{"id":763,"date":"2020-09-08T11:24:20","date_gmt":"2020-09-08T09:24:20","guid":{"rendered":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=763"},"modified":"2020-09-08T11:24:20","modified_gmt":"2020-09-08T09:24:20","slug":"radio-werbeerloese-blaues-auge-oder-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/?p=763","title":{"rendered":"Radio &#8211; Werbeerl\u00f6se blaues Auge oder was?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prognose Werbeums\u00e4tze Radio Gesamtjahr 2020<br \/>Drei Szenarien \u2013 mit blauem Auge davon gekommen oder Disaster?<\/strong><\/p>\n<p>Radiomarketer hatten es in den letzten Jahren in aller Regel ziemlich leicht die Ums\u00e4tze im Werbevertrieb sp\u00e4testens im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres vorauszusagen: aus den Vorjahresverl\u00e4ufen, bestehenden Jahresabschl\u00fcssen mancher Accounts und mit langj\u00e4hrigen Kundenstrategien einzelner Branchen lie\u00dfen sich die zu erwartenden Erl\u00f6se hochrechnen.<\/p>\n<p>In den bewegten und f\u00fcr Vertriebler unsicheren Covid-Zeiten sind solche Projektionen\u00a0 von zahlreichen neuen Faktoren bestimmt. Bemerkenswert und erstaunlich ist aber, dass sich Radio mehr als tapfer im Vergleich zu anderen Mediengattungen schl\u00e4gt. Zog das Gesch\u00e4ft auf Bruttobasis wieder nach drastischen Verlusten in den Monaten M\u00e4rz bis Mai laut Nielsen bereits im Juni wieder um 2% an, schrieben sich die Zuw\u00e4chse\u00a0 im Monat Juli im Vorjahresvergleich mit fast 14% fort. Bisher liegen die Bruttowerbeums\u00e4tze laut Nielsen f\u00fcr den Zeitraum Januar bis Juli 2020 bei 969 Mio. \u20ac und um 10% unter dem Vorjahreswert von 1.076 Mio. .<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde dieser erfreulichen Entwicklung sind verst\u00e4rkte Werbeaktivit\u00e4ten zum Beispiel des Handels, Nachholeffekte aber auch ein Umshiften von Etats in Funk, die bisher in anderen Medien investiert wurden. Auf der Basis von drei Szenarien werden hier verschiedene Umsatz-Szenarien dargestellt f\u00fcr den Rest des Jahres. \u201eKatastrophen\u201c-Szenario 1 stellt die Entwicklung dar f\u00fcr den Fall, dass ab September die Pandemie einen Lockdown in gr\u00f6\u00dferen Teilen Deutschlands ausl\u00f6sen sollte. Szenario zwei \u201eBlaues Auge\u201c f\u00fchrt mit einem Mittelwert die Entwicklung aus Juni und Juli fort. In einem optimistischen Bild \u2013 Szenario drei \u201eGl\u00fcck gehabt\u201c &#8211; gepr\u00e4gt mit punktuellen Lockdowns eher auf Stadtviertelebenen oder in kleineren Regionen und bei einer sich rasch positiv entwickelnden\u00a0 gesamtwirtschaftlichen Situation d\u00fcrfte eine hohe Werbezeitennachfrage auf einen Mangel zur Verf\u00fcgung stehender Slots sto\u00dfen. Auch wenn es eigentlich in den meisten Bundesl\u00e4ndern keine offiziell gehandhabten Werbezeitenbegrenzungen bei den Privaten gibt, werden die Sender um eine Programmvertr\u00e4glichkeit zu gew\u00e4hrleisten, sich selbst Grenzen setzen. Der positiv\u00a0 verlaufende Monat August, die Erfahrungen und die Routine, die in der ersten Phase der Krise im Fr\u00fchjahr gemacht und gewonnen wurden, stimmen da eher optimistisch.<\/p>\n<p>Die Werbeums\u00e4tze in Deutschland speisen sich aus nationalen, regionalen und den wichtigen lokalen Werbet\u00f6pfen. Da sich die Gegebenheiten bei den Lokalanbietern teilweise deutlich unterscheiden, liegen die Anteile der nationalen zur lokalen Werbung in einer Spannbreite von 30% zu ca. 60%.<\/p>\n<p>Dies sieht zum Beispiel bei einem (anonymisierten Senderverbund) so aus:<\/p>\n<p>&#8230;. hier folgt in der <strong>Studie Radio in Frankreich und Deutschland &#8230;<\/strong> eine Aufstellung der Monatsverl\u00e4ufe nach Lokal\/National.<\/p>\n<p>Die Monatsverl\u00e4ufe werden detailliert analysiert im Vergleich der Entwicklungen im Jahresverlauf und zum Vorjahr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-765\" src=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/blur-nat-zu-lok-werberl\u00f6se-19-zu20-ausgew-Sender.jpg\" alt=\"\" width=\"471\" height=\"371\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/blur-nat-zu-lok-werberl\u00f6se-19-zu20-ausgew-Sender.jpg 645w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/blur-nat-zu-lok-werberl\u00f6se-19-zu20-ausgew-Sender-300x236.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px\" \/><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n<p> Bemerkenswert ist hierbei, dass sich die Werbeums\u00e4tze in dem beobachteten Zeitraum und bei dem Senderverbund aus dem nationalen Bereich schneller erholten als diejenigen aus dem Lokalgesch\u00e4ft.  <\/p>\n\n\n\n<p>Diese machten\nim Vorjahr ein Zweidrittel der gesamten Werbeerl\u00f6se aus,&nbsp; im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch die\nH\u00e4lfte. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr liegen in der schwierigen finanziellen Lage\nzahlreicher Anbieter im Lokalgesch\u00e4ft: Veranstaltungen, Gastronomie und solche\naus dem Handel.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Gr\u00fcnde lauten: Angst,\nBudgets in eine unsichere Zukunft zu investieren, gewonnene Neukunden gehen in\ndiesem Jahr wieder verloren, eine\nSuche nach Neukunden bzw. nach\npers\u00f6nlichen Kontakten zu Kunden gestaltet sich aufgrund der Hygieneregeln in\nder Pandemie \u00e4u\u00dferst schwierig. Ansprechpartner\nf\u00fcr Werbebudgets sind derzeit nicht mehr in ihren Betriebsst\u00e4tten vorzufinden,\nviele Betriebe haben Kurzarbeit eingef\u00fchrt, Radiowerbung bewegt Massen und ist\nals Abverkaufsmedium eine optimale Unterst\u00fctzung, st\u00f6\u00dft aber bei einer\nReduzierung der Verkaufsfl\u00e4chen teilweise&nbsp;\num mehr als 75 Prozent an seine Grenze, Budgetwanderungen beim\nVerbraucher: M\u00f6bel, Fahrr\u00e4der, Sparen, \u2026.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entwicklung in Frankreich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine sogenannte Bump-Studie prognostiziert einen R\u00fcckgang der Werbung um 23% f\u00fcr 2020 in Frankreich. Grund hierf\u00fcr sind auch dort die Auswirkungen des Coronavirus auf den Werbemarkt wie die Ergebnisse des Bump (Unified Advertising Market Barometer) zeigen, \u00a0das von Kantar, France Pub und Irep (Institut f\u00fcr Forschung und Werbestudien) vorgestellt wurde. Die Prognosen f\u00fcr das Jahr lauten: -23% gegen\u00fcber 2019, bei einem Werbemarkt von insgesamt 26 Milliarden Euro. Im ersten Quartal beliefen sich die Netto-Werbeeinnahmen der Medien in dem von Irep beobachteten Umfang (Fernsehen, Kino, Radio, Presse, Au\u00dfenwerbung, Werbesendungen, unadressierte Drucksachen)  &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Spannend und herausfordernd wird es f\u00fcr das Radiomarketing bei Fragestellungen, ob Trends \u2013 vorhergesagt von sicherlich nicht ganz uneigenn\u00fctzigen Digitalberatern \u2013 eintreffen. Gemeint sind damit der digitale Wandel f\u00fcr den regionalen Einzelhandel und f\u00fcr die Eventbranche und auch in welchem Umfang das sich \u00e4ndernde Mobilit\u00e4tsverhalten der Bev\u00f6lkerung und auch neue Verbrauchergewohnheiten hin zu mehr \u00d6kologie auf den Verkauf von Werbezeiten bemerkbar machen werden. Auf der Programmseite wird sich die Frage stellen, wie ein ganz offensichtlicher Trend nach sozialer W\u00e4rme, Sicherheit und N\u00e4he aufzugreifen ist.  &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Grafik geblurt, nachzulesen in Studie auf <a href=\"mailto:inteactive@poppe-media.de\">Bestellung<\/a>. Auch recherchieren als Beitrag auf <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/146684\/prognose-werbeumsaetze-radio-gesamtjahr-2020-drei-szenarien.html\">radioszene.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><br><br>G<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"370\" class=\"wp-image-769\" style=\"width: 500px;\" src=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/kata-blaues-auge-gl\u00fccl-gehabt-blur.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/kata-blaues-auge-gl\u00fccl-gehabt-blur.png 908w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/kata-blaues-auge-gl\u00fccl-gehabt-blur-300x222.png 300w, https:\/\/dasmedienzentrum.org\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/kata-blaues-auge-gl\u00fccl-gehabt-blur-768x568.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n\n\n\n<p>Copyright:  poppe-media  #DasMedienZentrm<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prognose Werbeums\u00e4tze Radio Gesamtjahr 2020Drei Szenarien \u2013 mit blauem Auge davon gekommen oder Disaster? 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