessen Papier und Arbeitsauftr\u00e4ge. <\/strong><br><strong>Nutzt das epochale Ereignis f\u00fcr einen Methodenwechsel.\u201c <br> <\/strong>Helmut Poppe, E-Learning-Experte, Studienautor.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/tablets-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-567\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/tablets-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/tablets-300x169.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/tablets-768x432.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/tablets-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/tablets-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption> <br> Hier werden Tablets &#8218;betankt&#8216;<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Beitrag soll aufzeigen, was in den vergangenen Jahren in Sachen digital gest\u00fctztes Lernen in Deutschland vers\u00e4umt wurde, welche Chancen es bietet und welche Forderungen zu stellen sind, damit diese zukunftsweisende Art des Unterrichtens und Lernens endlich in unseren Landen als ernstzunehmende L\u00f6sung auch au\u00dferhalb&nbsp; Corona anerkannt und angewendet wird. Einige L\u00e4nder machen dies bereits erfolgreich vor und zeigen, wie erfolgreicher Unterricht mit solchen Verfahren verwirklicht werden kann. Mit einigen Kennzahlen wird hier dargelegt, welche Kosten in der Technikbereitstellung entstehen und warum es den Akteuren in der&nbsp; schulischen Bildung bisher nicht gelungen ist, \u00fcberzeugende L\u00f6sungen zu realisieren. Handlungsanleitungen werden gegeben. Es geht nicht nur um die Bildung und um die Zukunftsaussichten von 11 Millionen Sch\u00fclern sondern auch um eine Kompetenzvermittlung f\u00fcr das sp\u00e4tere Berufsleben, das, wie wir alle wissen, bestimmt sein wird durch konstanten Weiterbildungsbedarf. Dieser erfolgt sehr h\u00e4ufig lernerzentriert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hie\u00df es in den 80er und fr\u00fchen 90er Jahren\n\u201eProgrammiertes Lernen\u201c, nennen sich digital unterst\u00fctzte Lern- und\nLehrangebote mittlerweile \u201eeLearning\u201c&nbsp;\noder \u201eDistance Learning\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Im selben Atemzug werden dann auch Begriffe verwendet wie \u201eKollaboration\u201c,&nbsp; \u201eCloud\u201c,&nbsp; \u201eLernplattformen\u201c oder \u201eDigitalpakt\u201c. \u201eHomeschooling\u201c, wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zum Unwort des Jahres 2020 im Dezember gek\u00fcrt. Sch\u00e4tzen Sie einmal, wie viele Druckerpatronen in den letzten 10 Tagen  im M\u00e4rz 2020 in Deutschland erworben wurden. Vermutlich d\u00fcrften es zur Freude eines gro\u00dfen Onlineversandhauses einige Millionen sein. Die von Lehrern per E-Mail zugesandten Arbeitsauftr\u00e4ge wollen ausgedruckt sein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt haben diese sprachlichen Ann\u00e4herungsversuche eines gemeinsam: sie entstehen aus der Sicht von Spezialisten und Akteuren, die solch ein weites und hochkomplexes Feld wie Unterrichten und Lernen aus ihrer eigenen Position und Branche wahrnehmen. Sind sie technikorientiert, denken sie an Server und Office. Gamer gehen Richtung Virtual Reality\/VR und Augmented Reality-Szenarien (sehr erfolgsversprechend f\u00fcr Mathematik und Naturwissenschaften zum Beispiel). Didaktiker sprechen von Methodenwechsel. Schulbauverantwortliche von Access Poings und \u00dcbergabepunkten. Konservativ eingestellte Fachdidaktiker beurteilen solche Verfahren mit \u201eNichts ersetzt den Pr\u00e4senzkurs\u201c&nbsp; und werfen \u201e\u00fcbertriebene Technikeuphorie\u201c vor.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt, nach mittlerweile zwanzig Jahren des Entwickelns\nund Anwendens ist das Angebot von digital gest\u00fctzten Lernangeboten vielf\u00e4ltig\nund teilweise ausgereift.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/franzkurs-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-569\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/franzkurs-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/franzkurs-300x169.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/franzkurs-768x432.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/franzkurs-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/franzkurs-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Sprachenunterricht mit authentischen H\u00f6rtexten,  interaktiven \u00dcbungen und Lernkontrollen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber immer noch nicht ist valide ermittelt worden, welche Vor- und eventuelle Nachteile diese neuen Anwendungen bergen. Die Vorteile sind frappierend offensichtlich f\u00fcr alle Phasen des Lernens. Im Moment der Kognitivierung sorgen sie f\u00fcr ein \u201amultisensorisches\u2018 Verst\u00e4ndnis von Sachverhalten. \u00dcbungen verlaufen abwechslungsreich, in unterschiedlichen Wahrnehmungsformen durch Klicken und Ausl\u00f6sen, auditiv, visuell ansprechend und motivierend. Der Transfer des erworbenen Wissens geschieht&nbsp; mit direkter R\u00fcckmeldung zum Lerner und Unterrichtenden in verschiedensten Auspr\u00e4gungs- und Erfolgserfassungsstufen \u00fcber die Anwendung selbst. Sie erkennt, ob L\u00f6sungen und Zwischenschritte verstanden, bearbeitet und korrekt erfolgten. Ein ungemeiner Vorteil hierbei ist, dass Lernschritte des Sch\u00fclers individuell erfasst und optimiert werden k\u00f6nnen. Nicht nur der Gesundheitssektor erf\u00e4hrt derzeit durch das Auswerten von gewonnen Nutzungsdaten einen enormen Push, dies ist auch m\u00f6glich im Lernen durch R\u00fcckkopplung. Die einzelnen Phasen werden on- oder offline organisiert und machen nicht nur den Schulranzen weniger schwer&nbsp; sondern erleichtern auch die Home Office-Aktivit\u00e4ten vieler Eltern, die zu festgelegten Videokonferenzen ihrer Kinder mit Lehrern im Home Office ungest\u00f6rt arbeiten k\u00f6nnen. Solch ein Verfahren entlastet somit die Eltern massiv, die vielleicht gar nicht in der Lage sind, die Aufgaben mit ihren Kindern zu erledigen. E-Learning kann also viel mehr als Papierlernen. Es ist h\u00f6chste&nbsp; Zeit, beide Verfahren gleich zu stellen und prinzipiell im laufenden Unterricht einzuplanen. Nicht zu allerletzt gilt auch der Spruch \u201eImmersion statt Emission\u201c: wenn an festgelegten Zeitpunkten unter Einhaltung der gesamten tolerierbaren Bildschirmzeit Kinder und Jugendliche zu Hause beschult werden, entfallen Mobilit\u00e4tsaktivit\u00e4ten und somit CO2-Emissionen. Wohl bemerkt unter Einhaltung von Bildschirmzeiten. Diese sollten 1 bis 2 Stunden bei bis 12-J\u00e4hrigen, bis maximal 4 Stunden f\u00fcr 16-J\u00e4hrige und \u00e4lter nicht \u00fcberschreiten. Wohl bemerkt, gemeint ist die komplette Bildschirmzeit \u00fcber den ganzen Tag. Die Zeitsegmente mit der Sch\u00fcler sich mit dem Tablet oder PC lernen, dauern im Idealfall zwischen f\u00fcnf und 15 Minuten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"826\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rumstehende-ranzen-826x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-572\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rumstehende-ranzen-826x1024.jpg 826w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rumstehende-ranzen-242x300.jpg 242w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rumstehende-ranzen-768x952.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rumstehende-ranzen-1239x1536.jpg 1239w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rumstehende-ranzen-1652x2048.jpg 1652w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rumstehende-ranzen.jpg 1700w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Schwere Ranzen, leichte Tablets<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Autor dieser Zeilen hat mit dem Hintergrund Kommunikations- und insbesondere Werbewirkungsforschung zu einem relativ fr\u00fchen Zeitpunkt n\u00e4mlich schon 2005 eine Prim\u00e4rstudie vorgelegt, die verschiedene Werkzeuge aus diesen eigentlich weit entfernten Branchen nutzte um Lernen zu analysieren, zu messen und um Handlungsanleitungen f\u00fcr die Gestaltung innovativer Lernszenarien&nbsp; zu geben. Einzelne Elemente waren hierbei: Big Data-Auswertungen (mit Einverst\u00e4ndnis von Arbeitnehmerverb\u00e4nden. Auch Lernprogramme f\u00fcr die Erwachsenenbildung wurden analysiert.) In Fokusgruppengespr\u00e4chen wurden Handlungen und Strategien von Lernenden eruiert. Designaspekte wurden von&nbsp; Usability-Experten untersucht.&nbsp; Blickverfolgungskameras zeigten zum Beispiel, dass die Probanden eher auf einen lustigen Hund schauten als auf eine Darstellung eines grammatikalischen Sachverhaltes in einem Sprachenlernangebot. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"976\" height=\"722\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Testperson.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-574\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Testperson.jpg 976w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Testperson-300x222.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Testperson-768x568.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Testperson, Blickverfolgungskameras eigentlich genutzt zur Werbewirkungskontrolle. Hier f\u00fcr ein Sprachlernprogramm, powered by eresult<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wurde &#8211; als  ein Beispiel vieler Teilaspekte &#8211; ermittelt, dass Erwachsene&nbsp; gerne am Wochenende in ihr Lernprogramm einsteigen und ein bis zweimal die Woche von Ihrem Arbeitsplatz darauf, dann aber k\u00fcrzer zugreifen. Die Prim\u00e4rstudie \u201eE-Learning in Deutschland 2005\u201c (diese erg\u00e4nzt durch eine weitere Studie mit dem Titel \u201eE-Learning in Deutschland\u201c unter Mitwirkung von Prof. Dr. Peter Henning u.a.) wurde verlegt durch den M\u00fcnchener Hightext-Verlag. Die Protagonisten, die sich&nbsp; im eLearning-Lab des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft BVDW e.V. zusammenfanden, pl\u00e4dierten damals schon engagiert f\u00fcr diese neue Form des Lernens und Unterrichtens.&nbsp; \u201eJetzt nach 20 Jahren eLearning und digitaler Bildung haben wir immer noch nicht eine fl\u00e4chendeckende L\u00f6sung gefunden. Frankreich ist da wesentlich weiter. Offensichtlich lassen sich in einem zentralistischen System schneller geeignete Strukturen aufbauen und zur Verf\u00fcgung stellen\u201c, so <strong>Helmut Poppe<\/strong>, der damalige Leiter des eLearning-Lab im BVDW.<strong> Prof. Dr. Peter Henning<\/strong>, LEARNTEC, urteilt, dass die Kompetenz im Umgang mit eLearning unerl\u00e4sslich f\u00fcr die sp\u00e4tere berufliche Aus- und Fortbildung und erst recht in der Hochschule ist. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/elearning-technische-anwendungen-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-576\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/elearning-technische-anwendungen-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/elearning-technische-anwendungen-300x169.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/elearning-technische-anwendungen-768x432.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/elearning-technische-anwendungen-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/elearning-technische-anwendungen-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>E-Learning in der beruflichen Weiterbildung mit AR-Szenraien. KTM-Advance<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, eines ist klar, Interdisziplinarit\u00e4t ist in solch einem komplexen Umfeld Lernen eher Mangelware. Fachdidaktiker stehen&nbsp; digitalen Szenarien skeptisch gegen\u00fcber. Die Augmented und Virtual Reality-Designer von Spiel \u2013 und Lernprogrammen machen \u2013 aus&nbsp; Gr\u00fcnden der pers\u00f6nlichen Lernbiografie?&nbsp; &#8211; eher einen&nbsp; weiten Bogen um P\u00e4dagogen.&nbsp; Die jetzige Situation zeigt, wie wenig vorbereitet Deutschland auf das Szenario Schulschlie\u00dfungen vorbereitet ist. Die Server \u00e4chzen und erschweren&nbsp; den Zugriff auf Lerninhalte,&nbsp; viele Kinder und Jugendliche wissen nicht, wie sie mit digitalisierten Angeboten umzugehen haben, dies ja aber auch kaum gibt. Es stehen h\u00e4ufig gerade in sozial benachteiligten Bev\u00f6lkerungsgruppen keine geeignete Endger\u00e4te, sprich Tablets, zur Verf\u00fcgung. Papier ist weiterhin dominant, die Wirkungschancen digital arrangierter Lernangebote wurden nicht erkannt und erst recht nicht umgesetzt,&nbsp; der Digitalpakt wird nicht realisiert obwohl die Gelder daf\u00fcr bereit gestellt sind. Acht Millionen Tablets gef\u00fcllt mit Lernprogrammen und Inhalten h\u00e4tten bei einem Eigenkostenanteil von 50% der Eltern weniger als 1 Milliarde \u20ac gekostet. Nur die Entscheidungen f\u00fcr den Einkauf verrieben sich in den Instanzen P\u00e4dagogik, Schultr\u00e4ger, Schul\u00e4mter, Kultusministerien und anderen. Es wurde vers\u00e4umt neben der Bereitstellung der Endger\u00e4te und der Infrastruktur Lehrer auszubilden f\u00fcr den notwendigen Methodenwechsel, der einher gehen muss mit Trainings f\u00fcr Sch\u00fcler im Umgang mit Selbst- und Fernlernprogrammen. Zudem m\u00fcssen Eltern auf den entstehenden Paradigmenwechsel eingestimmt werden, damit sie diesen konsequent zuhause unterst\u00fctzen. Man kann davon ausgehen, dass man gerade bei ihnen offene T\u00fcren einst\u00f6\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4hern wir uns der Sache einmal mit einigen wenigen aber\nwuchtigen&nbsp; Zahlen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neue Lernangebote m\u00fcssen zumindest f\u00fcr 3 bis 5 Kernf\u00e4cher erstellt werden, digital nutzbar f\u00fcr mobile Endger\u00e4te sein lokal und online.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hiermit sollten 8 Jahrgangsstufen, n\u00e4mlich nach Verlassen der Grundschule, mit jeweils 20 Modulen curriculumkonform angesprochen werden.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese 640 Lernmodule f\u00fcr Deutsch, Mathematik, Englisch&nbsp; und eine Naturwissenschaft m\u00fcssen programmimmanent lerngruppenspezifisch individualisiert werden. Das bedeutet, dass zus\u00e4tzlich separate Lernkapitel\/Module f\u00fcr verschiedene Schulformen erstellt werden m\u00fcssen wie f\u00fcr berufsbildende Schulen und die gymnasiale Oberstufe. Es kommt also noch einmal eine dreistellige Anzahl von Angeboten sprich Lernprogramme hinzu.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/mediensatt-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-578\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/mediensatt-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/mediensatt-300x169.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/mediensatt-768x432.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/mediensatt-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/mediensatt-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>AV-Medien in der Bildung satt, physische Distribution, obsolet?<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bestehende Angebote der Verlage und von internationalen Anbietern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon fr\u00fch, n\u00e4mlich schon zu Beginn der 2000er Jahre brachte ein Tochterunternehmen der ubisoft ein Lernprogramm auf den Markt mit dem Titel \u201eAddy\u201c. In der Umgebung eines Raumschiffes wurden F\u00e4cher wie Sprachen, Naturwissenschaften und Mathematik digital, interaktiv und angereichert um audiovisuelle Momente angeboten. Das franz\u00f6sische Unternehmen hat j\u00fcngst in Kanada ein Studio eingerichtet, das die Produktion aufwendiger Lernprogramme mit Spielehintergrund erstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders gehen deutsche Schulbuchverlage an die Materie: gerade f\u00fcr Sprachen greift man h\u00e4ufig auf die Methode der Strukturmuster\u00fcbungen in einer Phase des Lernens zu.  Sprachen machen immerhin ein Viertel der Unterrichtszeit in deutschen Schulen aus. Grammatische Regeln aber auch Vokabeln und selbst die Aussprache werden in Reihenfolgen systematisch ge\u00fcbt und verfestigt. \u00c4hnlich funktionieren auch Mathematiklernprogramme. Naturwissenschaften vermitteln erfolgreich durch virtuelle Darstellungen Ph\u00e4nomene und Gesetze aus Biologie, Chemie und Physik. Bei den letzten vier F\u00e4chern l\u00e4sst sich durchaus die Frage stellen, welcher volkswirtschaftliche Schaden, abgesehen von pers\u00f6nlichen Misserfolgstraumata, &nbsp;in jeder Jahrganggstufe bei Sch\u00fclern entsteht und derer sp\u00e4teren&nbsp; Lern- und  Berufskarriere durch schlecht traditionell vermittelten Lernstoff.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geschichte, Sozialkunde, Politik, Ethik und Wirtschaft lassen sich erfolgreich lehren und vermitteln durch digital angereicherte Lernszenarien, die h\u00e4ufig in Phasen des entdecken lassenden Lernens sch\u00fclerzentriert erfolgen. Bei musischen F\u00e4chern sind die Vorteile und Nutzungsvorg\u00e4nge von digital aufbereiteten Lernprogrammen auch Laien bekannt, Zeichnen, Filmen, Gestalten lassen sich hervorragend neben Pinsel und Knete digital einsetzen. Selbst im Sport liefern Simulationen (Schatten-Overlay-Technik) und Anleitungen (zum Beispiel Fosbury-Flop) eindeutige Lernhilfen.<br>Weitere Inhalte stellen eGames mit Strategieentwicklungen, Trainings- und Ern\u00e4hrungspl\u00e4nen dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Solche&nbsp; Produktionen mit oben genannten Mengen an Lernpaketen und Modulen erfordern einen Riesenaufwand. Nicht umsonst haben Klett, Cornelsen und andere entsprechende ambitionierte Aktivit\u00e4ten rasch eingestellt und produzieren brav vornehmlich&nbsp; PDFs angereichert um AV-Elemente. Wie zu vernehmen war, prallten auch verschiedene Welten bei den Schulbuchverlegern aufeinander, n\u00e4mlich die der \u201aalten\u2018 Papierleute und die jungen wilden Digitalen. Hinzukam, dass die Verlage massive Einbu\u00dfen durch digitale Raubkopien bef\u00fcrchteten. Bei einer Zielgruppenauswahl haben sie allerdings ein Feld genutzt, das der&nbsp; Erwachsenbildung, wo sie bedeutende Ums\u00e4tze erzielen. <strong>Stephan Bayer<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bildungsanbieters Sofatutor geht davon aus, dass die Digitalisierung des Bildungsmarkts die Angebotsszene viel homogener machen wird. Er sieht wie in einem Interview k\u00fcrzlich in der Fachzeitschrift w&amp;v berichtet, dass \u201ees nicht mehr nur drei Schulbuchverlage geben wird, sondern man dann eben aus 20 verschiedenen Mathe-Apps oder Anbietern ausw\u00e4hlt.\u201c Seiner Meinung nach gab es in den vergangenen Jahren keinen Push von der etablierten Industrie, da diese eher in einem Monopolmarkt agiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Blick auf eine g\u00e4nzlich\nandere Disziplin \u2013 die Werbung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hier zeigt sich die Wichtigkeit von interdisziplin\u00e4rem Denken und Vorgehen. Die Werbewirtschaft \u2013 in Deutschland insgesamt ein Sektor, der etwa 70 Mrd. \u20ac im Jahr bewegt \u2013 greift zunehmend auf automatisierte Buchungen von Zielgruppen, Medien und Werbepl\u00e4tzen mittels eines Verfahrens \u201eprogrammatic advertising\u201c zur\u00fcck. Diese Methode der Werbeplanung und Aussteuerung erfolgt \u00fcber Angebots \u2013 und Versorgungsplattformen \u00fcber denen an fein granulierte Zielgruppen Werbung ausgespielt wird. Die relativen und absoluten Kosten f\u00fcr die Zielgruppenansprache werden in solchen Verfahren teilweise in Auktionsverfahren ermittelt und die Zahlungen abgeschlossen. Der Autor dieser Zeilen beteiligte sich bei einem D\u00fcsseldorfer Unternehmen namens <strong>optimad<\/strong> schon zu Beginn der 2000er-Jahre mit entsprechenden Angeboten. Wie k\u00f6nnte man solche&nbsp; Methoden f\u00fcr Lernplattformen umsetzen? Basierte das Grundprinzip des \u201eProgrammierten Lernens in den 80er und 90erJahren darauf, dass mit den damaligen schmalbr\u00fcstigen PCs einzelne Lernschritte ohne audiovisuelle oder VR\/AR-Unterst\u00fctzung pr\u00e4sentiert und erarbeitet wurden, kann \u201eProgrammatic Learning\u201c deutlich mehr nicht nur bei der Ausspielung sondern auch bei Individualisierung, Erfolgsmessung und der Optimierung in der Aufbereitung von Lernangeboten. Spannend hierbei ist, dass die urspr\u00fcngliche Rolle der Schulbuchverlage sich somit dramatisch \u00e4ndern kann. Die Lernstoff vorhaltenden &#8217;neutralen&#8216; Plattformen beherbergen f\u00fcr ein Fach vielleicht 10, 20 oder 30 Angebote. Vorstellbar w\u00e4re, dass dasjenige zum Zuge kommt, welches am besten f\u00fcr den einzelnen Lernenden geeignet ist oder aber auch das g\u00fcnstigste Kosten-Leistungsverh\u00e4ltnis aufweist. Der Weg bis dahin d\u00fcrfte ein langer sein. Insgesamt sind aber die Vorteile bei der Echtzeit-Ermittlung, n\u00e4mlich zu erkennen, wie gut einzelne Lernangebote funktionieren, also solche, bei denen H\u00e4nschen und Anna am schnellsten lernen und korrekt L\u00f6sungen umsetzen und anwenden. Die Maschine merkt es. Besser als der Lehrer. Wenn da Fragen nach Daten- und Personenschutz aufkommen, sind diese zu l\u00f6sen. Eine \u00e4hnliche Problematik besteht derzeit auch bei der Frage nach der Handyortung von Corona-Infizierten.&nbsp; Ein apodiktisches Urteil wie letztens in einer Frankfurter Tageszeitung zu lesen , \u201ees verbietet sich eine personenbezogene Evaluierung von selbst\u201c, ist zu kurz gedacht und erfolgte wohl auch in Unkenntnis der hier dargestellten Unterrichtsformen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/smartboard-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-580\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/smartboard-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/smartboard-300x169.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/smartboard-768x432.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/smartboard-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/smartboard-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Smartboard im Unterricht. Ginge zuhause auch mit gro\u00dfem Bildschirm und via WLAN vom Tablet<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist zu tun \u2013 w\u00e4hrend und\nnach Corona?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Bereitschaft von <strong>Sch\u00fclern<\/strong> ermiteln (vermutlich hoch, da von ihnen als attraktiv bewertet) und die Nutzungkompetenz ist zu f\u00f6rdern.<\/li><li>Dito f\u00fcr <strong>Eltern<\/strong> (d\u00fcrfte auch ein Selbstl\u00e4ufer sein).<\/li><li><strong>Unterrichtende<\/strong> m\u00fcssen Pflichtkurse f\u00fcr solche Lehrverfahren durchlaufen. Deren Eigenproduktionen sind mit einem attraktiven Schl\u00fcssel zu bewerten und zu&nbsp; honorieren. <\/li><li>Das bestehende digitale <strong>Angebot<\/strong> in den Schulen und f\u00fcr Schulen&nbsp; muss i<strong>nventorisiert<\/strong> und auf Nutzung bewertet werden. Aufgeteilt nach rein PDF oder \u201eenriched PDF\u201c und interaktiven Lernprogrammen.<\/li><li>Die <strong>Kosten sind gegen\u00fcberzustellen<\/strong> und in der gew\u00fcnschten Wirkung &nbsp;der Lernangebote zu bewerten.<\/li><li>Die <strong>Distributionswege<\/strong> WLAN, Tablets, Schul-PCs, Smartboards sind zu ermitteln und Zielgr\u00f6\u00dfen m\u00fcssen definiert werden (Anzahl Endger\u00e4te pro Sch\u00fcler, Breitbandversorgung, Anzahl Smartboards).<\/li><li>Ganz vornehmlich sind <strong>Entscheidungstr\u00e4ger<\/strong> mit ihren Schnittstellen zu definieren und zu bewerten. Gemeint sind hiermit: Schultr\u00e4ger, Kultusministerien, Staatliche Schul\u00e4mter, Verlage, andere Anbieter, Medienzentren. Ganz offensichtlich sind die Entscheidungswege f\u00fcr den Einsatz von Distanzlernen und E-Learning ausgesprochen lang. Zur Verf\u00fcgung stehende Mittel aus dem Digitalpakt wurden nicht abgerufen oder werden nicht eingesetzt. Schon eher ketzerisch ist ide Frage, ob die Entscheidung alleinig in den H\u00e4nden dieser Institutionen weiterhin liegen sollte. Her wurde, was nun in Zeiten von Corona ersichtlich wird, vieles verbummelt.<\/li><li>Ein zeitlich definierter Aktionsplan ist verbindlich auf den einzelnen Stufen verbindlich zu erstellen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bitkom-Digitalpakt-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-591\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bitkom-Digitalpakt-1024x576.png 1024w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bitkom-Digitalpakt-300x169.png 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bitkom-Digitalpakt-768x432.png 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bitkom-Digitalpakt.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Abgerufen bedeutet nicht eingesetzt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Corona bietet f\u00fcr die Digitalisierung eine enorme Chance in der Bildung. Es entstehen zum jetzigen Zeitpunkt neue Initiativen und Angebote, wie die freie Nutzung von Plattformen und Radio- und TV-Angebote f\u00fcr zuhause lernende Kinder und Jugendliche. Die Arbeitsauftr\u00e4ge werden immerhin per E-Mail \u00fcbermittelt, und es ist davon auszugehen, dass Lehrer auch R\u00fcckl\u00e4ufer und Lernerfolge digital erfassen, messen und dokumentieren. Es bleibt nur zu hoffen, dass sollte der Spuk Corona vorbei sein, nicht wieder in alte Muster verfallen wird. Mit Sicherheit wird das Virus Transformationsprozesse in der gesamten Gesellschaft&nbsp; ausl\u00f6sen unter anderem in den Bereichen&nbsp; eGovernment, Pharmazie, Industrie, Handel, Werbung und Medien. jetzt schon absehbar ist, dass die Wirtschaft stark leiden und Bildungsgelder weniger werden. Ein Grund mehr, sich das Thema E-Learning als Effizienzausl\u00f6ser auch f\u00fcr den regul\u00e4ren Schulbetrieb n\u00e4her anzuschauen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die verantwortlichen Akteure in den Ministerien und \u00c4mtern die Nachricht vernehmen und verstehen.<br> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines darf man bei der Diskussion der hier aufgef\u00fchrten Verfahren nicht au\u00dfer Acht lassen: <br> Soft Skills und sogenannte \u201eSondertugenden\u201c wie \u00a0Flei\u00df, P\u00fcnktlichkeit, H\u00f6flichkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit aber auch ganz allgemein die Sozialkompetenz geh\u00f6ren nicht in die schulische Mottenkiste. Gerade sie sind es, und das sollte man bei der Aufz\u00e4hlung der hier dargestellten Methoden nicht vergessen, diejenigen, die mit den hier genannten Methoden kaum gef\u00f6rdert werden. Bei der Bearbeitung und Erlangung der Lerninhalte und -ziele mit digital gest\u00fctzten Methoden geht es haupts\u00e4chlich um die \u201eAbarbeitung\u201c bestehender curricularer <strong>formaler<\/strong> Vorgaben. Abgesehen davon, dass Lehrer dringend Unterst\u00fctzung und Ausbldung brauchen, darf man nicht vergessen, dass es oft die kleinen Momente sind, die lebenslange Auswirkungen haben: Das freundliche Lob und das wohlwollende Unterst\u00fctzen von Leistungen der Lernenden wirken sich h\u00e4ufig, so nebenbei sie kommen m\u00f6gen, oft fantastisch im sp\u00e4teren Leben aus. Solche &#8218;magic moments&#8216; kann digital schwerlich ersetzen. Es hat andere St\u00e4rken. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Der Mensch ist ein soziales Wesen \u2013 lassen wir den Sch\u00fclern gen\u00fcgend Zeit zur eigenbestimmten Entwicklung und f\u00fcr das Spielen und Zusammensein mit den Gleichaltrigen. Ganz altmodisch \u201aface2face\u2018  \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gew\u00fcnschte Digitalisierung der Schulen liegt in den verwalterischen und hoheitlichen H\u00e4nden von drei Instanzen in Deutschland: Kultusministerien, Staatlichen Schul\u00e4mtern und Schultr\u00e4gern. Es ist ein Leichtes  \u00fcber die Langwierigkeit bei der Umsetzung politischer und administrativer Entscheidungen und Prozesse zu klagen. Ihnen geb\u00fchrt Respekt und Anerkennung.  Im Falle des Digitalpaktes sind aber deutlich zeitliche Grenzen \u00fcberschritten worden. Auf die Frage, wie  es nach Corona weitergeht,  es sei nun doch Zeit da, um Antworten zu finden, antwortete eine Mitarbeiterin eines Amtes &#8222;Sie mache sich erst Gedanken \u00fcber den n\u00e4chsten Schritt, wenn er verordnet wird.&#8220; Zweifel d\u00fcrften erlaubt sein, ob bei einigen der genannten Institutionen proaktives Handeln und professionelles Management vorhanden sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"1008\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/jungswirgehenspielen-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-545\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/jungswirgehenspielen-1.jpg 1008w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/jungswirgehenspielen-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/jungswirgehenspielen-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/jungswirgehenspielen-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/jungswirgehenspielen-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Let&#8217;s Play!\n\u00a9 Evelin Poppe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br> \u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Helmut Poppe, der Verfasser dieses Artikels, ist eigentlich Mediamarketer&nbsp; und <br>\u201aDigital Transformer\u2018 (mit Stationen in der RTL\/IP-Gruppe, in deutschen Verlagsh\u00e4usern und bei einem Marktforschungsinstitut). Er nutzt in diesem Zusammenhang Wirkungs- und Marktforschungsinstrumente aus der Kommunikations- und Werbewirkungsforschung. Er setzte digital gest\u00fctzte Lehr- und Lernszenarien richtungsweisend ein in Schulen, insbesondere in den F\u00e4chern Sprachen, Sport, Kunst, Wirtschaft, darstellende Kunst und Ethik. In der beruflichen Ausbildung nutzt er entsprechende Hilfsmittel bei der Ausbildung von Journalisten und Medienwirkenden neben seiner Arbeit f\u00fcr verschiedene Medienunternehmen sowie f\u00fcr die  Freien Demokraten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"120\" height=\"138\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/helmutpoppe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-582\"\/><figcaption>Helmut Poppe, #dasMedienZentrm, poppe-media\/koenigstein<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p>\n<!--StartFragment--><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Bilder poppe-media au\u00dfer Eingangsbild<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">poppe-media, K\u00f6nigstein 28.03.2020<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur freien Verwendung bitte mit Quellenangabe.<\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"blob:http:\/\/dasmedienzentrum.org\/c96c724e-1985-49d2-b415-7a08bb06b611\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der jetzigen Diskussion um Distanzlernen bei Corona wird leider&nbsp; h\u00e4ufig Sach- und Fachverstand f\u00fcr Lernen allgemein und seine innovativen Formen wie das E-Learning vermisst.&nbsp; Programmatic Learning oder wie es in den 80er Jahren hie\u00df &#8222;programmiertes Lernen\u201c st\u00f6\u00dft nicht nur auf Unverst\u00e4ndnis sondern auf&nbsp; Ignoranz.&nbsp; Hier im Folgenden \u00dcberlegungen und Darstellungen zu der Fragestellung Was &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=564\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBildungsexperten: \u201eSetzt endlich digitales Lernen gleichberechtigt  neben traditionelle Lernformen!\u201c\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":596,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[65,119,108,2,117,29,109,113,118,115,120,110,114,112],"class_list":["post-564","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-bvdw","tag-digitalpakt","tag-distanzlernen","tag-elearning","tag-eresult","tag-helmut-poppe","tag-homeschooling","tag-immersion-statt-emission","tag-kultusministerium","tag-learntec","tag-lernprogramme","tag-programmatisches-lenen","tag-sofatutor","tag-summer-learning-loss"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=564"}],"version-history":[{"count":44,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/564\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":624,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/564\/revisions\/624"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/596"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}