Radio – Werbeerlöse blaues Auge oder was?

Prognose Werbeumsätze Radio Gesamtjahr 2020
Drei Szenarien – mit blauem Auge davon gekommen oder Disaster?

Radiomarketer hatten es in den letzten Jahren in aller Regel ziemlich leicht die Umsätze im Werbevertrieb spätestens im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres vorauszusagen: aus den Vorjahresverläufen, bestehenden Jahresabschlüssen mancher Accounts und mit langjährigen Kundenstrategien einzelner Branchen ließen sich die zu erwartenden Erlöse hochrechnen.

In den bewegten und für Vertriebler unsicheren Covid-Zeiten sind solche Projektionen  von zahlreichen neuen Faktoren bestimmt. Bemerkenswert und erstaunlich ist aber, dass sich Radio mehr als tapfer im Vergleich zu anderen Mediengattungen schlägt. Zog das Geschäft auf Bruttobasis wieder nach drastischen Verlusten in den Monaten März bis Mai laut Nielsen bereits im Juni wieder um 2% an, schrieben sich die Zuwächse  im Monat Juli im Vorjahresvergleich mit fast 14% fort. Bisher liegen die Bruttowerbeumsätze laut Nielsen für den Zeitraum Januar bis Juli 2020 bei 969 Mio. € und um 10% unter dem Vorjahreswert von 1.076 Mio. .

Gründe dieser erfreulichen Entwicklung sind verstärkte Werbeaktivitäten zum Beispiel des Handels, Nachholeffekte aber auch ein Umshiften von Etats in Funk, die bisher in anderen Medien investiert wurden. Auf der Basis von drei Szenarien werden hier verschiedene Umsatz-Szenarien dargestellt für den Rest des Jahres. „Katastrophen“-Szenario 1 stellt die Entwicklung dar für den Fall, dass ab September die Pandemie einen Lockdown in größeren Teilen Deutschlands auslösen sollte. Szenario zwei „Blaues Auge“ führt mit einem Mittelwert die Entwicklung aus Juni und Juli fort. In einem optimistischen Bild – Szenario drei „Glück gehabt“ – geprägt mit punktuellen Lockdowns eher auf Stadtviertelebenen oder in kleineren Regionen und bei einer sich rasch positiv entwickelnden  gesamtwirtschaftlichen Situation dürfte eine hohe Werbezeitennachfrage auf einen Mangel zur Verfügung stehender Slots stoßen. Auch wenn es eigentlich in den meisten Bundesländern keine offiziell gehandhabten Werbezeitenbegrenzungen bei den Privaten gibt, werden die Sender um eine Programmverträglichkeit zu gewährleisten, sich selbst Grenzen setzen. Der positiv  verlaufende Monat August, die Erfahrungen und die Routine, die in der ersten Phase der Krise im Frühjahr gemacht und gewonnen wurden, stimmen da eher optimistisch.

Die Werbeumsätze in Deutschland speisen sich aus nationalen, regionalen und den wichtigen lokalen Werbetöpfen. Da sich die Gegebenheiten bei den Lokalanbietern teilweise deutlich unterscheiden, liegen die Anteile der nationalen zur lokalen Werbung in einer Spannbreite von 30% zu ca. 60%.

Dies sieht zum Beispiel bei einem (anonymisierten Senderverbund) so aus:

…. hier folgt in der Studie Radio in Frankreich und Deutschland … eine Aufstellung der Monatsverläufe nach Lokal/National.

Die Monatsverläufe werden detailliert analysiert im Vergleich der Entwicklungen im Jahresverlauf und zum Vorjahr.

 

Bemerkenswert ist hierbei, dass sich die Werbeumsätze in dem beobachteten Zeitraum und bei dem Senderverbund aus dem nationalen Bereich schneller erholten als diejenigen aus dem Lokalgeschäft.

Diese machten im Vorjahr ein Zweidrittel der gesamten Werbeerlöse aus,  im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch die Hälfte. Die Gründe hierfür liegen in der schwierigen finanziellen Lage zahlreicher Anbieter im Lokalgeschäft: Veranstaltungen, Gastronomie und solche aus dem Handel.

Weitere Gründe lauten: Angst, Budgets in eine unsichere Zukunft zu investieren, gewonnene Neukunden gehen in diesem Jahr wieder verloren, eine Suche nach Neukunden bzw. nach persönlichen Kontakten zu Kunden gestaltet sich aufgrund der Hygieneregeln in der Pandemie äußerst schwierig. Ansprechpartner für Werbebudgets sind derzeit nicht mehr in ihren Betriebsstätten vorzufinden, viele Betriebe haben Kurzarbeit eingeführt, Radiowerbung bewegt Massen und ist als Abverkaufsmedium eine optimale Unterstützung, stößt aber bei einer Reduzierung der Verkaufsflächen teilweise  um mehr als 75 Prozent an seine Grenze, Budgetwanderungen beim Verbraucher: Möbel, Fahrräder, Sparen, ….

Entwicklung in Frankreich

Eine sogenannte Bump-Studie prognostiziert einen Rückgang der Werbung um 23% für 2020 in Frankreich. Grund hierfür sind auch dort die Auswirkungen des Coronavirus auf den Werbemarkt wie die Ergebnisse des Bump (Unified Advertising Market Barometer) zeigen,  das von Kantar, France Pub und Irep (Institut für Forschung und Werbestudien) vorgestellt wurde. Die Prognosen für das Jahr lauten: -23% gegenüber 2019, bei einem Werbemarkt von insgesamt 26 Milliarden Euro. Im ersten Quartal beliefen sich die Netto-Werbeeinnahmen der Medien in dem von Irep beobachteten Umfang (Fernsehen, Kino, Radio, Presse, Außenwerbung, Werbesendungen, unadressierte Drucksachen) ….

Spannend und herausfordernd wird es für das Radiomarketing bei Fragestellungen, ob Trends – vorhergesagt von sicherlich nicht ganz uneigennützigen Digitalberatern – eintreffen. Gemeint sind damit der digitale Wandel für den regionalen Einzelhandel und für die Eventbranche und auch in welchem Umfang das sich ändernde Mobilitätsverhalten der Bevölkerung und auch neue Verbrauchergewohnheiten hin zu mehr Ökologie auf den Verkauf von Werbezeiten bemerkbar machen werden. Auf der Programmseite wird sich die Frage stellen, wie ein ganz offensichtlicher Trend nach sozialer Wärme, Sicherheit und Nähe aufzugreifen ist. ….

Grafik geblurt, nachzulesen in Studie auf Bestellung. Auch recherchieren als Beitrag auf radioszene.de



G

Copyright: poppe-media #DasMedienZentrm

Selbstzentrierte Bubbler

Sie sind bestimmt wichtig, die Treiber im Digitalen, aber übertreiben Sie es nicht ein bisschen? „Wohl noch nie richtig gearbeitet?!“

So lautet die genervte Aussage eines mittlerweile Seniors, der selbst zu den digitalen Pionieren zählt. Schaut man sich einmal diese hier zufälligerweise französische Liste an ( Entsprechendes gibt es in Deutschland sicherlich auch), die wandlungsaffine Felder durch und nach Corona aufzeigen soll, fallen einem Punkte auf wie eine Notwendigkeit des lokalen Handels, sich digital anzupassen, eine angebliche neu entstehende Ethik  der Wirtschaftsunternehmen oder auch das Ansteigen der Streamingdienste. Unmittelbar lebensnahe Themen wie beispielsweise Erziehung, Gesundheit oder Politik werden nicht erwähnt.  Sie passen wohl nicht zum Portfolio des Anbieters.

In gelb: punktuelle Entwicklungen, grün = dauerhaft. Tendenzen, die für die ‚Welt danach‘ im Auge zu behalten sind. Es geht viel um Handel ….

Ein Bild, das Screenshot enthält.

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Quelle: digimind.com

Haben die vorwiegend jungen Verfechter neuer digitaler Welten dergleichen drei lebensnahe Themen nicht in der Optik? Ganz offensichtlich haben sie mit ihrem Unternehmenshintergrund Digital Insights und Market Intelligence Tools im Gepäck, die Entwicklungen im Handel und der Mobilität evaluieren und hervorsagen sollen. Da gab es doch eimal ein Lied „So vain …“

Man könnte sich einmal eine Maslowsche Bedürfnispyramide anschauen und von unten nach oben prüfen, inwieweit die einzelnen Felder durch den digitalen Wandel ‚bedient‘ werden können.

Ein Bild, das Text enthält.

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Die bekannte Pyramide ist eine Interpretation von Maslows Bedürfnishierarchie (wiki)

Schon alleine für die Stufe der ‚Selbstverwirklichung‘ braucht‘s nicht unbedingt Digitales und die vielen technischen Angebote lenken bestimmt von Grundbedürfnissen ab. Dem mittlerweile überbesetzten Begriff ‚NewWork‘ hat der Blog „Indiskretion Ehrensache“ mit der dahinter stehenden Digitalberatung kpunktnull einen längeren Artikel gewidmet und dem Titel „Größter Management-Fehler 2020: Der irrige Glaube an das Home Office„. Darin werden zahlreiche Defizite identifiziert mit Aussagen wie: Home Office wird eine Art des Arbeitens sein und nicht herkömmliche Formen ersetzen. Lang anhaltend ‚Off the office‘ zu arbeiten, schadet nicht nur der Gesundheit sondern kann sich auch negativ auf die Karriere auswirken. Die Unternehmenskultur leidet und neue Mitarbeitern haben große Schwierigkeiten sich in dieser Arbeitsform in einem Unternehmen zu integrieren. Home Office konterkariert zudem Millennial-Werte, denn deren Angehörige  suchen Sinn in allen Teilen des Lebens und die Gemeinschaft.

Auch die F.A.Z.  hat jüngst in einem Artikel mit dem Titel „120.000 € für zwei Emails am Tag“ geschildert, wie sehr ein Mensch aus der Wissenswirtschaft darunter leidet, dass er nichts zu tun hat und trotzdem gut weiterbezahlt wird. Der Fehler war beim Vorgesetzten zu suchen, bei dem entweder digitale Kommunikationswege nicht zum täglichen Habitus zählen oder meinte, Wichtigeres tun zu haben.

Spannend wird die Sache mit der Arbeit, wenn man einmal minutengenau Buch führt, was man als Erwerbslöhner in welchem zeitlichen Umfang tut, um seine Brötchen zu verdienen. Diese Mühe geben sich die allerwenigsten.  Letztens bei einer Mitarbeiterin gesehen, dass diese täglich eine Stunde damit verbringt – was durchaus nachvollziehbar ist – Emails zu lesen. Eigentlich müsste man einzelne Arbeitsschritte bestimmten Wertschöpfungsfeldern zuordnen. Ein Keylogger sprich Mitschreiber von Tastaturbefehlen wird das alleine nicht können. Bemerkenswert dabei ist, dass die meisten Menschen gar nicht wissen, wie ihr Job detailliert definiert ist und was die wichtigsten Felder sind. Werden die einzelnen Jobtätigkeiten nicht eher nach den Kriterien aufgeteilt „Könnte den Vorgesetzten nicht gefallen“ oder „Man holt sich Kritik ein“?

Der Mensch denkt …. „.
Vor einigen Monaten war von einem Zukunftsforscher und einem Mediamenschen zu lesen, dass, wenn wir im Herbst zurückdenken an die heftigen Coronazeiten und wenn Trump weg ist, uns ein anderer Umgang mit Konsum und Umwelt bleibt. Wie es aussieht, wird dem nicht so sein. Corona zieht sich hin, die zweite Welle ist wohl schon im Gange, und wenn es ganz schlecht läuft, passieren noch ganz andere Dinge. Es muss nicht das schwarze Loch sein, aber es könnten auch massive wirtschaftliche Katastrophen entstehen oder andere Konstellationen, die manche Digitaldenker nicht auf dem Monitor haben. Ein Großteil der Vorhersagen in den dargestellten Szenarien wäre obsolet. Dann geht es um ganz andere Dinge.

Andere Dinge in der Zukunft, das könnten solche Begriffe sein wie: mehr Nähe, Wärme und Gruppenzugehörigkeit, und hier kommt der gedankliche Brückenschlag zu dem Medium Radio: der große Radio Host Harry von Zell sagte schon vor Jahrzehnten: „Radio is the most intimate and socially personal medium in the world.“ In dem aufgezeigten Zukunftskontext hat es somit eine hervorragende Chance, nur wie Markus Langemann jüngst beklagte, ist derzeit „Radio ohne Eier„. Höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert. Es gäbe gute Chancen mit neuen DAB+-Frequenzen und zwar national.


Harry von Zell (Wiki)

Update der Studie RADIO UND AUDIO Frankreich und Deutschland Kapitel VII Werbeumsätze

Das Marktforschungsunternehmen Nielsen meldet für die Mediengattung Radio und den Monat Juni 2020 einen Zuwachs von 2% bei den Brutto-Werbeumsätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Über den Betrachtungszeitraum Januar bis Juni 2020 betragen die Verluste -13,3%.
Radio hat sich wacker geschlagen im Vergleich zu anderen Gattungen, alleinig Online verzeichnet ebenfalls ein Plus.

Im Rahmen von drei Szenarien und unter Berücksichtigung von Einkünften aus lokaler Werbung wird an dieser Stelle eine Projektion der Werbeumsätze privater Radioanbieter angestellt für das Gesamtjahr 2020 (Stand 19.07.2020)

I Szenario
2. Corona-Welle, Lockdowns …



II Szenario
Auf Basis positive Entwicklung wie Juni 2020


III Szenario
Optimistisch mit Kompensationseinsätzen von Werbungtreibenden
-15 % – 6% -4%

Aus dem französischen Markt sind bisher nur Zahlen für das 1. Quartal zu erhalten. Radio steht im Vorjahres-Vierteljahrvergleich mit -10,3% da (nationale Funkwerbung). Da die ersten zwei Monate noch nicht von der Coronakrise beeinflusst waren, dürften die Einnahmenrückgänge ähnlich liegen wie diejenigen in Deutschland für den Monat März in Höhe von deutlich über 20%.

Ursprünglich erstellt für den Branchenkongress „European Radio Show 2020“ vergleicht dise Studie die beiden Radiosysteme in Frankreich und Deutschland mit den Bezugsfeldern Reichweiten, Programmangebote, Gesetzgebungen, Werbewirtschaft und Messverfahren. Sie wurde angesichts der Corona-Krise in diesen Bereichen aktualisiert und wird fortlaufend mit neuen Marktentwicklungen ergänzt. Die in dieser Studie eingesetzten Verfahren lauten:  62  face to face von dem Autor durchgeführte  Interviews mit Experten aus den Bereichen Vermarktung, Programmgestaltung, Medienforschung, technische Lösungen, Personalwirtschaft und mit Verantwortlichen einzelner Bereiche in den Sendern selbst. Zählservices von zwei deutschen großen Vermarktern und zwei französischen Marktforschungs-unternehmen, Desk Research mit  Quellenanalyse einschlägiger Publikationen aus der Medienwirtschaft. Strukturierte Programmauswertungen  mit 257 Audio-Mitschnitten und deren inhaltliche analoge Analyse auf Aspekte wie Anteile Wort/Musik, politische Berichterstattung, Meinungsbildung, Werbespots, Auslastung Werbeinventar. Die Fragestellungen und deren Ausweisungen erfolgen rollierend in einer  2-Monats-Folge.

LA RADIO ET L’AUDIO en France et en Allemagne – Les chiffres clés – et des concepts de réussite

Les chiffres clés économiques des fournisseurs, les formats de discussion, l’importance de „l’AUDIO“ et des podcasts. Avant et après Corona.

DES RECOMMANDATIONS POUR LES FOURNISSEURS DE RADIO ET  POUR LES INSTITUTIONS MÉDIATIQUES DE L’ÉTAT

                       L’avenir du marketing, c’est la curiosité

                                    EXTRAIT de l’étude

Les passages marqués “ … “ représentent des parties essentielles et payantes. Vous souhaitez recevoir des informations plus détaillées ? Vous trouverez les informations correspondantes à la fin de cet extrait.

I BREF RÉSUMÉ

„Plus de concurrence mène à plus de créativité et de diversité“, voilà en gros comment on peut résumer les résultats de cette étude, qui est très  probablement unique en ce qui concerne les thèmes choisis, à savoir l’audience, la législation et l’état et  les succès économiques de la radio dans les deux pays.

Cette étude comparative des deux systèmes de radio en France et en Allemagne, préparée à l’origine pour le congrès de l’industrie „European Radio Show 2020“, avec les domaines de référence que sont la couverture, l’audience, l’offre des programmes, la législation, le secteur de la publicité et les méthodes de mesure, a été mise à jour en raison de la crise sanitaire dans ces domaines et est complétée en permanence par les nouveaux développements du marché.

La France est l’un des plus importants partenaires commerciaux de l’Allemagne. Dans le cadre de la coopération avec les États membres de l’UE, le partenariat franco-allemand occupe une place de choix en raison de son histoire, de son intensité et de sa structure institutionnelle particulière. Outre ces rôles plutôt politiques, une analyse comparative des deux systèmes de radio, pour rester dans le domaine de l’économie, même une analyse d’un sujet aussi banal que la publicité fournit de précieuses indications aux opérateurs des radios. De nombreuses campagnes sont conçues pour l’ensembles des pays et marchés à travers  toute l’Europe. Comment un fournisseur français comme Peugeot, par exemple, procède-t-il, comme son concurrent Volkswagen dans les pays respectifs ? Cette étude montre les stratégies correspondantes pour la conception et le placement par un  archive de spots. Les marchés locaux sont également analysés et comparés en termes de revenus publicitaires et de stratégies des entreprises locales. Ces analyses contiennent de nombreux conseils et recommandations pour les responsables radio des deux pays. Les analyses approfondies des programmes proposées dans cette étude révèlent également le potentiel insoupçonné de certains formats radio qui sont peu ou pas du tout utilisés en Allemagne. La radio – ou, comme on l’appelle maintenant „audio“ en raison de son „framing linguistique“ actuel – est soumise à un contrôle public en tant que puissant média de masse. Cet article montre quelles sont les approches adoptées par les autorités de contrôle des deux pays et quels sont leurs effets possibles sur la législation européenne. Comme les instruments de mesure jouent également un rôle important dans ce domaine, des méthodes, des fournisseurs et des résultats concrets seront présentés.  Il sera montré dans quelle mesure les phénomènes de forte concentration dans l’industrie des médias affectent les agences de publicité et  média planning/achat, les instituts d’études de marché et les médias eux-mêmes.

…….

II AVANT-PROPOS

La mise en route de cette étude comparative a été déclenchée par une question posée dans le programme du congrès du „European Radio Show 2020“, à savoir celle des composantes du succès des radios allemandes  et françaises. Elle a éte constamment mise à jour dans les domaines suivantes : les réactions de l’État et des autorités de régulation pour soutenir la radio privée, des mesures marketing et stratégiques prises par les radiodiffuseurs dans les  deux pays, l’effe de la crise sanitaire portée sur les recettes publicitaires. Un accent particulier est mis sur le développement de nouvelles offres spécifiques à chaque situation par les stations de radio. Là aussi, une certaine originalité et une force d’innovation de certains médias francais, entre autres ceux du secteur des radios locales, étaient flagrantes par rapport aux solutions employées en Allemagne.

CONTENU
Page des sujets de chapitre

I Résumé 1

II Préface 3

III Contenu 7

IV a Législation, types de prestataires dans les deux pays 8

IV b Qui possède quoi ? Intérêts de propriété 13

V Nombre de prestataires dans une comparaison 17

VI Éventail des prestataires dans une comparaison 19

VII Comparaison des recettes et des redevances des prestataires. Le marché de la publicité dans les deux pays et sa part dans le financement des offres. Relevés détaillés des recettes des radios locales allemandes 21

VII Observations actuelles du marché actuel et perspectives pour 2020/2021 30

VII Exemples de spots radio, archives avec liens audio 33

VIII Radio au format TALK, dont l’importance en France 34

VII Rôle des institutions réglementaires de l’État dans la formation de l’opinion (politique). Procédures, résultats.        38

VIII Services de radio nationale avec TALK, tableaux de programmes. Evaluation.           43

VIII Analyse des programmes de trois prestataires allemands, évaluation en fonction du nombre de mots, de nouvelles et de parts de publicité. Spots d’archives audio et coupures de programmes. Dans une comparaison annotée

VIII Analyse des programmes de trois prestataires allemands, évaluation en fonction du nombre de mots, de nouvelles et de parts de publicité.

Spots d’archives audio et coupures de programmes. Dans une comparaison commentée avec des radios allemandes exemplaires (analyse des programmes, du contenu – infos, parité talk musique, politique, ‘boulevard’, …, publicité, ventes spots en valeur et en quantité, projection revenus annuels, comparaison ave d#autres stations). L’un des éléments essentiels de la présente étude. Les instruments de mesure utilisés.  47

IX Typologie de quatre fournisseurs français de TALK et présentation de TALK à l’aide de l’exemple de Radio RMC 54

IX Pondération éléments du programme : mots, publicité, interviews, call ins, jingles.

Méthodes d’activation des auditeurs.

Comparaison avec trois autres prestataires en France. Horloge du programme. Enregistrements audio/accès aux archives.                56

X Législation en France sur l’équilibre temporel des expressions politiques avec mise en comparaison des procédés employés par les institions homologues en Allemagne (Medienanstalten) 62

XI Instruments de mesure utilisés, leurs méthodes, leurs coûts, les scénarios 64

XII Nouvelles formes de distribution, nouveaux services audio, radios web, podcasts, voix/ voice assistance

Informations détaillés sur nouveau sondage « Online Audio Monitor » 66

XIII Recrutement de personnel, volonté de transformation des radios 80

XIV Notes/ index des mots-clés 85

DROITS D’UTILISATION et informations sur l’auteur
Helmut Poppe 86

 

DROITS D’UTILISATION

Cette étude présente „RADIO ET AUDIO en France et en Allemagne“ a été faite  par Helmut Poppe. Une copie totale ou partielle, numérique ou sur papier, ne peut être faite que sur accord préalable.

Informations sur l’auteur Helmut Poppe

Pionnier de la radio privée avec les stations : Radio Petticoat-Berlin (première station allemande de musique nostalgie), directeur général de Radio Tele Media-Service, directeur du marketing chez Studio Gong, directeur des ventes de IPA/RTL et IP Multimedia, directeur du marketing de germany.net avec radio germany.net. Responsable d’un centre de médias pendant de nombreuses années. Il travaille dans et pour la transformation numérique pour diverses entreprises en Allemagne et à l’étranger dans les secteurs : médias, sport, éducation, ressources humaines et communication politique.

www.dasmedienzentrum.org #dasMedienZentrum

RADIO UND AUDIO in Frankreich und Deutschland – Kennzahlen und Erfolgskonzepte

Wirtschaftliche Kennzahlen der Anbieter, Talkformate, Stellenwert von ‚AUDIO‘ und Podcasts. Vor und nach Corona.

EMPFEHLUNGEN FÜR FÜR RADIOANBIETER UND LANDESMEDIENANSTALTEN ZUGLEICH

The Future of Marketing Is Curiosity

AUSZUG der Studie
(deutsche Version)
Version francaise prix et commande ici
Extrait en langue francaise ici (PDF), Download

Mit “ ….“ gekennzeichnete Passagen stellen Kürzungen dar. Sie möchten tiefere Informationen erhalten? Am Ende dieser Seite finden Sie entsprechende Angaben.

I KURZFASSUNG

„Mehr Wettbewerb führt zu mehr Kreativität und Vielfalt“, so lassen sich die Ergebnisse dieser Studie zusammenfassen, die in der gewählten Themensetzung Hörerschaft, Gesetzgebung und wirtschaftlicher Erfolg der Radios in den beiden Ländern wohl einzigartig ist.

Ursprünglich erstellt für den Branchenkongress „European Radio Show 2020“ vergleicht sie die beiden Radiosysteme in Frankreich und Deutschland mit den Bezugsfeldern Reichweiten, Programmangebote, Gesetzgebungen, Werbewirtschaft und Messverfahren. Sie wurde angesichts der Corona-Krise in diesen Bereichen aktualisiert und wird fortlaufend mit neuen Marktentwicklungen ergänzt. Die in dieser Studie eingesetzten Verfahren lauten:  62  face to face von dem Autor durchgeführte  Interviews mit Experten aus den Bereichen Vermarktung, Programmgestaltung, Medienforschung, technische Lösungen, Personalwirtschaft und mit Verantwortlichen einzelner Bereiche in den Sendern selbst. Zählservices von zwei deutschen großen Vermarktern und zwei französischen Marktforschungs-unternehmen, Desk Research mit  Quellenanalyse einschlägiger Publikationen aus der Medienwirtschaft. Strukturierte Programmauswertungen  mit 257 Audio-Mitschnitten und deren inhaltliche analoge Analyse auf Aspekte wie Anteile Wort/Musik, politische Berichterstattung, Meinungsbildung, Werbespots, Auslastung Werbeinventar. Die Fragestellungen und deren Ausweisungen erfolgen rollierend in einer  2-Monats-Folge.

Frankreich ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Innerhalb der Zusammenarbeit mit den  EU-Mitgliedsstaaten nimmt die deutsch-französische Partnerschaft durch ihre Geschichte, ihre Intensität und ihre besondere institutionelle Ausgestaltung eine herausgehobene Stellung ein. Neben diesen eher politischen Rollen bringt eine Betrachtung beider Radiosysteme, um bei dem Thema Wirtschaft zu bleiben, bereits eine Analyse eines solch eher profanen Themas wie Werbung wertvolle Erkenntnisse für Radiobetreiber. Zahlreiche Kampagnen werden europaweit konzipiert. Wie geht hier zum Beispiel ein französischer Anbieter wie Peugeot vor, wie sein Mitbewerber Volkswagen in den jeweiligen Ländern? Vorliegende Studie zeigt entsprechende Strategien der Gestaltung wie auch der Platzierung auf in einem umfangreichen Spotarchiv. Auch werden lokale Märkte analysiert und verglichen bei den Werbeeinnahmen und den Strategien lokaler Unternehmen. Solche Analysen bergen zahlreiche Tipps und Empfehlungen für Radiomanager in beiden Ländern. Auch durch tiefe Programmanalysen, die in dieser Studie geboten werden, zeigt sich, welche ungeahnte Potentiale gewisse Radioformate bergen, die beispielsweise in Deutschland keinen Einsatz finden. Radio- oder wie es sich durch nicht ungeschicktes ‚Framing‘ neuerdings ‚Audio‘ nennt, unterliegt als mächtiges Massenmedien öffentlicher Kontrolle. Welche Vorgehensweisen staatliche Aufsichtsbehörden in beiden Ländern nehmen und welche möglichen Auswirkungen diese auf europäische Gesetzgebungen haben, wird aufgezeigt. Da hier auch Messinstrumente eine bedeutende Rolle spielen, werden Methoden, Anbieter und konkrete Ergebnisse demonstriert.  Es zeigt sich, welche Ausmaße starke Konzentrierungsphänomene in der Medienwirtschaft auf  Werbe- und Media-Agenturen, Marktforschungs-institute und in den Medien selbst nehmen.

…….

II VORWORT
Die Erstellung dieser vergleichenden Studie hatte ihren Auslöser mit einer Fragestellung im Kongressprogramm der „European Radio Show 2020“ nämlich der nach den Erfolgskomponenten deutscher und französischer Radios. Sie fand eine erhebliche Aktualisierung in den Bereichen Reaktionen des Staates und der regulierenden Behörden zur Stützung des Privatfunks, bei den Maßnahmen der Sender in beiden Ländern, den Reichweiten und den Werbeumsatzentwicklungen. Ein besonderer Fokus wird auf die Entwicklung situationsbedingter neuer Angebote der Radiosender gelegt. Auch hier zeigte sich ein gewisse Originalität und Innovationskraft einiger Anbieter gerade solcher im Lokalfunkbereich. Aufgezeigt wird dies in einem Audio-Archiv, das über ……..

Kapitel Thema Seite
I Kurzfassung   1
II     Vorwort   3
III        Inhalt   7
IV a  Gesetzgebung, Anbietertypen in beiden Ländern 8
IV b  Wem gehört was? Besitzbeteiligungen 13
V Anzahl Anbieter in einer Gegenüberstellung 17
VI Reichweiten der Anbieter in einer Gegenüberstellung 19
VII Umsätze und Gebühreneinnahmen der Anbieter in einer Gegenüberstellung. Der Werbemarkt in beiden Ländern und sein Anteil zur Finanzierung der Angebote. Detaillierte Umsatz-Aufstellungen deutscher Lokalfunkkombis 21
VII Aktuelle primäre Marktbeobachtungen und Ausblick auf 2020/2021 30
VII Beispielhafte Hörfunk-Spots, Archiv mit Audio-Links 33
VIII Formatradio TALK, dessen Bedeutung in Frankreich    34
VII Rolle der staatlichen regulierende Institutionen bei der (politischen) Meinungsbildung. Verfahren, Ergebnisse. 38
VIII Nationale Hörfunkangebote mit TALK, Programmtafeln. Bewertung. 43
VIII Programmanalyse von drei deutschen Anbietern, Auswertung nach Wort-, Nachrichten-, Werbunganteil. Audio-Archiv Spots und Programmittschnitte. In einer kommentierten Gegenüberstellung mit ausgewählten deutschen Anbietern (Programmanalyse, Anteile und Inhalte Nachrichten, Werbung, Umsätze, Jahresumsätze). Eines der Kernstücke vorliegender Studie. Eingesetzte Messinstrumente. 47
IX  Typolisierung vier französischer TALK-Anbieter und Darstellung TALK am Beispiel Radio RMC                      54
IX  Gewichtung Programmelemente Wort, Werbung, Interviews, Call ins, Jingles. Methoden zur Aktivierung von Hörern.
Vergleich mit drei weiteren Anbietern in Frankreich. Programmuhr. Audio-Mitschnitte/Archivzugänge.
56
X Gesetzgebung in Frankreich zur zeitlichen Ausgewogenheit politischer Äußerungen 62
XI Eingesetzte Messinstrumente, deren Methoden, Kosten, Szenarien 64
XII Neue Distributionsformen, neue Audio-Angebote, Webradios, Podcasts, Voice Assistants mit Darstellung des Online Audio Monitors, Ergebnisse und Befragungsinhalte 66
XIII Personalrekrutierung, Transformationswillen 80  
XIV Anmerkungen/Stichwort-Abbildungsverzeichnis  85
  NUTZUNGSRECHTE und Angaben zum Autor Helmut Poppe 86

Ein Chart aus einer Präsentation des Autors gehalten auf der European Radio Show im Januar 2020 in Paris.
Fazit: Frankreichs Radios vermarkten sich erfolgreicher. Grund? Mehr Wettbewerb, mehr Kreativität.

Eine Programmbeobachtung (hier anonymisiert und Auszug)

Anteile in      %

Werbung:   12%

Musik:        62%

Wort:         24%

Andere:       2%

Rundungsdifferenzen in Summe 1.698 Sek. Kurzbewertung des beobachteten Programmabschnitts:

Spezielle Werbespots während Corona – in Deutschland wenig aufzufinden. In Frankreich massig.
„…..

Die eingangs erwähnte gattungsspezifischen Aktivitäten Richtung Umsetzung in Corona-spezifischen Marketingaktionen im Radio in Frankreich wird mit einer Liste von 250 Radiospots ersichtlich. Hier wurden auf die lokale und auf das krisenbedingte Umfeld passgenaue Hörfunkspots und auch Podcasts erstellt und eingesetzt.

Es seien hier erwähnt:

  • Best of Radiopub Corona: Die Supermarktkette Intermarché gibt spezielle Öffnungszeiten bekannt für Personal in ausgesuchten Berufen wie Pflegekräfte, Feuerwehr etc. (Dauer 0:20)
  • MESSAGE GOUV CORONAVIRUS Ein Hinweis der staatlichen
    Gesundheitsbehörde (Dauer 0:35)
  • Hinweis kommunale Müllentsorgung (0:45)

         Eine Akademie lädt zu Onlinekursen ein, auch Spanisch „Corona, olé!“

  • Plombier.com 15s mars20 JEUDEPISTE
    Eine Klempnerinnung kündigt an, in Corona-Zeiten keine Extragebühr zu erheben.
  • MERICQ Commandes 24032020 JFY Liefert Fisch und Meeresfrüchte wie „Uber“, (Dauer 0:30)
  • PASSAGEDUDESIR.FR, Sextoy-Anbieter nutzt die Coronakrise (Dauer 0:30)

VIII Formatradio TALK, dessen Bedeutung in Frankreich

In jüngster Zeit scheint es zu einer Wiederentdeckung des Formats TALK auch in Deutschland zu kommen. Antenne Bayern und Radio RTL setzen – wenn auch nur für kurze Programmeinschübe – auf dieses Format. Der ostdeutsche Sender MDR wird ebenfalls in dem Segment aktiv mit einem Diskussionsportal. Der Hessische Rundfunk veranstaltet jeden Mittwoch ein alle Sender übergreifendes Format namens #WirhörenDich. Öffentlich-Rechtliche besetzen nun auch publikumswirksam das Feld Diskussionen und Debatten. Engagiert, unterhaltsam und ohne Zeigefinger. (Bild Hessischer Rundfunk)


Zum Thema TALK
(ein Auszug der Einleitung)

„….. Emotionen, Debatten, Streit und Streicheleinheiten für den Hörer.

Die großen landesweiten privatwirtschaftlichen Hörfunkangebote, die in die von den Aufsichtsbehörden erstellte fünfte Kategorie E fallen, heißen Europe 1, RTL, RMC und Sud Radio und nannten sich bis 1982 „Peripherieradios“, da sie außerhalb des französischen Staatsterritoriums auf Langwelle ausstrahlten. Sie finden Verbreitung jetzt über UKW, das Internet und in einem Frühstadium via DABplus und haben ihren Geschäftssitz in Paris. Sie betreiben ein stark auf Wort orientiertes Programm. Eine staatlich-öffentliche Angebotsergänzung im Bereich Wort erhält der Hörer mit den landesweit ausgestrahlten Programmen France Inter und dem Nachrichtensender France Info.

Da stark auf Wortprogramme ausgerichtete Sender, auch bezeichnet als „TALK-Radios“ in der Herstellung als relativ aufwendig und teuer betrachtet werden und zudem die Programmkosten der landesweiten französischen Anbieter, die auch über TV-  und zahlreiche Bewegtbildkanäle Inhalte verbreiten hoch sind, lässt sich auf einen ersten Blick folgern, dass die maßgeblichen Radiostationen im Vergleich zu deutschen Anbietern wesentlich ungünstigere Renditen erzielen. (Noch) scheint die Rechnung für deutsches Radio aufzugehen: viel Musik, überschaubare teure Wortredaktion ergeben relativ hohe Gewinne. ….“

Politische Ausgewogenheit in Medien

Im Nachbarland werden regelmäßige Messungen durchgeführt, um die Anzahl und den Umfang der Auftritte von Politikern zu messen. Ausführendes Organ ist hierbei die Behörde CSA. Die erfassten Daten werden in aggregierter Form nach politischen Parteien in einem offenen und wiederverwendbaren Format und seit September 2016 in Form von Listen veröffentlicht, in denen die Reden von politischen Persönlichkeiten für kumulierte Zeiten von mehr als einer Minute aufgeführt sind.

Quelle: CSA „Pluralisme“

Ob allerdings automatisierte Verfahren in der Lage sind, auf kleineren Stationen und in Randzeiten zum Beispiel ‚getriggerte‘ radikale Meinungsäußerungen von Einzelpersonen in Call-ins zu messen, darf in Frage gestellt werden. Hierzu auch die Anmerkungen in der Programmanalyse RMC und der eines deutschen Anbieters beachten (im ersten Fall eher subliminale Werbung und Namensanspielungen, im zweiten unkommentierter Drogenmissbrauch eines Musikers im jungen Alter).

XI   Eingesetzte innovative Messinstrumente, deren Methoden, Kosten, Szenarien

Zum Thema Tracking und Reichweitenmessung

Wie vorab geschildert, wird in den USA ein sogenanntes People Meter“ zur Messung der Hörfunknutzung von dem Marktforschungsunternehmen Nielsen eingesetzt. Europäische Anbieter für solche Verfahren gab es bereits vor mehr als 20 Jahren mit einem schweizerischen Unternehmen. In Frankreich und in Belgien nennen sich Unternehmen, die ähnliche Verfahren anbieten Vocast, neuromedia, audiospy/soundID. Ihnen allen ist gemeinsam, dass mit einem Pager oder sogar mit einem Handy Radiosignale ausgewertet werden, die ein verborgenes Tonsignal tragen. Somit können Programmelemente und deren vermutete Nutzung durch in einem Panel gewonnenen Probanden erfasst und ausgewiesen werden.

Ganz besonderen Stellenwert findet die Technologie eines weiteren französischen Anbieters, der zu dem internationalen Medien- und Werbekonzern ….

Eine Darstellung herkömmlicher Befragungsmethoden und Inhalte aus dem Online Audio Monitor sind ab Seite 64 zu finden . …..“

Der französische Staat übernimmt Kosten für die Fortbildung von Radiopersonal.
Wie und durch welche Akademien ab Seite 80.


….

NUTZUNGSRECHTE

Diese vorliegende Studie „RADIO UND AUDIO in Frankreich und Deutschland“
wurde erstellt von Hemut Poppe (Angaben zum Autor weiter unten). Sie wird fortlaufend mit Entwicklungen im Radio-/Audiomarkt beider Länder aktualisiert und bietet somit ländervergleichend tiefgehendes Expertenwissen zu Werbemarktentwicklungen, Vermarktungs-und Programmstrategien sowie zu den Themen HR, Methoden und Ergebnisse Media-Measurement. Eine Kopie in gänzlicher Form oder auszugsweise, digital oder in Papierform darf nur nach vorheriger Vereinbarung erfolgen.

Die Studie ist käuflich zu erwerben im Rahmen einer Einzel- oder Unternehmenslizenz. Kosten für die Gesamtausgabe oder einzelner Kapitel auf Anfrage hier.

Angaben zum Autor Helmut Poppe

Radiopionier mit den Stationen: Radio Petticoat-Berlin (erster deutscher Oldiesender), Geschäftsführer der Radio Tele Media-Service, Marketingleiter Vertrieb Studio Gong, Verkaufsdirektor der IPA und IP Multimedia, Marketingleitung germany.net mit radio germany.net. Langjähriger Leiter eines Medienzentrums. Er arbeitet in und an digitaler Transformation für verschiedene Unternehmen in Deutschland und im Ausland in den Branchen Medien, Sport, Bildung und politische Kommunikation.

www.dasmedienzentrum.org     #DasMedienZentrum


100% Wort – und das funktioniert?

41% weniger Werbeumsätze misst Nielsen im Vergleich zu 04.19 im deutschen Radio.
In Frankreich wurden 250 originelle an Corona angepasste Motive eingesetzt, die Delle geringer werden ließen. Teilauswertung der Motive und Kunden sowie Audio-Beispiele auf Anfrage bei poppe-media hier.

Vier der Ergebnisse aus einer ex post-Analyse vom 13.11.19, Drive Time:

  • 100 %-Wortanteil, davon Werbung inkl. Sponsorships 22 Minuten
  • Werbung bei Autospots auf Teilhörergruppe ältere Hörerinnen thematisch angepasst „Mein Sohn, du bis klasse…!“
  • Wie Ankerplätze 15-Minutenabgänge unterbinden
  • Im November bereits Hinweise auf Grippewelle …

Fortbildung in Radios hemdsärmlig behandelt?

Sind #Video-chats für Trainings von Medienschaffenden, die wahre Lösung? Wer bildet aus, taugen Kurse was? Inhalte, Benefits nur für #Vertrieb oder #Programmgestaltung oder auch für andere Unternehmensbereiche? Erfolgt Unterstützungen der eigenen #Employability oder muss Arbeitnehmer alles aus der eigenen Tasche zahlen? Sehen PE-Verantwortliche bei den Radio-/Medienanbietern das Thema ein wenig zu hemdsärmlig? Wo bestehen neue Erlösfelder für Trainer, Beratungsagenturen und Coaches?

Weitere Fragen und Antworten in radioszene:
https://t.co/INsvRX4GDp

Kein Kontakt mehr mit dem Sohn – Rentnerin fürchtet sich vor Pflegepersonal mit Masken und verweigert die Nahrung

von Helmut Poppe

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Screenshot France 2 TV

Um mit Menschen zu reden und diese zu sehen, auch wenn dies physisch nicht möglich ist, wird von vielen Menschen derzeit verbreitet genutzt via Videotelefonie. Im sogenannten Homeoffice verwenden sie ihre Computer, Mobiltelefone oder Tablets und arbeiten mit ihren Kollegen statt im Büro zu sein. Sie gehen gemeinsam Akten durch, erstellen neue Dokumente und, das ist durchaus möglich und erlaubt, wenn nicht sogar gewünscht, nutzen nicht wenige die Gelegenheit für einen Plausch.

Nicht erstaunlich, auch dies geht in Alten- und Pflegeheimen. Allerdings haben nur die wenigsten der etwa 800.000 Senioren, die in den 11.000 deutschen Heimen leben solche Möglichkeiten. Hört man sich in den Heimen unserer Region um, es sind immerhin deutlich mehr als 50, erfährt man, dass man das Thema in der Optik habe, aber für Detailfragen wie die Finanzierung der Technik, Datenschutz und fehlendes Internet bisher keine Antwort gefunden habe. Die Kostenfrage ist rasch beantwortet, ein Tablet kostet heutzutage um die 500 €, eine Installation auf einem Wagen ist für 100 € zu haben, WLAN ist einigen Häusern bereits vorhanden oder kann unter Umständen über ein freies Internet hergestellt werden. Sollte keine dieser Zugriffsmöglichkeiten auf das Web bestehen, muss ein Internetdatenpaket erworben werden für etwa 50 € pro Monat. Rechnet man diese Beträge auf ein einzelnes Gespräch zwischen Seniorin oder Senior mit Verwandten um, ergeben sich für ein Viertelstundengespräch Kosten in Höhe von unter einem Euro. Diese Kalkulation berücksichtigt ein Endgerät für ein Haus, der Erwerb von kostenpflichtigen Datenvolumen und eine Nutzung von zweimal täglich und eine Nutzungszeit der Technik an 1000 Tagen, also fast drei Jahren. Stellt sich noch die Frage, wie alte Menschen mit der Kommunikationstechnologie umgehen. Zum einen haben bereits viele Erfahrung mit Handy und PC. Diejenigen, die bettlägrig sind oder ungerne an den fremden Geräten manipulieren möchten, erhalten die Möglichkeit, die Gespräche auf den Tablets in  sitzender oder liegender Position zu führen. In solchen Szenarien bringen Pflegepersonen die auf einem Rollwagen installierten Geräte in das Zimmer und stellen die Verbindung her.


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Sich mit den Angehörigen zu unterhalten und ihnen ein Lächeln zu schenken – die Videotelefonie erleichtert den Bewohner der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises das aktuell geltende Besuchsverbot.
Foto: WHS – Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises
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Den Nutzen zu bewerten ist müßig, man denke nur an die eingangs verzweifelte und betagte Dame, die glaubte, dass ihr Sohn verstorben sei.

Dass die Digitalisierung der richtige Weg ist, bestätigt Dieter Bien, Vorsitzender Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises.
Die Alten- und Pflegezentren dort ist bereits seit vielen Jahren ganz vorne dabei, wenn es um den Ausbau der digitalen Infrastruktur geht. Und dieser Umstand macht sich gerade in der aktuellen Situation bezahlt. So konnte die IT-Abteilung, bestehend aus Fred Lach und Max Geis, zusammen mit dem Referenten für Digitalisierung, Nils Kornherr auf viele bereits vorhandene digitale Ressourcen zurückgreifen, um den Bewohnern angesichts des Besuchsverbots, den Kontakt zu ihren Angehörigen zu vereinfachen und die Mitarbeiter zu entlasten. Gelungene Beispiele hierfür sind die Videotelefonie, die Telefon-Betreuung oder auch die Einführung einer zentralen Corona-Hotline, die sich in stetigem Austausch über Informationen oder zur Beantwortung von Fragen mit den einzelnen Einrichtungen befindet. Hier sind alle Einrichtungen, vom Wohnstift in Hanau, über das Stadtteilzentrum an der Kinzig in Hanau, das Altenzentrum Rodenbach, die Seniorendependancen in Neuberg, Limeshain, Ronneburg und Hammersbach, das Seniorenzentrum Gründau, das Kreisruheheim Gelnhausen, das Seniorenzentrum Biebergemünd, das Seniorenzentrum Steinau bis zum Wohn- und Gesundheitszentrum Lebensbaum in Sinntal eingebunden.

Mit der ebenfalls an allen Standorten eingerichteten Videotelefonie wird den Bewohnern ermöglicht, mit Ihren Angehörigen oder Betreuern in „Sichtkontakt“ zu treten. Der vereinfachte Kontakt über WhatsApp-Call oder Skype ist durch wenige Klicks hergestellt und mit wenig Zeitaufwand für die Mitarbeiter verbunden. Über die Telefon-Betreuung werden Bewohnern bei Interesse ehrenamtliche Gesprächskontakte vermittelt. „Zwar wäre es schön, wenn wir in allen Einrichtungen schon eine durchgehende WLAN-Infrastruktur besitzen würden, aber wo dies noch nicht der Fall ist, funktioniert die Verbindung auch mit LTE-Karte“, erklären die beiden IT-Mitarbeiter Fred Lach und Max Geis. „Die aktuelle Situation zeigt aber auch, dass es für ein flächendeckendes WLAN zahlreiche gute Argumente gibt und das Unternehmen mit dieser Strategie gut aufgestellt ist“, ist Geschäftsführer Dieter Bien überzeugt.

Viele der technischen Anwendungen, wie die Videokonferenzen zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen und den Einrichtungen, werden derzeit genutzt, um persönliche Zusammenkünfte zu vermeiden, funktionieren aber so gut, dass sie auch in der Zeit nach der Corona-Krise weiter genutzt werden sollen. So ermöglicht das genutzte Programm nicht nur, dass eine größere Gruppe von Menschen zusammenkommt und sich über Bild und Ton austauscht, auch weitere Anwendungen wie die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten oder die Betrachtung einer Präsentation sind möglich. Auf diese Weise kommunizieren aktuell alle Einrichtungsleitungen und die Unternehmensleitung von fast allen Standorten aus mit bis zu 15 Personen mindestens einmal wöchentlich. Selbst Führungskräfte, die sich zeitweise in Home-Office befinden, können sich in die Videokonferenz einschalten. Auch der Krisenstab des Unternehmens tagt ausschließlich und täglich über Videokonferenzen.

Schnelle Internetverbindung per LTE-Karte und digitale Kommunikationsmittel wie Skype oder WhatsApp erleichtern den älteren Menschen den Umgang mit den geltenden Einschränkungen des täglichen Lebens. Auch CLICKDoc, eine Applikation, die den telefonischen Austausch mit dem behandelnden Arzt ermöglicht, kommt nun verstärkt zum Einsatz. Im Rahmen eines Pilotprojektes war diese Technik bereits im Wohnstift Hanau erprobt worden. Der Einsatz von Telematik wird, so ist sich Bien sicher, nicht den persönlichen Kontakt zwischen Bewohner und Arzt verzichtbar machen, er kann aber deutlich dazu beitragen, dass den Bewohnern in manchen Fällen ein für sie anstrengender Transfer in die Arztpraxen oder auch in eine Klinik erspart werden kann. „In diesen schwierigen Zeiten trägt die Digitalisierung zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner bei“, erläutert Nils Kornherr, Referent für Digitalisierung.

Investitionen in die digitale Infrastruktur, die das kreiseigene Unternehmen im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung in der Pflege getätigt hat, unterstützen aktuell alle notwendigen Abläufe im Unternehmen. Mitarbeiter der Alten-und Pflegezentren bleiben im Home-Office für ihre Kollegen erreichbar, Leitungskonferenzen finden digital statt und Absprachen zwischen einzelnen Einrichtungen erfolgen per Videoschaltung. „Wir haben derartige Konferenzen und Gesprächsrunden in den zurückliegenden Jahren immer wieder geübt“, erklärt der Geschäftsführer abschließend und ergänzt: „das zahlt sich jetzt in dieser Krise aus. Diese Entwicklung wird auch zu einer neuen Kommunikations- und Informationskultur führen.“

Lesen Sie unserern ersten Artikel zu dem Thema hier:  CORONA und technische Innovationen – Telekommunikation hilft Jung und Alt

Den dritten Artikel zu dem Thema und mit aktullen Zahlen des Angebotes in Pflegeheimen hier (es sei schon vor der lektüre verraten: etwa 20% der heime geben Senioren die Chance mit Videotelefonie in Kontakt mit ihren Lieben zu bleiben.

Trotz Corona-Besuchsverbots können Senioren in Heimen immer mehr via Video und Internet mit Angehörigen in Kontakt bleiben

Auf Bild klicken, kurzes Video startet

(24.04.2020) Die aktuelle Entwicklung in Pflegeheimen zeigt, dass Senioren nicht vereinsamen müssen. Moderne Informationstechnologie macht es möglich.

Und hier geht es zu einem Video direkt „von vor Ort“
https://youtu.be/1Od01GhkQEc

Im deutschen Home Office kommt Freude auf: 5 Endgeräte müssen administriert und für Büroarbeit optimiert werden.

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Was nicht ganz einfach ist. Zudem stellen sich Sicherheitsfragen.

Denn eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Nutzung von Chat-, Video- und Konferenzlösungen hat durch Corona-Krise zugenommen. Die Sorge aber um die Cybersecurity fehlt.

In Zeiten der Corona Krise arbeiten vermehrt Menschen aus dem Homeoffice heraus. Sie nutzen verstärkt Programme mit Chat-, Video- und Konferenzfunktionen, um im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen zu bleiben – aber auch mit Freunden und Verwandten. Eine von TÜV Rheinland in Auftrag gegebene Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey zeigt, dass knapp 43 Prozent solche Tools und Programme häufiger nutzen als vor der Corona-Pandemie. Bei der Nutzung tun sich gerade die Anbieter hervor, mit denen man schnell und unkompliziert Meetings aufsetzen und Teilnehmer einladen kann. Dabei zeichnen sich diese Kollaborations-Tools vor allem dadurch aus, dass man keine aufwändigen Registrierungsprozesse vollziehen muss oder Freigaben von der hauseigenen IT benötigt. Bei dem Einsatz der oftmals schicken Anwendungen werden allerdings kaum Fragen zur Cybersecurity gestellt.

Design geht vor Datenschutz

Aufgrund des Umstands, dass viele Menschen in den meisten Fällen sehr plötzlich ins Homeoffice wechselten, konnten begleitende Maßnahmen durch die Firmen-IT nicht oder nur unzureichend stattfinden. „Vorhandene Kollaborationslösungen im Unternehmen sind oftmals nicht auf Anhieb für den flächendeckenden Einsatz im Homeoffice ausgerichtet. Man braucht Freigaben, Updates oder Erweiterungen der installierten Software,“ sagt Wolfgang Kiener, Leiter des Center of Excellence Advanced Threat im Bereich Cybersecurity bei TÜV Rheinland.

Fehlermeldungen oder schlechte Verbindungen verleiten einen schnell dazu, auf andere Software-Lösungen zurückzugreifen. Diese unkomplizierten und im schicken Design programmierten Anwendungen arbeiten tadellos und sorgen für eine schnelle und stabile Verbindung. Allerdings kommt bei geschäftsrelevanten Themen, die über Videokonferenzprogramme besprochen werden, der Datenschutz viel zu kurz. Hier besteht die Gefahr des Verlustes von Geschäftsgeheimnissen.

Cybersecurity-Gedanke fehlt

Der Schutz vor fremden Zugriff auf die übertragenen Daten ist von immenser Bedeutung. Oft sind es auch die Hersteller selber, die Daten beispielsweise in die USA übertragen, wo keine europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) greift oder erlauben, dass die Daten an Dritte weitergegeben werden. Dazu Kiener: „In der aktuellen Situation kann ich nachvollziehen, dass man dazu neigt, Programme einfach zu nutzen, und Datenschutz und Cybersecurity zu vernachlässigen. Allerdings spekulieren Hacker genau auf diesen Umstand und machen sich diesen zunutze. Vor allem in der jetzigen Krise wird mit unseren Daten gehandelt. Nutzer sind daher gut beraten, genau hinzusehen und sich bei der Installation von Programmen die Datenschutzbestimmungen durchzulesen, bevor man diesen zustimmt.“

In den von TÜV Rheinland veröffentlichten Cybersecurity Trends 2020 wird unter anderem darauf eingegangen, wie der unkontrollierte Zugriff auf personenbezogene Daten eine Gesellschaft, die zurzeit mehr denn je auf die Vorteile der Digitalisierung setzt, destabilisiert werden kann. Auch, dass smarte Anwendungen schneller auf den Markt kommen, als sie abgesichert werden können. „Das Tempo bei der Entwicklung von Programmen, sorgt für Schwachstellen im Bereich der Cybersicherheit. Smarte Anwendungen sind in unseren Alltag zunehmend unentbehrlich. Dies macht solche Anwendungen zu attraktiven Zielen für Cyberkriminelle.“ betont Kiener.

Abschließende Bemerkung des Autors hier: Vier Endgeräte plus Aufnahme-Handy. Hinzukommen 3 Cloudanwendungen und natürlich der Büro-Arbeits-PC. Liegt man mit der Vermutung, dass manche Hardcore-Apologeten von „new und we work“ noch nie in klassischen Arbeitsumgebungen gearbeitet haben? Irgendwie müssen jetzt „Hybridarbeiter“ die echte Pionierarbeit übernehmen. Man sieht es mit einem nachsichtigen Lächeln.