Aktuelles aus Audio- und Radiomarketing

RADIO SALES WEEKLY

02.09.2021, 16:00 Uhr

Podcasts im und durch Radios

Ein neuer Vermarktungs-Booster für die Stationen? Wie lauten die Schnittstellen zu Agenturen, Spezialdienstleistern, Vermarktern, Aggregatoren, Sendern, Creatoren?

Wer macht was?

Es sprachen:

Alexander Zeitelhack, XU-University Potsdam

Andreas Sprengart, Antenne Kaiserlautern

Alexander Koberstein, Acast



Alexander Zeitelhack: „Wer bestimmt zukünftig das Geschäft? Interessante strategische Entscheidungen stehen an.“
Andreas Sprengart: „Podcasts stellen eine interessante Erweiterung des Angebots von Radios dar.“
Alexander Koberstein, acast: „So sieht die Strecke vom Content bis zum Erlös aus.“ Helmut Poppe: „30.000 € p.a. sind drin bereits bei 10.000 wöchentlichen Downloads.
Zoom-Video 20 Minuten.
https://youtu.be/V8e2J9nJtsQ
#Podcastmarketing #Radiowerbung

RADIO SALES WEEKLY

10.09.2021, 16:00 Uhr

Aktuelles aus der Branche: FOMA Trendmonitor, OAM und Nachschlag 02.09.: Stationen, die zum Geldverdienen mit Podcasts fehlen.

Kernthema: Orga in Medien. Was geschieht bei einer vermutlich kommenden Robotisierung und Automatisierung mit der Möglichkeit der Gestaltung von granular aufbereiteten Angeboten?

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Generationenwechsel: Können die Nachrücker mit Stress und unangenehmen Situationen im Job umgehen? „Sinnhaftigkeit, Resilienz, Kohärenzsinn … ,,,

Es sprachen:

Alexander Zeitelhack, XU-University Potsdam

Andreas Sprengart, Antenne Kaiserlautern

Helmut Poppe, RadioSalesWeekly




Hier geht es zur Aufzeichnung von #RADIOSALESWEEKLY 10.09.2021.
Aktuelles aus der Branche: #FOMA Trendmonitor, #OAM und Nachschlag 02.09.: Stationen, die zum Geldverdienen mit Podcasts fehlten. Kernthema: Orga in Medien. Was geschieht bei einer vermutlich kommenden #Robotisierung und #Automatisierung mit der Möglichkeit der Gestaltung von granular aufbereiteten #AudioAngeboten?
https://youtu.be/jhWnUCUEuOo

Coworking, Homeoffice oder doch ’normal‘?

Wo und wie werden wir nach der Pandemie arbeiten?

Glaubt man einigen Studien geht der Trend weiterhin nach oben. Zwar verlangsamt durch Covid steigen die Zahlen dennoch weiterhin: 5 Mio. Corworker, also Personen, die von etwa 50.000 Leihbüros aus arbeiten, sollen es im Jahr 2024 sein. So die Zahlen. Eigentlich hätte man sie persönlich höher eingeschätzt. In Konkurrenz stehen die zeitweiligen Arbeitsplätze mit dem Homeoffice, das weiterhin die höchste Beliebtheit bei möglichen beruflichen Wirkungsstätten erfährt. Coworking Offices mit dem Kürzel ‚COS‘ bieten jungen Unternehmen, Homeoffice-Müden (‚WFH /Work from Home‘) und Selbständigen die Möglichkeit , für einen flexiblen Zeitraum einen Arbeitsplatz oder gar ein eigenes Büro zu modularen und eher überschaubaren Preisen zu mieten. Eine guten Überblick über die Angebote bringt ein Unternehmen, das unweit eines Rechenzentrums gelegen ist in Rhein-Main. Die nicht unabsichtliche Lage im Umfeld eines bedeutenden Netzwerkanbieters in einem der größten Internetknotenpunkt der Welt zeigt, wie sich die Nutzerschaft zusammensetzt und welche Nähe diese sucht: COS-Kunden sind sehr häufig der digitalen Wirtschaft zuzuordnen. Praktisch ist auch die Nachbarschaft für die Netzanbieter, können diese doch hier Personal rekrutieren, sich inspirieren lassen und zugleich für Sympathie und PR sorgen. Wenig beliebt ist bei den COSlern, die sich gerne über den Begriff ‚New Work‘ definieren mit reinen Büroflächenvermietern verwechselt zu werden. Ein zentrales Element ihrer Arbeit nennt sich Kollaboration, man begrüßt die Möglichkeit dem Nachbarn, der durchaus an ganz anderen Projekten sitzt über die Schulter zu schauen, von ihm zu lernen und sich gegenseitig auszutauschen. Dementsprechend sind auch die räumlichen Gegebenheiten konzipiert: sie lassen ein Nebeneinandersitzen aber auch Isolierung in speziell gestalteten lärmgedämpften Nischen zu. Es liegen wenig verlässliche Zahlen vor über die Anzahl von Personen, die in COSes arbeiten. Ein Anbieter nennt die Zahl von knapp 600 Spaces mit Spitzenplätzen in NRW, in Bayern und nicht so viel wie vermutet in Berlin. Die Menge der aktiven Personen liegt geschätzt bei 50.000 in Deutschland und weltweit für 2024 bei 5 Millionen. Eine überschaubare Zahl mithin, die verschwindend klein ist im Vergleich zu der Anzahl der Erwerbstätigen, die von zuhause aus arbeiten. Die Hans Böckler-Stiftung sagt hierzu „16 Prozent der Befragten in unserer repräsentativen Befragung unter Beschäftigten arbeiten) überwiegend oder ausschließlich zu Hause. Weitere 17 Prozent gaben an, abwechselnd im Betrieb oder zu Hause zu arbeiten.“ In absoluten Zahlen ausgedrückt sind dies insgesamt etwa 13 Mio. Menschen und ein Drittel der Beschäftigten.

Da fragt sich, auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen werden für große und stattliche Neubauten von Bürohochtürmen. Vermutlich wird der sich weiter entwickelnde Trend zumindest bei sogenannten Wissensarbeitern und solchen, die ihre Jobs online machen können, dazu führen, dass von vier Arbeitssettings aus gearbeitet wird: WFH, COS, Office, Mobile., weniger jeweils substitutiv also nicht auschließlich, eher komplementär und im Wechsel.

Was treibt da der Berufszweig der Lehrer? „Alle wieder zurück in die Schulen“ lautet die Devise. Dies ist richtig und gut, denn gerade Kinder und Jugendliche brauchen für ihr Wohlergehen den persönlichen FacetoFace-Kontakt zu den Gleichaltrigen. Haben da die Evangelisten und Apologeten des Digitalen mit ihren begeisterten Beiträgen zu Apps und Verfahren noch etwas zu verkünden? Wohl weniger. Schade nur, dass das Twitter-Lehrerzimmer keinen Zähler hat für die Menge der diesbezüglichen Meldungen. Eines zeichnet sich aber ab: es wird zu einer situationsgemäßen Abkehr von Videokonferenzen und -kursen kommen. Gut möglich, dass die mit großem Aufwand erworbenen Laptops, Tablets und andere Endgeräte ihrer technischen Obsolenz entgegen stauben in Regalen und Lehrerzimmerschränken. Grund hierfür ist der fehlende empirische Beleg einer pädagogischen Wirkung (neben immanenter Statik des Systems, fehlender Verbindlichkeit und Umgangskompetenz). Lassen sich denn tatsächlich Fächer wie Musik, Kunst, Sport, Sprachen, Mathematik und Naturwissenschften besser oder teilweise digital gestützt vermitteln? Haben Pädagogen mit Fächern wie Deutsch und Sozialwissenschaften eine hohe „Bubble“-Wirkung? Zur ersten Frage: Ja, zur zweiten ebenfalls Zustimmung.

Messen solte man in ein, zwei Jahren auf verlässlicher Datengrundlage zumindest den zeitlichen Einsatz von digital basierten Methoden im Schulunterricht. Das Dickschiff Schule wird vermutlich noch einige Jahrzehnte benötigen, bis es begriffen und umgesetzt hat, was digitale Verfahren im Wissenserwerb bewirken können und wie wenig zukünftig ‚Vorratswissen‘ benötigt wird.

Abschauen kann sich die Lehrerschaft von ‚New Work‘ folgende Elemente:

  1. Zahlen und Empirie – Erstaunlich ist, wie wenig Zahlenwerke eingesetzt und unter Lehrern ausgetauscht werden zur systematisierten Beurteilung von Schülern im Gespräch mit Kollegen. Es mag sich verwegen anhören, aber da lohnt sich ein Blick auf …. ja, das Product Management mit seinen KPIs.
  2. Kollaboration: es ist ein Unding, welcher Zeitaufwand in Schulen getroffen wird mit Abstimmungen und Informationsvermittlungen. Hier sollten Organisations- und Abstimmungsplattformen genutzt werden. Lehrer tauschen sich bestenfalls gelegentlich in der Pause oder kurz bei einer Konferenz über Schüler systematisiert aus. Hier sollten – ein Graus für Datenschützer – digitalisierte und detaillierte Erfasungen zu Arbeitsergebnissen und Lernverhalten festgehalten werden. Diese böten enorme Möglichkeiten zur Identifizierung von Lernfortschritten und Erkenntnisse über Unterrichtsverfahren, die wirken oder eben nicht. Ex Post-Betrachtungen des Erfolgs des Unterrichtens sind dem System Schule leider fremd. Oder schon mal gelesen von einer statistischen Nachverfolgung der Erwerbsbiografien von ehemaligen Schülern?
  3. Die meisten Schulen in Deutschland bieten nicht nur einen gräuslichen Anblick sondern sind auch nicht darauf angelegt, Unterrichtende zu animieren, sich dort außerhalb des Unterrichts und Pausen aufzuhalten. Es fehlt sehr häufig schlichtweg an Räumlichkeiten, wo man sich in Ruhe oder mit mehreren über die pädagogische Arbeit auszutauschen kann. Um das Ganze aufzuheitern: Wann kommt der Tischfußball neben dem Lehrerzimmer? Wann das modulare Arbeitsbüro?
  4. New Work bedeutet vor allem auch Informationstechnologie zu nutzen. Zwar stehen in Deutschlands Schulen mittlerweile und nach jahrelangen Anlaufschwierigkeiten Smartboards, PCs, Tablets und WLAN zur Verfügung. Die Beispiele dafür, wie wenig diese Hilfsmittel eingesetzt werden, sind Legende. PDFs und frontaler Beamer- oder Teamseinsatz sind weit verbreitet. Individulisiertes, interaktives und Mulitimedia-gestütztes Lernen sind – auch wegen eines zögerlichen Einsatzes der Schulbuchverlage – selten.

Blick in die Zukunft

Der Bedarf an Büroflächen und Schulen verläuft parallel zur demografischen Entwicklung. Laut einer Prognose der Kultusministerkonferenz wird sich die Zahl der Schüler insgesamt bis 2030 gegenüber 2019 von 10,8 Mio. um 986.700 (9,2 %) auf 11,7 Mio. erhöhen, wobei die Schülerzahl in den Stadtstaaten jedoch bis in 2030 um 15,1 Prozent wachsen wird. Diese Zahlen zur Einschätzung des Platzbedarfs im Bereich schulische Bildung. In diesem Sektor werden neue Formen des Arbeitens kaum zu erwarten sein. WFH ist traditionell weit verbreitet, für COS besteht kein Bedarf. Chancen können aber wie zuvor dargelegt durch den Einsatz neuer Arbeitsorganisationen entstehen, die sich an New Work-Verfahren orientieren.

Die Menge der Personen, die einer erwerbsmäßigen Tätigkeit nachgehen, wird laut einer Prognose des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bei einem Bevölkerungsanstieg bis 2030 um 690.000 Personen nur um 20.000 sinken. Allerdings beschleunigt die Coronakrise den Wandel der Arbeitswelt. Rund 6,5 Millionen Erwerbstätige werden sich bis 2030 erhebliche neue Fähigkeiten und Qualifikationen aneignen oder eine Umschulung machen müssen, wie eine neue Studie des McKinsey Global Institute (MGI) zeigt.

Weitere vier Millionen Menschen müssen sich mit einem Berufswechsel anfreunden. Insgesamt sind in den kommenden zehn Jahren in Deutschland also rund 10,5 Millionen Berufstätige betroffen – 900.000 mehr als in Projektionen vor Ausbruch der Pandemie. Insgesamt geht es hier um etwa jeden vierten Arbeitstätigen.

Ursachen für den Wandel lauten Digital- und Robotisierung von Arbeitsabläufen. Da damit neue Berufsformen entstehen und diese wie bereits in den letzten Jahren erfahren gut in alternative Arbeitsörtlichkeiten wie COS und WFH funktionieren, ist mit einem Rückgang an Büroflächenbedarf herkömmlicher Form zu rechnen.

Was sich geändert hat. sprout 24
Homeoffice oben gefolgt von COS

Der Autor, Helmut Poppe, arbeitete in einem internationalen Medienkonzern als New Media-Leiter (damals „Plurimedia“ genannt), als Geschäftsführer eines europaweiten Marktforschungsunternehmens und im staatlichen Auftrag als Verantwortlicher für die Implementierung von digital getriebenen Lern- und Lehrformen.

Hier sein Artikel zu den acht Hürden des digitalen Wandels in Schulen.

Der Autor, Helmut Poppe, „Gewisse Urlaubsorte bieten spezielle Coworking-Optionen …“

Gute Nachrichten für lokale Radio-Vertriebsmitarbeiter

Lokale Medienvertreter werden in einem positiven Licht gesehen, weil sie sich um lokale Unternehmen kümmern. Das ist eines der Ergebnisse einer neuen Umfrage von Borrell & Associates unter 2.811 Unternehmen. Der Bericht zeigt detailliert auf, wie lokale Unternehmen ihre Marketingbudgets umschichten und welchen Platz das Radio in dieser Gleichung einnimmt.

Im Durchschnitt geben lokale Unternehmen 5 % ihrer Bruttoeinnahmen für Werbung aus. 30 % der 2.811 befragten Unternehmen planen eine Erhöhung ihrer Budgets, 46 % experimentieren mit neuen Plattformen. Der digitale Bereich dominiert weiterhin und ein Ende des Wachstums der digitalen Ausgaben ist nicht in Sicht.

Speziell für Radio geben laut Borrell 39 % der 2.811 befragten Werbetreibenden an, im Jahr 2020 Geld für das Radio auszugeben, und 20 % planen, im Jahr 2021 mehr auszugeben. Damit liegt Radio auf Platz 4 der Borrell-„Tiefenkarte“, wobei Social Media die Liste anführt. Fast 60 % der befragten Werbetreibenden gaben Geld für soziale Medien aus und 47 % planen, mehr für diese Plattformen auszugeben.

46 % der befragten Unternehmen gaben an, dass sie eine Selbstbedienungsmethode für den Kauf von Werbung ausprobiert haben, aber den Kauf über E-Mail bevorzugen. Borrell berichtet, dass Facebook aufgrund seiner Effektivität die wichtigste Social-Media-Plattform für lokale Unternehmen bleibt.

Borrell befragte zwischen April und Juni dieses Jahres 2.811 lokale Unternehmen zu mehr als 40 Fragen über Werbung und Marketing.

Quelle: RadioInk

„….46% have used a self-serve method of ad buying, but most prefer buying via email (Page 8)
➢ Facebook remains the top social media platform for use and effectiveness (Page 12)
➢ 56% of local advertisers use email marketing; average amount spent is $24,500 (Page 14)
➢ 5% of local advertisers are buying ads from Amazon (Page 12)
➢ Local media reps are seen in a positive light for caring about local businesses (Page 9)“

Schöne Darstellung einzelner Werbeträger, die in D so kaum zu erhalten sind.
Quelle: https://borrellassociates.com/

Dokus statt Magazine – das reicht bei weitem nicht

Warum gibt es eigentlich nur eine überschaubare Anzahl engagierter Medien in Deutschland, die sich um Meinungsbildung kümmern ohne in Populismus zu verfallen? Gerade Radios sind hier gefragt und hätten eine Chance, in einer Landschaft, in der Emotionen und Zeitbudgets in soziale Medien abwandern, Aufmerksamkeit rück zu erlangen und sich gleichzeitig in einem anbahnenden Meinungs- und Stimmungsumfeld neu zu positionieren.

Was tun Radiomacher im Wettbewerb mit den Netzanbietern? Genügen Kommentare, Magazine und Dokumentationen journalistisch aufbereitet alleine? Birgt das Format Talk nicht eine Chance, das Medium Radio wieder zu einem „Bookmark“-Lebensbegleiter werden zu lassen, Meinungsblasen aufzulösen, einem Generationenabriss entgegen zu wirken? Beispiele, wie das in anderen Ländern funktionieren kann, gibt es zuhauf. Warum steht da Deutschland hintenan?

In der Videocast-Serie #RadioSalesWeekly, die sich eigentlich eher mit Marketingfragen in Audio und Radio beschäftigt, nennt Christophe Montague, ehemaliger Deutschland-Chef von Radio Energy, als Grund die geschichtliche Vorbelastetheit des deutschen Radios. Den Machern sei die politische Wirksamkeit des Mediums auch zu brisant. Nun denn, vielleicht liegt es auch daran, dass neben einem Blick auf bestehende Erfolgskonzepte des Wettbewerbs der Leidensdruck noch nicht groß genug ist, eine gewisse Statik vorherrscht (an die 00er-Jahre der Printreaktionen auf die Webkonkurrenz sei erinnert) und Journalisten alleine das Thema nicht stemmen können?

Auszug aus einem Interview mit Manfred Krupp

https://www.dwdl.de/interviews/83743/hrintendant_an_magazinmacher_lasst_euch_doch_mal_drauf_ein/

„HR-Intendant an Magazinmacher: „Lasst euch doch mal drauf ein!“

Stecken Sie nicht in einem Widerspruch, wenn Sie einerseits für die Stärkung der Mediathek plädieren, aber andererseits das inhaltliche Engagement auf Drittplattformen wie YouTube sogar noch ausweiten?

In Summe weiten wir unser Engagement auf Drittplattformen nicht aus, sondern durchlaufen eher eine Konzentration aufs Wesentliche. Momentan ist eines unserer größten Projekte die Entwicklung einer Portfolio- und Distributionsstrategie. Wir müssen nicht mit jedem Produkt auf jeder Plattform vertreten sein. Früher hatten wir gerade mit Blick auf Social Media die Strategie „Lasst tausend Blumen blühen“. Inzwischen haben wir ungefähr die Hälfte unserer digitalen Produkte wieder eingestellt, darunter etliche Instagram- und Facebook-Profile einzelner Wellen oder Sendungen. Wir halten es für sinnvoller, wenn die Inhalte auf wenige starke Marken wie etwa die „Hessenschau“ oder überregional die „Tagesschau“ einzahlen. Außerdem ist jetzt die nächste Stufe erreicht, wo es insgesamt stärker darum gehen muss, wie wir die Nutzerinnen und Nutzer von Drittplattformen auf unsere eigenen Plattformen zurückleiten.“

Que peuvent apprendre les écoles de la transformation numérique dans les entreprises ?

Communiqué de presse Francfort Juillet 2021

Helmut Poppe, expert en médias de Königstein, et des entreprises locales donnent des conseils

Francfort-sur-le-Main. Königstein. Kronberg. Sulzbach. Schwalbach. La pandémie de Corona a accéléré la numérisation de l’enseignement et des entreprises. Que peuvent apprendre les écoles des entreprises dans ce processus de transformation ?

Helmut Poppe, expert en médias et ancien directeur du Centre des médias du Main-Taunus, a abordé cette question lors d’un événement numérique organisé par le réseau SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus. Il a modéré l’échange et expliqué aux enseignants participants pourquoi il est utile d’élargir la vision au monde de l’entreprise. „Les entreprises connaissent certaines procédures d’interdisciplinarité et d’orientation vers les problèmes qui peuvent aider les écoles“, a déclaré M. Poppe. Des représentants d’entreprises locales de différents secteurs ont montré comment des techniques de travail et des structures concrètes autour de la numérisation peuvent être transférées aux écoles et aux cours.

„Il s’agit de développer des compétences dans toutes les matières et de se positionner largement, car c’est là que les entreprises sont fortes. Nous devons soutenir les enseignants sur le thème de la formation continue. Les écoles devraient examiner la division du travail et des tâches dans l’économie. On ne peut pas tout déverser sur les enseignants“, explique le Dr Hellen Fitsch, responsable de la citoyenneté d’entreprise chez Accenture Allemagne, un cabinet de conseil mondial pour la numérisation et la transformation des entreprises basé à Kronberg im Taunus.

„Chaque école a besoin d’un directeur de la technologie formé, d’un budget par habitant librement disponible et d’une liberté d’action absolue. C’est la seule façon de faire émerger l’innovation“, a déclaré Paul Martin, PDG de la start-up et société de services informatiques Vertical GmbH, basée à Sulzbach. „L’économie planifiée numérique ne fonctionne pas. La décision centrale est actuellement trop éloignée de la pratique. La responsabilité incombe à la direction des écoles, pas au niveau de l’État ou du district“, a exigé M. Martin. En outre, a-t-il ajouté, le génie logiciel doit être introduit comme une matière scolaire distincte dans tous les emplois du temps, car cette compétence est un „must“ dans le monde du travail de demain.

„À ce jour, il n’existe pas de dossiers électroniques des élèves, ce qui fait perdre un temps de travail précieux aux enseignants. Au lieu de changer constamment d’outils, les écoles ont besoin d’une plateforme stable. Les enseignants sont mal formés et largement laissés à eux-mêmes en matière de numérisation“, ajoute Stefan Trauth, directeur général de la société de services de mobilité Goyago GmbH à Schwalbach am Taunus.

Marina Weiland est assistante de recherche au centre de recherche „Future Aging“ de l’université des sciences appliquées de Francfort. Le développement des technologies d’assistance et des services assistés par la technologie dans le secteur de la santé y est avancé. „On apprend rapidement à utiliser un logiciel, mais l’esprit critique se développe plus lentement. Nous devrions toujours considérer les nouvelles technologies d’un point de vue éthique. Il faut des phases de réflexion pour pouvoir se faire une opinion sur le sujet“, explique M. Weiland.

A propos de SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus :

SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus est un groupe de travail volontaire d’enseignants de Francfort-sur-le-Main, du Hochtaunuskreis et du Main-Taunus-Kreis. Le réseau constitue une interface entre les écoles et les entreprises de la région. L’objectif est de donner aux enseignants un aperçu pratique des contextes économiques et de les aider à planifier leurs cours.

Cliquez ici pour l’enregistrement de l’intervenante Valérie BON – chargée d’information-Animatrice ERIP Technowest – dans la conférence Zoom „Quelles sont les attentes des entreprises … …“.

L’événement en entier et son contexte sont décrits en détail dans un article complet ici (avec vidéo qui dirige vers replay).

La vidéo (vs allemande)

Avancez jusqu’au début du séminaire qui commence à environ 10 minutes. L’événement et son contexte sont décrits en détail dans un article ici.

Medienmacht – Medienausbildung

Medienberater und Medienplaner und alle, die mit Medien zu tun haben, müssen immer das digitale Umfeld im Auge haben. Klar.

#RadioSalesWeekly zeigt in welchem Umfang digitale Anbieter Werbegelder abschöpfen. Darunter leiden spürbar hiesige Anbieter.
Für Mediaberater gibt es keine spezielle Ausbildung. Das Personal rekrutiert sich aus umliegenden Berufsfeldern.

#RadioSalesWeekly: Alexander Zeitelhack und Andreas Sprengart, nennen Voraussetzungen und Karrieremöglichkeiten.
Nicht nur ein Lesemuss für die #Arbeitsagentur#Berufenet.
Zu dem Video geht es hier.
https://youtu.be/I5eYWqBEb8E

Was können Schulen vom digitalen Wandel in Unternehmen lernen?

Pressemitteilung                                                                                 Im Juli 2021

Königsteiner Medienexperte Helmut Poppe und heimische Betriebe geben Tipps

Frankfurt am Main. Königstein. Kronberg. Sulzbach. Schwalbach. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung sowohl in der Bildung als auch in der Wirtschaft beschleunigt. Was können Schulen bei diesem Transformationsprozess von den Unternehmen lernen?

Helmut Poppe, Medienexperte und ehemaliger Leiter des Medienzentrums Main-Taunus, ist auf diese Fragestellung bei einer digitalen Veranstaltung des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus eingegangen. Er moderierte den Austausch und erläuterte den teilnehmenden Lehrkräfte, warum es sich lohnt den Blick auf die Wirtschaftswelt zu weiten. „Die Wirtschaft kennt einige Verfahren zur Interdisziplinarität und Problemorientierung, die Schulen helfen können“, sagte Poppe. Heimische Unternehmensvertreter aus verschiedenen Branchen zeigten, welche konkreten Arbeitstechniken und Strukturen rund um die Digitalisierung sich auf die Schule und den Unterricht übertragen lassen.

„Es geht darum, Kompetenzen fächerübergreifend aufzubauen und sich breit aufzustellen, denn darin sind die Unternehmen stark. Wir müssen die Lehrer beim Thema Weiterbildung unterstützen. Die Schulen sollten sich die Arbeits- und Aufgabenteilung in der Wirtschaft angucken. Man darf nicht alles auf die Lehrkräfte abladen“, erklärte Dr. Hellen Fitsch, Führungskraft im Bereich „Corporate Citizenship“ bei Accenture Deutschland, einem weltweit tätigen Beratungsunternehmen für Digitalisierung und Business Transformation mit Sitz in Kronberg im Taunus.

„Jede Schule braucht einen ausgebildeten Chief Technology Officer, ein frei verfügbares Pro-Kopf-Budget und absolute Handlungsfreiheit. Nur so wird Innovation entstehen“, meinte Paul Martin, Geschäftsführer des Sulzbacher Start-Ups und IT-Dienstleistungsunternehmens Vertical GmbH. „Digitale Planwirtschaft funktioniert nicht. Die zentrale Entscheidung liegt derzeit zu weit weg von der Praxis. Die Verantwortung gehört in das Direktorat der Schulen, nicht auf Landes- oder Kreisebene“, forderte Martin. Außerdem müsse Software-Engineering als eigenes Schulfach auf jeden Stundenplan eingeführt werden, denn diese Fähigkeit sei in der Arbeitswelt der Zukunft ein „Must-have“.

„Bis heute gibt es keine elektronischen Schülerakten, dadurch wird wertvolle Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer verschwendet. Statt ständig wechselnder Tools brauchen die Schulen eine stabile Plattform. Die Lehrkräfte werden schlecht geschult und bei der Digitalisierung größtenteils allein gelassen“, ergänzte Stefan Trauth, Geschäftsführer des Mobilitätsdienstleistungsunternehmens Goyago GmbH in Schwalbach am Taunus.

Marina Weiland ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum „Future Aging“ der Frankfurt University of Applied Sciences. Dort wird die Entwicklung assistiver Technologien und technikgestützter Dienstleistungen im Gesundheitsbereich vorangetrieben. „Den Umgang mit Software lernt man schnell, kritisches Denken hingegen entwickelt sich langsamer. Wir sollten die neuen Technologien auch immer unter ethischen Aspekten sehen. Es braucht Phasen zum Reflektieren, damit man sich eine Meinung darüber bilden kann“, so Weiland.

Über SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus:

SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft von Lehrerinnen und Lehrern in Frankfurt am Main, im Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis. Das Netzwerk bildet eine Schnittstelle zwischen den Schulen und Betrieben in der Region. Ziel ist es, den Lehrkräften praxisbezogene Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge und Unterstützung für die Unterrichtsgestaltung zu geben.

Hier geht es zu dem vollen Mitschnitt der Zoom-Konferenz „Was kann Schule lernen …“

Sie können mittenrein schauen. der eigetliche Start ist etwa bei 10 Minuten. Die Veranstaltung und ihre Hintergründe werden in einem umfangreichen Artikel hier detailliert beschrieben.

Kommunikation und Lernen in Betrieben und anderen Organisationseinheiten

Slack und Teams befinden sich gerade in einem Kollisionskurs. Der Büro­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­t Slack wird wohl demnächst von dem Softwareanbieter Salesforce.com übernommen. Beide haben einen gemein­sa­men und ungleich größe­ren Gegner, nämlich Microsoft mit Teams. Hinzu kommt auch Zoom, mit einer 1/1-Lösung von Bespre­chun­gen in der virtu­el­len Welt. MS Teams spielt den Vorteil aus, das weit verbreitete Office-Paket integriert zu haben. Allen US-Abietern gemeinsam ist, dass Inhalte und die Kommunikation auf Servern abgelegt sind außerhalb Deutschland.

Zwei wesentliche Elemente führen zu einem Erfolg solcher Plattformen: die Verbindlichkeit der Teilnahme durch die Mitarbeiter und eine „Durchstrukturierung“ der Unternehmensabläufe. Denn nur über eine Automatisierung von wiederkehrenden Routinen, über eine Definition von Schnittstellen und mit leicht bedienbaren Kommunikationsplattformen lassen sich Optimierungen realisieren. Diese drücken sich u.a. aus in eine günstigere Zeitallokation von Ressourcen. Wissensarbeiter stecken nämlich verbreitet nur ein Drittel ihrer Zeit in ihre Kernaufgabe.

Interessant ist auch, dass Slack eine neue Audio-Funk­ti­on „Hudd­les“ vorge­stellt hat, die spon­ta­ne und zwang­lo­se Gesprä­che ermög­li­chen soll, so wie wenn jemand am Schreib­tisch eines Kolle­gen vorbeikommt. Da kommt wieder der soziale Aspekt in den Fokus, haben doch die meisten Videokonferenzler festgestellt, dass gute Informationen abseits des formellen Calls vorab, danach oder im Chat laufen. Hier schließt sich übrigens der Kreis zu Audio: Radio Gong stellte auf #LRF21 kürzlich eine Lösung für Unternehmensradios vor. Corporate Radio, ein Angebot, das nicht nur in Pandemiezeiten seine Berechtigung hat.

Wie man weit verbreitet sieht, entwickeln Unternehmen als lernende Einheiten eigene Plattformen oder mieten diese, stellen Lernorte online bereit, entwickeln oder kaufen spezielle Didaktik mit spezifischen Inhalten und Lernzielen.

Zu teams, salesforce, adobe und bitrix24 gesellt sich nun auch ein deutscher Anbieter mit SDUI: gerade (?) Bildungseinrichtungen benötigen funktionierende Kommunikation und gutes Projektmanagement.

SDUI aus der deutschen ‚Provinz‘ in Koblenz vernetzt mit einer App Akteure in Schulen und Kitas, optimiert die Kommunikation und will den Digitalisierungsprozess langfristig erfolgreich gestalten. Nach Angaben des Anbieters sind bereits 2.500 Schulen und Kitas dabei. Zu den Investoren gehören das Land Rheinland-Pfalz mit seiner Förderbank ISB sowie der High-Tech Gründerfonds, dessen größter Fondsinvestor das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist. Nach SDUI-Angaben wird deren Angebot von ganzen Städten und Landkreisen als Standard für DSGVO-konforme Schulkommunikation eingesetzt.

Bleibt abzuwarten, ob das sicherlich gut dargestellte Angebot der Koblenzer in dem eher dysfunktionalen Umfeld Schule ankommt. Alleine schon wegen der DSGVO-Konformität stehen die Chancen eher gut.

Boss, I need more money

Even if information about one’s own salary is one of the best-kept secrets in Germany, with a little effort it is possible to get an overview of what figures the dear colleagues in the various fields of work in the media and radio industry see on their pay slips every month.

It does not have to be always the Intendant of a Germany public providers both TV and radio whose stately emoluments range according to controlling instutute KEF between 250,000 to scarcely 400,000 ? per year plus nice pension claims and extra benefits. Given such income you can look in a relaxed mode into the future.

In comparison, the ’standard employee‘ in the whole range (all figures in €) in radio:

Editorial Young editor 2,550. editor 3,200 to 4,300.

Speaker Morning-Host 5,000 to 5,500.

Other presenter afternoon 4,400.

Radio and sound technician 3,500.

Dispatch 2,800 rookie to 3,500.

Technical Manager 5,500

Digital Media 3,600

Sales/advertising field service monthly fluctuating with 1,800 fixed salary and 6 percent commission. During Corona crisis 3.500 – 4.800.

Outside Corona 1,000 fixed salary and 7 percent commission and special allowances for system sales up to 1,000 per sales week.

Previous years 2,800. minimum during worst month such as August and in the best months of October or December up to 11,000 €.

Average in sales: 65,000 annual salary but also up to 80,000.

Dispatching/scheduling 2.800 beginners to 3.500.

(Anonymized data from various providers)

The salary sizes mentioned differently on the Gehalt.de platform for radio presenters depending on the region can be explained by the economic situation of the respective federal state and the position of private providers there. The ranking by federal state in which the most is paid in the radio industry: Hesse, Baden-Württemberg, Hamburg, Bavaria, North Rhine-Westphalia.

 The composition of the owner companies also plays an important role. Those with historically retained stakeholders from the print industry generally offer higher salaries.

Salary radio presenter (source gehaltsvergleich.com), entry-level basis, no personnel responsibility, FH degree.

Germany: € 2,582 € 3,249

Baden-Württemberg € 2,859 3,599

Bavaria € 2,686 3,314

Berlin 2,402 € 3,024

Hesse (Frankfurt region) € 2,807 3,431

North Rhine-Westphalia 2,448 € 3,088

Rhineland-Palatinate 3,025 Saxony 2,184 € 2,803 € 4,327

Thuringia 2,100 € 2,642

Analogous to the Michael Page breakdown for radio in ‚upscale‚ sales and national key accounting, following estimates are likely (numbers in €):

National sales: german Nielsen in regions without HR responsibility monthly Fix: 4,500 to 6,000., commission share 1000 to 5000.

Germany-wide with HR responsibility Fix: 6.000 to 8.000.

Success share: 2.000 to 3.000.

Radio pioneer and lecturer at XU University Potsdam, Alexander Zeitelhack‘s comment: „Now, where possible inflationary price developments are to be still hardly noticed, a strategy of employees could read, with the employer a salary plus of some per cent to demand. According to the motto „in a few years it will be much more expensive.“ In addition, employers state that the radio industry has become less attractive, which means that there is less competition among new entrants. A voice on this from the Nuremberg area says, „As in soccer, the big salaries are no longer presentable.“

One trend – which in turn contradicts sentiment from the automotive and manufacturing industries, which intend to pay more – is that those radio managers in charge are less willing to pay more, this as a result of the pandemic. Bad chance for the media industry. Especially benchmarked with salaries of former work students, who are making in real estate, software and electronics industry already in young years 70,000 up to 100,000 € annual income. Good for the one who additionally has low real estate costs in a less central region.

Andreas Sprengart, management of Antenne Kaiserlautern, recommends to think about whether it is worthwhile to emigrate to another region with a significantly higher cost of living. „A hard-working and high-quality employee also earns good money in supposedly weaker regions.“

Michael Page, salary study for comparison

So good for him or her who has been working for a long time, preferably at a print-occupied provider consortium in radio, preferably in Germany states as NRW or Hesse, and manages to have a low cost of living. By the way, a good time to start seems to have been around 2010, as a list from France shows. There, too, after a sharp dip as a result of a recession around 2008/2009, there was a significant upturn.

Pic credits: markus-spiske

Chef, ich hätte gerne mehr Geld!

Auch wenn Angaben zum eigenen Gehalt zu den bestgehüteten Geheimnissen in Deutschland gehören, lässt sich mit ein wenig Aufwand ein Überblick verschaffen, welche Zahlen die lieben Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Medien- und Radiobrache monatlich auf ihrem Gehaltszettel sehen.

Es muss ja nicht immer der Intendant sein dessen oder deren stattliche Bezüge über die KEF zu erfahren sind und die zwischen 250.000 bis knapp 400.000 € im Jahr liegen zuzüglich netter Pensionsansprüche und Extraleistungen. Da lässt es sich schon ein weniger entspannter in die Zukunft schauen.

Im Vergleich dazu der ‚Normalschaffende‘ in der ganzen Spannbreite:

Redaktion- Jungredakteur 2.550. Redakteur 3.200 bis 4.300.

Moderation/Sprecher Morning-Host 5.000 bis 5.500.

Andere Moderation Nachmittag 4.400.

Funk- und Tontechniker 3.500

Disposition 2.800 Anfänger bis 3.500.

Technischer Leiter 5.500

Digital Media          3.600

Vertrieb/Werbung Außendienst monatlich schwankend

mit 1.800.- Fixum und 6 Prozent Provision. In der Corona Krise
3.500 – 4.800.

Außerhalb Corona  1.000 Fixum und 7 Prozent Provision und Sonderzulagen bei Systemverkauf bis 1000.- Zulage pro Verkaufswoche.
Vorjahre 2.800. Minimum also schlechtester Monat wie zum Beispiel im August und in den besten Monaten Oktober oder Dezember bis zu 11.000 €.
Durchschnitt im Vertrieb: 65.000 Jahresgehalt aber auch bis 80.000.-

Disposition 2.800 Anfänger bis 3.500.

(Anonymisierte Angaben verschiedener Anbieter)

Die auf der Plattform Gehalt.de für Radiomoderatoren je nach Region unterschiedlich genannten Gehaltsgrößen erklären sich durch die wirtschaftliche Lage des jeweiligen Bundeslandes und der Stellung der Privatanbieter dort. Das Ranking nach Bundesländern, in denen in der Radiobranche am meisten gezahlt wird: Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg, Bayern, Nordrhein-Westfalen.

 Eine wesentliche Rolle spielt auch die Zusammensetzung der Eigentümergesellschaften. Solche mit historisch beibehaltenen Stakeholdern aus der Printbranche bieten im Allgemeinen höhere Gehälter.

Gehalt Radiomoderator (Quelle gehaltsvergleich.com), Basis Einsteiger, keine Personalverantwortung, FH-Abschluss.
Deutschland: 2.582 € 3.249

Baden-Württemberg 2.859 € 3.599

Bayern 2.686 € 3.314

Berlin 2.402 € 3.024
Hessen 2.807 € 3.431

Nordrhein-Westfalen 2.448 € 3.088 €

Rheinland-Pfalz 3.025 Sachsen 2.184 € 2.803 € 4.327

Thüringen 2.100 € 2.642

Analog der Aufstellung Michael Page für Radio im ‚gehobenen‘ Vertrieb sind folgende Einschätzungen wahrscheinlich:

Nationaler Verkauf: Nielsenverkauf ohne Personalverantwortung monatlich Fix: 4.500 bis 6.000.,  Provisionsanteil 1000 bis 5000
Deutschlandweit mit Personalverantwortung Fix: 6.000 bis 8.000
Erfolgsanteil: 2.000 bis 3.000.

Radiopionier und Dezent an der XU-University Potsdam, Alexander Zeitelhack meint hierzu: „Jetzt, wo mögliche inflationäre Preisentwicklungen noch kaum zu merken sind, könnte eine Strategie von Angestellten lauten, beim Arbeitgeber ein Gehaltsplus von einigen Prozent einzufordern. Nach dem Motto „in einigen Jahren wird es wesentlich teurer.“ Hinzukommt, dass die Radiobranche nach Angabe von Arbeitgebern an Attraktivität verloren haben hat, was bedeutet, dass weniger Wettbewerb unter Neueinsteigern herrscht. Eine Stimme dazu aus dem Nürnberger Raum: „Wie im Fußball sind die großen Gehälter nicht mehr darstellbar.“

Eine Tendenz – diese wiederum widerspricht Stimmungsbildern aus der Auto- und aus Fertigungsbranchen, die beabsichtigen mehr zu zahlen – lautet, dass Verantwortliche im Radio weniger bereit sind, mehr zu entlöhnen, dies als Folge der Pandemie. Schlecht also eher für die Medienbranche. Vor allem wenn man sich an den Gehältern ehemalige Werksstudenten orientiert, die in der Immobilien-, Software- und Elektronikbranche schon in jungen Jahren bei 70.000 bis 100.000 € Jahreseinkommen liegen. Wohl dem, der dann noch zusätzlich in einer weniger zentralen Region niedrige Immobilienkosten hat.

Andreas Sprengart, Geschäftsführung von Antenne Kaiserlautern, empfiehlt darüber nachzudenken, ob es sich lohnt, in eine andere Region auszuwandern mit deutlich höheren Lebenskosten. „Ein fleißiger und qualitativ hochstehender Mitarbeiter verdient auch gutes Geld in vermeintlich schwächeren Regionen.“

Michael Page, Gehaltsstudie zum Vergleich

Wohl dem also, der oder die seit langem möglichst bei einem Printbesetzten Anbieterkonsortium im Radio, möglichst in NRW oder Hessen arbeitet und es schafft, niedrige Lebenshaltungskosten zu haben. Ein zeitlich guter Einstieg scheint übrigens um das Jahr 2010 gewesen zu sein wie eine Aufstellung aus Frankreich zeigt. Auch dort ging es nach einem scharfen Knick infolge einer Rezession um 2008/2009 wieder deutlich nach oben.