{"id":65,"date":"2018-02-08T12:57:31","date_gmt":"2018-02-08T11:57:31","guid":{"rendered":"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=65"},"modified":"2018-02-17T12:24:31","modified_gmt":"2018-02-17T11:24:31","slug":"geld-unterhaelt-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=65","title":{"rendered":"Geld unterh\u00e4lt die Welt"},"content":{"rendered":"<p>Schaut man sich die enormen Summen an, \u00a0welche \u00a0in TV, \u00a0Radio und &#8211; wenn auch schwer nachvollziehbar in manche Online-Medienportale \u00a0wandern &#8211; \u00a0lohnt sich der Blick auf die Verteilung nach Anbietern, um sich ein Bild \u00fcber die Dimensionen und das \u00a0Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis zu machen.<\/p>\n<p>ARD und ZDF erhalten pro Jahr \u00fcber \u00a09 Milliarden Euro f\u00fcr ihre Dienste. Ein schon fast verschwindend klein zu nennender Teil \u00a0r\u00fchrt hierbei aus Ums\u00e4tzen der \u00a0Werbung \u00a0n\u00e4mlich 6%. \u00a0Der L\u00f6wenanteil der Finanzierung der \u00f6ffentlich-rechtlichen H\u00f6rfunk- und Fernsehprogramme stammt mit einem Anteil von 83% aus den Geb\u00fchreneinnahmen. \u00a0ARD und ZDF erwirtschaften aus der Fernsehwerbung \u00a0pro Jahr 326 Mio. \u00a0Euro netto (Goldbach-Landesmedienanstalten-Studie), die ARD in deren H\u00f6rfunkprogrammen 216 Mio. . Dahinter steckt ein hoher \u00a0Verwaltungs- und Regulierungsaufwand was die verschiedensten Zeitkontingente der neun \u00a0ARD-Werbefunkverb\u00e4nde, \u00a0die Verwaltung und Vermarktung anbelangt. Nicht verwunderlich ist, dass die privaten Audio- und Bewegtbildanbieter \u00fcber die \u00f6ffentlich gest\u00fctzte Konkurrenz nicht sonderlich erfreut sind. Einige hiervon verlangen sogar eine Befolgung deren urspr\u00fcnglichen Aufgaben n\u00e4mlich zu informieren, zu bilden und zu unterhalten\u00a0 &#8211; und zwar in dieser Reihenfolge. Eine Diskussion, die seit dem Beginn der Privatfunk\u00e4ra besteht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-67 size-full\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Rundfunk-Gesamtertr\u00e4ge-2016.jpg\" alt=\"\" width=\"1368\" height=\"678\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Rundfunk-Gesamtertr\u00e4ge-2016.jpg 1368w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Rundfunk-Gesamtertr\u00e4ge-2016-300x149.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Rundfunk-Gesamtertr\u00e4ge-2016-768x381.jpg 768w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Rundfunk-Gesamtertr\u00e4ge-2016-1024x508.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/p>\n<p>Gerne w\u00fcrden es die privaten H\u00f6rfunk Anbieter sehen, wenn die ARD auf Werbung in ihren Programmen verzichtet. Und diese \u00dcberlegungen hier, \u00a0nicht nur um \u00a0die gewaltigen Dimensionen aufzuzeigen sondern auch um das Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis der \u00d6ffentlich-Rechtlichen zu hinterfragen. Ist es denn tats\u00e4chlich n\u00f6tig, dass jeder einzelne der neun regionalen Anbieter der ARD vier oder mehr eigene Regional- und \u00a0Zielgruppenangebote produziert und ausstrahlt? Es ist wahr, dass dort durchaus redaktionell gute Angebote produziert werden, aber sollte man nicht kulturell, regional oder an Altersgruppen ausgelegte Angebote besser national zusammenfassen? 60 bestehende Angebote lassen sich auch in 50 oder 45 Programmen darstellen. Die Gesamtkosten w\u00fcrden \u00a0somit um 5% bis 10 % reduziert, was immerhin einige hundert Millionen Euro pro Jahr ausmacht. Diese Anmerkungen werden von dem Beitragenden dieses Artikels, einem ehemaligen Vermarkter von H\u00f6rfunkangeboten zugleich privatwirtschaftlich und \u00f6ffentlich-rechtlich gemacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-68 size-full\" src=\"http:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Nettowerbeertr\u00e4ge_gesamt_D_2016.jpg\" alt=\"\" width=\"876\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Nettowerbeertr\u00e4ge_gesamt_D_2016.jpg 876w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Nettowerbeertr\u00e4ge_gesamt_D_2016-300x159.jpg 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Nettowerbeertr\u00e4ge_gesamt_D_2016-768x406.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/p>\n<p>In der Schweiz gibt es derzeit eine Diskussion, ob die Zwangsabgabe f\u00fcr \u00f6ffentlich rechtliche Anbieter abgeschafft werden soll. Der Aufwand ist hoch, um Programmangebote zu gew\u00e4hrleisten\u00a0 in den vier Sprachenregionen \u00a0der\u00a0Schweiz. Hier st\u00f6\u00dft unter dem Stichwort \u201eNo Billag\u201c die Zahlungsbereitschaft, 365 \u20ac im Jahr zu berappen auf Widerspruch. Bef\u00fcrworter der Initiative empfinden die \u201eBillag\u201c als Zwangsgeb\u00fchr und Bevormundung der B\u00fcrger. \u00a0Sie werfen dem \u201e Koloss STG\u201c vor, trotz des vielen Geldes ein qualitativ mittelm\u00e4\u00dfiges Angebot zu produzieren. Aktuellen Befragungen zufolge spricht sich aber ein Gro\u00dfteil der Schweizer f\u00fcr ein Beibehalten der Rundfunkabgaben aus. Diese sind dreimal so hoch wie die hiesigen und auch \u00a0kaufkraftindiziert weit \u00fcber den deutschen Monatsbeitr\u00e4gen von 17,50 \u20ac.<\/p>\n<p>Deutschland erfreut sich eines sehr tiefen und qualitativ hohen Medienangebotes. Das sieht man nicht nur bei den klassischen elektronischen Massenmedien sondern auch besonders bei \u00a0dem bestehenden Printangebot. Unsere Tageszeitungen verlieren leider zunehmend ihre Leserschaft und entsprechend Vertriebs- und Werbeerl\u00f6se. Sogenannter Paid Content in den \u00a0epaper-Ausgaben macht diese Verluste nicht wett. Hier spielt der Wettbewerb \u00a0um Zeit, Aufmerksamkeit und Werbeerl\u00f6se eine gro\u00dfe Rolle. Der Vorwurf des Printlagers \u00a0eines fehlenden Fairplays gegen\u00fcber Content-Aggregatoren wie Suchmaschinen ist verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Qualit\u00e4t hat ihren Preis. Aufgabe der Verleger ist, dies den Konsumenten klar zu machen, Aufgabe des Gesetzgebers, unfairen Wettbewerb zu verhindern.<\/p>\n<p>Dass in Deutschland niemand unwissend sein muss, l\u00e4sst sich mit einer zum Gl\u00fcck bestehenden Einrichtung belegen: Den Stadtbibliotheken. Eine Jahresmitgliedschaft kostet durchaus nur sehr \u00fcberschaubare 20 \u20ac. Hierf\u00fcr bekommt man\u00a0 neben qualitativ guten B\u00fcchern, Tageszeitungen und Wochenmagazine. Kennt man deren Jahresabogeb\u00fchren von vielen hundert Euros, sieht man den Wert solcher Einrichtungen des Lesens nicht nur auf der Kostenebene. Hier wird au\u00dferdem nicht nur \u201egebildet\u201c sondern auch unterhalten. DVDs geh\u00f6ren auch zum Angebot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schaut man sich die enormen Summen an, \u00a0welche \u00a0in TV, \u00a0Radio und &#8211; wenn auch schwer nachvollziehbar in manche Online-Medienportale \u00a0wandern &#8211; \u00a0lohnt sich der Blick auf die Verteilung nach Anbietern, um sich ein Bild \u00fcber die Dimensionen und das \u00a0Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis zu machen. 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