Zuversicht und positive Dinge im Radio. Programme und die Werbung …

Was ist dran: Publikum hat es satt, immer nur Katastrophenmeldungen und schlechte Nachrichten zu hören?
Wir fragen zwei Anbieter zu ihren Programmstrategien, zur Machart, Platzierung und ja … auch nach ihrer Meinung zu Sonderrabatten für Optimismus ausstrahlende Radiospots.

Jan Herold, Chef von munich.fm und Fabien Berthelot, Hédoniaradio.fr Ganz nebenbei Künstliche Intelligenz in der Werbeproduktion, ein Beispiel.

Confiance et des choses positives à la radio. Les programmes et la publicité …

C’est vrai : le public en a assez de n’entendre que des informations catastrophiques et des mauvaises nouvelles ?
Nous interrogeons deux radios sur leurs stratégies de programmes, sur la manière de les réaliser, sur leur placement et oui … nous demandons aussi leur avis sur les rabais spéciaux pour les spots radio qui diffusent de l’optimisme.

Jan Herold, directeur de munich.fm et Fabien Berthelot, Hédoniaradio.fr. Au passage, l’intelligence artificielle dans la production publicitaire, un exemple.

Is that true: the public is tired of hearing only disaster reports and bad news?

We ask two stations, one from southern Germany and another in France. Hédonia Radio and Munich FM tell us their programming strategies and also answer the question about their dedicated optimistic offers, about placement and yes … also about special discounts for radio spots broadcasting optimism.

Hier die übersetzten Transkripte

https://drive.google.com/drive/folders/1eRNlRpMnJm2majB8iVrSSw9hs4VZzTTp?usp=sharing

Das Radio House – ein Omni Channel Anbieter für die gesamte Mediengattung

RadioSalesWeekly No. 98

The Podcast & RadioHouse – House of Radio and Podcast is a space dedicated to the audio, radio and podcast sector. It brings together in a 200 m2 space stations, businesses, a radio and podcast studio, speaks and recording booths. It welcomes players from the media industry in the form of monthly, quarterly or annual residences. ^Large offer for audio and radio in one house – exemplary. For the genre and the entire audio universe. A challenge for agencies, recording studios, marketers with portfolio interests? https://www.radiohouse.fr/en/nos-offres – subtitles click on – EN – D – Frz
Transcript in German language available here at the end of page.

Click here to watch interview with managing director Philippe Chapot.

Was bringt ein Blick nach Frankreich wenn es um Trends und Services für Radio & Audio geht?

Mit einer wesentlich höheren Anzahl von Radioanbietern – wobei ein erheblicher Anteil aus sogenannten Radio Associatives und Lokalradios stammt – als in Deutschland (ca. 1.500 vs. ca. 600 über FM für D), einen deutlich höheren Anteil von Talk Radios und dem Phänomen des Bestehens von 4 nationalen Sendern, die teilweise ausschließlich das Format Talk bedienen, lassen sich Programmtrends und neue Services bei unseren Nachbarn erkennen. Entscheider, die sich dort Entwicklungen sehen, diese verstehen und in der Lage sind umzusetzen, haben einen eindeutigen strategischen Vorteil in einer deutschen Radiolandschaft , die nach wie vor nicht nur im Privatfunk auf das alte Muster „Werbung, 2 Titel, Geplauder, 2 Titel, Verkehr, Nachrichten, Wetter, 2 Titel …“ setzen. Dies aus der häufig genannten Befürchtung Viertelstundenreichweiten zu verlieren. Solche Formate werden in der Zukunft immer weniger Hörer finden, ein Grund hierfür sind in anderen attraktiven Musikangeboten und vor allem in fehlender Interaktion zu suchen. Gerade bei jungen Bevölkerungsgruppen läuft das Medium Radio Gefahr, im Wettbewerb mit Social Media im Zeitbudget und bei der emotionalen Bidung zu verlieren. Was bereits der Fall ist.
Französische Anbieter gehen da mittlerweile andere Wege nicht nur in einer wesentlich abwechslungsreicheren Programmgestaltung. Es kommen hinzu Anbieter mit innovativen Dienstleistungsportfolios, wie es das RadioHouse betreibt. Helmut Poppe, Betreiber des Formats #RadioSalesWeekly, befragte den Geschäftsführer des RadioHouse Philippe Chapot mit welchen Angeboten aus Technik, Branchemedien und Events sowie bei der Produktion Radio- und Audioanbietern hilft. Er sieht den Erfolg französischer Sender auch darin begründet, dass es anders als bei den linksrheinischen bisher keine nationalen kommerziellen Anbieter gibt. Er geht dabei auf die Rolle von DABplus ein. Das RadioHouse versteht sich als „Fédérateur“ von Radios, und im Rahmen dieses selbst gesetzten Auftrags arbeitet er nicht nur Branchen-übergreifend sondern ist auch nicht fokussiert auf spezielle Vermarktungszugehörigkeiten. Ähnliche Angebote bestehen neuerdings teilweise auch im deutschen Markt bei der RTL-Gruppe, bei Funke, Regiocast und bei Audiotainment Südwest. Diesen ist es auch durchaus gelungen, unter anderem den einen oder anderen Printanbieter zu gewinnen für Dienstleistungen im Audiobereich, ein Hosting für ‚fremde‘ Radioanbieter, eine eigene Radiomesse, ein Print- oder Onlinemagazin wie auch eine Anmietung von Tonstudios bieten sie nicht.

Im Anschluss an die Transkripte interessante Analysen der beiden Rundfunksysteme kostenfrei: Finanzierung der Angebote, Werbeumsätze, Reichweiten, Personalstand, Programme, Gesellschafter, Adressen, Ansprechpartner …

Hier nachfolgend das Transkript in deutscher Sprache

Transcription française voir en bas de la page.

Lesen Sie am Ende dieses Beitrages umfangreiche Informationen zur französischen Radiolandschaft: Programme, Reichweiten, Umsätze .

More in depth information on the French radio landscape: programs, reach, revenues at the end of the article in english version.

Des informations supplémentaires sur le paysage radiophonique français : programmes, audience, recettes publicitaires à la fin de l’article en langue française.

Guten Tag, heute sind wir in Brive La Gaillarde im Südwesten des schönen Frankreichs. Wir unterhalten uns mit Philippe Chapot von Editions HF, der das Radio House betreibt. Vielen Dank, dass ich heute bei Ihnen sein darf, können sie uns bitte kurz sagen Philippe, was Sie so im Radio House treiben?

00:00:15 Sprecher 2

Unser Beruf besteht seit über 20 Jahren darin, die Akteure des Radios zu vereinen, sie bei Veranstaltungen zusammenzubringen und professionelle Publikationen zu erstellen, um sie über alles zu informieren, was in der Radiowelt passiert, über alle Aktivitäten. In Bezug auf das Digitale, aber auch die Entwicklung hin zum Podcast.

00:00:49

Und so veranstaltenwir jedes Jahr eine Messe, wir betreiben eine tägliche Nachrichtenseite und ein monatliches Magazin, das alle Fachleute über alles informiert, was in diesen Bereichen passiert, die sich ständig weiterentwickeln.

00:01:04 Sprecher 1

Also wenn ich das richtig verstanden habe, während meines Besuchs am Anfang, vermieten Sie da auch Räumlichkeiten und Technologie?

00:01:12 Sprecher 1

Wie läuft das ab, bitte?

00:01:13 Sprecher 1

Zu Beginn meines Besuchs habe ich gesehen, dass das RadioHouse auch Räumlichkeiten und Technik vermietet, so dass externe Programmanbieter ihre Programme vom RadioHouse aus gestalten und ausstrahlen können.

00:01:29 Sprecher 2

Also, das Radio House ist eigentlich ein Ort, in dem wir unsere Büros haben, und unser Ziel war es, auch eine Art Labor zu seinen, in dem wir mit Hilfe der gesamten Radioindustrie wechselnde Studios bieten können.

00:01:50 Sprecher 2

Und so haben wir den Bürgerradios vorgeschlagen, dass sie daran interessiert sein könnten, die Büros zu mieten, und so stellen wir Material, Ausrüstung, Fähigkeiten und alles, unser ganzes Kontaktnetz zur Verfügung, um sicherzustellen, dass sie dazu in der Lage sind.

00:02:10 Sprecher 2

Ihr Radio realisieren, es zu produzieren.

00:02:12 Sprecher 2

Radio und damit jede beliebiges (hinzugefügt audio)

00:02:13 Sprecher 2

Und heute kann man hierher kommen und kann seine Software einbringen, da wir uns auf VMs befinden, also auf virtuellen Servern, virtuellen Computern. Sie können schnell ihr Sendesystem installieren und auf Sendung gehen. Sie können es mieten?

00:02:27 Sprecher 2

Die….. .

00:02:28 Sprecher 2

Das Studio, sei es für den Audioteil, für den Videoteil, da wir hier Glasfaser haben, und das erlaubt uns tatsächlich, diesen Raum zu vermieten, die Ausrüstung zu vergemeinschaften und so zu machen (hinzugefügt für die Branche da zu sein.)

00:02:40 Sprecher 2

Die Präfektin des Departements Corrèze ist hier gewesen. Die vier (beherbergten) Radiosender haben das Signal übernommen, das wir gemacht hatten, wir hatten einen Youtube-Live-Stream auf der Website der Präfektur eingestellt, und wir können Radio und Video machen und das alles zusammenlegen, damit es auf so vielen Kanälen wie möglich ausgestrahlt werden kann, also jedes beliebige Radio und sogar ein großes Radio, ein Energie-Radio, ein RTL-Radio, wenn es das Bedürfnis hat, zu uns zu kommen.

00:03:07 Sprecher 1

Oh ja, ich sehe, das sucht zweifellos seinesgleichen.

….

00:03:12 Sprecher 1

Wenn ich das so sehe und Philippe redet von „assoziativen Radios“, was soviel heißt wie Verbands- oder unabhängige Radios. Wie ist … die

00:03:20 Sprecher 1

französische Radiolandschaft organisiert Philippe?

00:03:25 Sprecher 1

Können Sie in wenigen Worten beschreiben, wie die französische Radiolandschaft strukturiert, gemacht ist? In Frankreich gibt es, glaube ich, 4 Kategorien.

00:03:32 Sprecher 2

Also, es gibt mehr als mehr als 4 Kategorien, wir sind in Frankreich tatsächlich in 6 Kategorien unterteilt und es gibt die Kategorie A, die ungefähr 650 repräsentiert.

00:03:44 Sprecher 2

Das sind Anbieter, es sind echte Unternehmen, 650 Sender auf viel mehr Frequenzen, denn die privaten Radios haben insgesamt 6000 Frequenzen . Der öffentliche Dienst hat etwas mehr als 5.000 Frequenzen, es werden also insgesamt 11.000 Frequenzen genutzt, die Hälfte für den öffentlichen Dienst, die andere Hälfte für den privaten Dienst, also haben Sie die A-Kategorien, die insgesamt 650 sind.

00:04:03 Sprecher 2

Sogenannte „Gemeinschaftsradios“ (radios communitaires)

00:04:04 Sprecher 2

Also solche ohne kommerzielle Ziele, aber sie können immerhin 20% Werbung ausstrahlen. Ja, in Bezug auf ihren Umsatz, das ist also die Besonderheit von sogenannten Verbands-Radiosendern, sie erhalten Unterstützungsbeihilfen.

00:04:16 Sprecher 2

Aus Unterstützungsfonds, Mittel, die ihnen jedes Jahr vom Staat zur Verfügung gestellt werden.

00:04:20 Sprecher 2

Das ist also Kategorie A, dann haben Sie Kategorie B, das sind private kommerzielle Radios, private kommerzielle Radios, die in Bezug auf Werbung viel weiter gehen können. Es gibt keine Begrenzung, es gibt noch einige Begrenzungen, aber das sind kommerzielle Radios, in Frankreich gibt es davon etwa 250.

00:04:36 Sprecher 2

Wer, sie 

00:04:38 Sprecher 2

Es (handelt sich in etwa um das Gegenstück von deutschen) GmbHs, es sind also Unternehmen und keine Vereine, es gibt zwar ein paar Vereine in der Kategorie B, aber das sind Unternehmen, die da sind, um Geld zu verdienen und um Medien zu entwickeln, Werbung zu schalten, Partnerschaften einzugehen. Das sind also echte Unternehmer.

00:04:52 Sprecher 2

Also wo die Bürgerradios eher die „leidenschaftliche“ Seite, die Seite der Region, die Nähe in Übereinstimmung mit den, mit den, den Rathäusern, darstellt.

00:05:03 Sprecher 1

Und die Nummer 3?

00:05:04 Sprecher 2

Und Nummer 3, da haben Sie die Kategorie C-Radios, die lokale Sendegebiete haben. Das sind Radios der Kategorie D, das sind landesweite private Spartenradios, die in der Kategorie C kleine lokale Ausstrahlungen für eine Stunde, zwei Stunden, Fenster, Fenster, Fenster machen. Also Sie haben dann die Kategorie D, die ein nationales Spartenradio mit einem nationalen Programm produzieren.

00:05:24 Sprecher 2

Und da sind es etwas größere Unternehmen und die haben Werbebeschränkungen, die zwischen 9 und 15 min/h Werbung liegen. Ja, das ist die Kategorie. Dann haben Sie die Kategorien E, (…das ist das allgemeine Radio). Es gibt nur vier in Frankreich, RMC.

00:05:40 Sprecher 2

RTL. (eingefügt Sud Radio, Europe 1)

00:05:40 Sprecher 1

National mehr.

00:05:41 Sprecher 2

Voilà und dann haben Sie die Kategorie SP service public oder die Kategorie F, die alle Radiosender des öffentlichen Dienstes sind, die alle alle Radiosender Frankreichs sind.

00:05:50 Sprecher 1

France Inter.

00:05:54 Sprecher 2

France Inter, France Bleu und France Bleu natürlich, wer?

00:05:56 Sprecher 2

Sind Radiosender mit enrsprechenden Dienstleistungen.

00:05:59 Sprecher 1

Das heißt also, dass da auch ein Riesenunterschied bei den Werbeeinnahmen ist.

Lassen Sie uns über Umsätze sprechen, also die Radiosender, die öffentlich-rechtlichen.

00:06:09 Sprecherin 1

Sie machen einen. Sie machen ein Einkommen in der Größenordnung von 50.000.000 Euro pro Jahr. Das ist richtig, oder? Ist diese Zahl richtig?

00:06:15 Sprecher 3

Nein, nein, nein.

00:06:21 Sprecher 2

Ja, dann habe ich die Zahl nicht. Die Zahl im Kopf, aber die Werbeeinnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

00:06:27 Sprecher 2

Sind, da sind sind. (Eingefügt etwa 46 Mio. € pro Jahr)

00:06:28 Sprecher 2

Sind wichtig, aber sind nicht so umfangreich wie die Werbeeinnahmen der Radiosender. (Eingefügt: knapp 800 Mio. € Quelle bump)

00:06:32 Sprecher 2

Allgemein Privat, Radio ist immer noch ein Medium, das, das profitabel ist, auch wenn die Margen vor einigen Jahren eher bei 30 % lagen. Heute sind wir bei weniger, wir haben weniger Marge, aber wir nehmen zum Beispiel eine Gruppe wie die Indés Radios, die ein Werbeangebot von 130 Stationen der Kategorie B Ja, es ist also eine Gruppe, die von TF Werbung verkauft wird, die eine Werbeagentur ist. Sie setzen heute, etwa70.000.000 Euro um an Werbung.

00:07:04 Sprecher 1

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: die unabhängigen kleinen privaten Radios werden über TF1 einem mächtigen TV-Vermarkter vermarktet.

00:07:04 Sprecher 1

… und gerade mit den Nachrichten, die wir in den letzten Tagen hörten zum

00:07:09 Sprecher 1

Thema Merger, Bertelsmann und so weiter

00:07:12 Sprecher 2

Ja, das ist Fernsehen und Fernsehen.

00:07:13 Sprecher 1

Ich finde das.

00:07:14 Sprecher 1

Solch eine Allianz ‚Freie Radios‘ und Kommerz-TV ist schon außergewöhnlich.

00:07:24 Sprecher 2

Es wurde abgesagt, ja.

00:07:25 Sprecher 1

Es wurde aus ziemlich wettbewerbsorientierten, konkurrenzorientierten Gründen abgesagt. Ja, meine allerletzte Frage

00:07:25 Sprecher 1

Es wurde aus ziemlich wettbewerbsorientierten, wettbewerbsorientierten Gründen abgesagt (Merger Bertelsmann, TF1) Ja, meine allerletzte Frage

Meine allerletzte Frage. Was

00:07:35 Sprecher 1

Was könnten deutsche Sender von französischen Radios lernen?

00:07:47 Sprecher 2

Also, der Unterschied zwischen der deutschen und der französischen Landschaft, auch wenn sich das durch DBplus geändert hat …

00:07:55 Sprecher 2

Es ist die Tatsache, dass dort (in Deutschland) der Rundfunk nach Bundesländern organisiert ist und funktioniert und.

00:08:01 Sprecher 2

Und. Und ich denke, dass das Geschäftsmodell, das von Jean-Éric Valli für Indés Radios eingeführt wurde und meiner Meinung nach ziemlich interessant ist.

00:08:09 Sprecher 2

Gerade weil Sie Marktführer haben, dann vor einem Jahr ein nationaler Markt mit dem DB plus, aber.

00:08:14 Sprecher 2

Es sind immer noch die Bundesländer, die also der Vorteil ist, dass man eigentlich viele Radiosender, die in vielen kleinen Regionen sind, vereinen und machen kann.

00:08:24 Sprecher 2

Ein Gewicht heute in den Radios wiegt so viel wie ein RTL oder ein France Inter, das heißt ein Radio, das, das, das. Es sind 130 Radiosender, die.

00:08:32 Sprecher 3

Zählen als eine. (gemeint ist die kumulierte Reichweiten der Indés im Vergleich zu etablierten kommerziellen Sendergruppen)

00:08:33 Sprecher 2

Und das, die haben eine Meisterleistung erbracht, weil sie.

00:08:36 Sprecher 2

In den Einschaltquoten schaffen sie es, eine Linie und Indé-Radios zu haben, neben großen Radiosendern also haben sie genauso viele Einschaltquoten wie RTL.

00:08:43 Sprecher 2

Oder als, na ja, die.

00:08:44 Sprecher 1

Ich werde Sie.

00:08:44 Sprecher 1

Etwas sagen, das ist ein nicht ganz korrekte Beurteilung, weil es tatsächlich nationale Angebote gibt in Deutschland, die von drei Vermarktern betrieben werden.

00:08:55 Sprecher 1

00:08:57 Sprecher 1

Die nationale Werbung ausstrahlen. Das ist die RMS, das ist die ARD media, das sind (eingefügt: noch in 2022 zumeist die öffentlich-rechtlichen Sender) und studio gong und vielleicht noch andere Gruppen, das heißt, das sind die Unternehmen, die nationale Werbung ausstrahlen, (Text nach Interview hinzugefügt: Sie haben aber Recht, es gibt keine nationalen Marken von Privatradios in Deutschland).

Meine allerletzte Frage: ….

00:09:25 Sprecher 1

Es gibt in Frankreich viele Talk Radios.

00:09:34 Sprecher 1

00:09:29 Sprecher 1

Bei uns sehr wenige

00:09:34 Sprecher 1

Im Grunde zwei nationale.

00:09:38 Sprecher 1

Zwei öffentlich-rechtliche Anbieter , die nicht sehr viele Hörer haben, aber dennoch Einnahmen und Subventionen in Höhe von vielen Millionen Euros haben (390 Mio. € für DW), das ist eine Menge. Ja, und es wird dort sehr elegant und zivilisiert, wohl erzogen gesprochen ….

 gut.

00:09:50 Sprecher 2

……

00:09:56 Sprecher 1

Wir haben auch keine privaten Talk Radios in Deutschland.

00:10:08 Sprecher 1

Was hältst du von exzessiven Stimmen im Radio, von Populismus?

00:10:15 Sprecher 2

Ich denke, das Radio ist dazu da, um gesprochen zu werden. Warum ist das so? Weil es beim Radio ursprünglich darum geht, die Stimme zu verkörpern und die Vorstellungskraft zu verbreiten und viele Botschaften zu übermitteln.

00:10:29 Sprecher 2

Durch die Stimme.

00:10:30 Sprecher 2

Und und und und also in Frankreich haben wir viel Radio Talk und es gibt viel Austausch, der stattfindet und also Austausch, von Ideen.

00:10:38 Sprecher 2

Und das stimmt auch.

00:10:38 Sprecher 2

Dass ich denke, dass das die Rolle des Radios ist, die Rolle des Radios. Das hat mir jemand von einem großen Radiosender erzählt. Er sagte, das Radio, für mich, wenn es nicht aufgenommen , (recorded) werden soll, ist es sinnvoll.

00:10:51 Sprecher 2

Und Freude machen, wenn man, wenn man es hört, wenn man ihm zuhört. Aber man sollte kein Interesse daran haben, es wieder zu hören, es soll unterhalten, es soll angenehm, überraschend und fesselnd sein.

00:11:05 Sprecher 1

Oh,, (lacht) Dieses Haus heißt „Radio House Podcast Replay“ …?

00:11:10 Sprecher 2

Widersprüchlich? Nein, denn nein, denn hier geht es um einen nativen Podcast.

00:11:14 Sprecher 2

Ach so!

00:11:15 Sprecher 2

Und der native Podcast, das ist für mich die Produktion, die wirklich gemacht wird.

00:11:20 Sprecher 2

In einem in.

00:11:21 Sprecher 2

Wie es ist, es ist ein bisschen wie ein Vergleich zwischen Fernsehen und Kino.

00:11:26 Sprecher 2

Ja, Kino, das ist auch TV-Produktion, aber es ist weniger weniger, es ist viel mehr bearbeitet. Der native Podcast ist viel mehr auf der Seite des Soundwriting hingearbeitet, wo man im Radio das Gleiche macht, man macht.

00:11:40 Sprecher 2

Audio, aber wir werden.

00:11:41 Sprecher 2

nicht an einem (elaborierten) Klangobjekt arbeiten.

00:11:45 Sprecher 1

Nachricht erhalten, danke für die Aufklärung, die Insights und viel Erfolg dem Radio House in Brive, danke.

00:11:47 Sprecher 2

Gerne!

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Version française de l“interview Philippe Chapot RadioHouse et Helmut Poppe RadioSales Weekly

Interviewer Helmut Poppe
1: Bonjour et merci Philippe de me recevoir dans la RadioHouse à Brive la Gaillarde dans le Sud-Ouest de la belle France. Dites-moi qu’est-e que faites à la RadioHouse. Quelles sont vos prestations?

Philippe Chapot
2: 0:22

notre métier depuis plus de 20 ans c’est de  fédérer les acteurs de la radio de les rassembler  

0:30

dans des événements de faire des publications  professionnelles pour les informer de tout ce  

0:38

qui se passe dans la planète radio de toutes les  activités pour ce qui concerne le digital mais  

0:46

aussi l’évolution vers le podcast et donc on crée  un salon tous les ans et on a un site d’actualité  

0:54

quotidien et un magazine mensuel qui informe tous  les professionnels de tout ce qui se passe dans  

1:00

dans ces secteurs qui est sans cesse en évolution  alors si j’ai bien compris pendant mon ma visite  

1:07

au début vous louez des les cours du loco et de  la technologie ça se passe comment s’il vous plaît

1:14

est un espace où nous avons nos bureaux et  notre objectif était de pouvoir aussi être une  

1:38

sorte de laboratoire où on peut avec l’aide  de toute l’industrie de la radio avoir des  

1:46

studios fruités et donc on a proposé à des radios  associatives de ça pouvait les intéresser et de  

1:56

louer les bureaux et donc on met à disposition du  matériel de l’équipement des compétences et tout  

2:04

d’autres notre réseau de contact pour faire  en sorte qu’ils puissent réaliser leur radio  

2:11

produire la radio et donc n’importe quelle  radio aujourd’hui peut venir ici et peut  

2:15

rajouter son logiciel puisque on est sur  des VM donc sur des serveurs de virtuels  

2:21

des ordinateurs virtuels ils peuvent rapidement  installer leur système de diffusion et prendre  

2:26

l’antenne louer le studio que ça soit pour la  partie audio pour la partie vidéo puisqu’on a  

2:32

la fibre optique ici et ça nous permet en fait  de louer cet espace de mutualiser le matériel  

2:38

et de faire en sorte que il nous est arrivé  d’avoir le la préfète de la Corrèze qui est  

2:45

venu ici les quatre radios ont repris le  signal qu’on avait fait on avait fait un  

2:51

YouTube live sur le site de la préfecture et  on peut faire de la radio et de la vidéo et  

2:56

mutualiser tout ça pour que ça soit diffusé  sur autant de canaux que que l’on veut donc  

3:02

n’importe quelle radio et même une grande radio  d’énergie une RTL si elle a besoin de venir ici

3:16

la radio associative et Sophie

3:19

pourriez-vous décrire en quelques mots comme on  est fait le système radiophonique en France il y  

3:30

a que je crois 4 catégories alors il y a plus que  plus que quatre catégories on est divisé en fait  

3:36

en six catégories en France il y a la catégorie  a donc qui représente à peu près 650 stations  

3:44

c’est vraiment des des entreprises 650 stations  sur beaucoup plus de fréquences puisque au total  

3:50

les radios privées ont 6000 fréquences le service  public a un peu plus de 5000 fréquences donc au  

3:56

total il y a 11000 fréquences la moitié pour le  service public la moitié pour le pour le privé  

4:00

donc vous avez les catégories A qui sont 650 qui  sont les radios associatives donc sans objectif  

4:06

commercial mais ils peuvent quand même diffuser  20% de publicité par rapport à leur chiffre  

4:10

d’affaires donc ça c’est c’est la spécificité des  radioscestives et elles ont des aides de soutien  

4:16

un fond de soutien de l’argent qui lui aurait  donné tous les ans par l’État donc ça c’est la  

4:20

catégorie ensuite vous avez la catégorie  B qui sont les radios commerciales privés  

4:24

les radios commerciales privées qui peuvent  aller beaucoup plus en termes de publicité  

4:29

il y a pas de limite il y a quand même quelques  limites mais ce sont des radios commerciales il  

4:34

y en a à peu près 250 en France qui elle sont  des SARL sont des entreprises ne sont pas des  

4:41

associations il y a quelques associations  quand même dans les baies mais ce sont des  

4:45

entreprises qui sont là pour gagner de l’argent  et pour développer le média pour passer de la  

4:49

publicité pour faire des partenariats  donc c’est des vrais entrepreneurs là  

4:53

où les radios associatifs c’est plus le le  côté passionné le côté terroir proximité en  

5:00

accord avec les avec les mairies avec des  numéros les numéros 3 vous avez les radios  

5:06

catégories C qui sont avec des décrochages  locaux sont des radios catégories D qui sont  

5:11

des radios thématiques privées nationales qui est  en catégorie C font des petits décrochages locaux  

5:16

pendant une heure deux heures des fenêtres des  fenêtres donc vous avez ensuite la catégorie D  

5:20

qui est une radio thématique nationale avec un  programme national et là ce sont des entreprises  

5:25

un peu plus grosses et qui ont des limites de  publicité qui sont entre 9 et 15 minutes par heure  

5:31

de publicité ça c’est la catégorie et ensuite vous  avez la catégorie E qui est la radio généraliste  

5:37

il y en a que 4 en France RMC RTL voilà et  ensuite vous avez la catégorie SP service public  

5:46

ou la catégorie F qui sont toutes les radios  du service public qui sont toutes les radios  

5:53

France France Inter France Bleu et les France Bleu  bien sûr qui sont des radios aussi service public

5:59

parlons revenu alors les radios radio  public elles font un revenu de l’ordre  

6:12

de 5 millions de France par an c’est ça l’euro

6:15

par an oui alors j’ai pas le chiffre le chiffre  en tête mais les revenus publicitaires de du  

6:26

service public sont voilà sont importants mais  ils sont pas aussi importants que les revenus  

6:30

publicitaires des radios des radios privées la  radio est encore un média qui qui est profitable  

6:36

même si les marges étaient plutôt de 30%, il  y a quelques années aujourd’hui on est à moins  

6:43

on a moins de marge mais on prend par exemple un  groupe comme comme les années radio qui rassemble  

6:49

une offre publicitaire de 130 stations de  catégories B donc c’est un groupe qui est  

6:55

vendu par TF1 Publicité qui est une régie pub ils  sont aujourd’hui pratiquement 70 millions d’euros

7:00

la régie 7e oui c’est la télévision je  trouve ça avec les histoires qu’il y a  

7:17

eu ce qu’il y a quelques jours  tu es une femme grosse merde

7:22

ça a été annulé pour des raisons assez  

7:28

concurrentiel concurrentiel oui  ma toute dernière question Manale

7:35

alors qu’est-ce que les radios allemandes  pourraient apprendre par les radios françaises  

7:46

des radios françaises alors la différence entre  le paysage allemand et le paysage français même  

7:52

si ça a évolué grâce au DAB+ c’est le fait que la  radio est fonctionne sous forme de l’Ender et je  

8:01

pense que le modèle économique qui a été mis en  place par Jean-Éric valide et des Indés Radios  

8:07

et à mon avis assez intéressant justement parce  que vous avez des l’Ender alors il y a maintenant  

8:11

un marché national avec le DAB+ mais c’est encore  toujours des l’Ender qui qui sont donc l’avantage  

8:19

de pouvoir unir en fait plein de radios qui  sont dans plein de petites régions et de faire  

8:23

un poids aujourd’hui les Indés Radios pèse autant  qu’un RTL ou qu’un France Inter c’est-à-dire une  

8:28

radio qui qui c’est 130 radio qui compte pour une  et ça s’ils ont fait un tour de maître parce que  

8:35

ils ont dans les audiences ils réussissent à avoir  une ligne les Indés Radios à côté de grande radio  

8:41

donc ils ont autant d’audience que RTL ou que je  vais vous dire un truc ça c’est une un jugement  

8:47

erroné parce qu’il y en a pub national  qui est rassemblée il y a trois régies

8:54

l’impudicité nationale c’est à la messe privé  c’est la RD c’est les radios publics et et je  

9:06

te dis encore mais peut-être encore d’autres  groupes c’est à dire c’est ces entreprises là  

9:12

diffuse la pub national de n’importe  quelle langue d’accord alors c’est pas  

9:18

une question de technologie pas du tout  la toute dernière question malade se fera

9:23

est-ce que

9:27

en France il y a beaucoup de radio donc  et chez nous aucune peut-être une public  

9:39

qui a pas tellement de delliance mais quand  même des recettes des subventions de l’ordre  

9:47

de 250 millions d’euros par an ça fait  beaucoup oui et ça parle très de façon  

9:53

très sophistiquée et tout bon alors on n’a  pas le droit de troc et il y a toujours le  

9:59

le dilemme entre la des propos qui sont  qui peuvent être gauche de droite extrême

10:14

moi je pense que la radio elle est faite pour  être pour être parlé pourquoi parce que la radio  

10:20

c’est à l’origine c’est incarner la voix et faire  passer l’imaginaire et faire passer beaucoup de  

10:28

messages par par la voix et et donc en France on  a beaucoup de radiotolk il y a beaucoup d’échanges  

10:35

qui se font et donc d’échanges de d’idées et  c’est vrai je pense que c’est le rôle de la  

10:40

radio le rôle de la radio quelqu’un me disait ça  d’une grande radio il me disait la radio pour moi  

10:45

on n’est pas censée être enregistrée elle est  censée faire plaisir quand on quand on l’entend  

10:54

quand elle écoute mais elle devrait pas avoir  d’intérêt à être réécoutés elle doit être un  

11:00

to timing elle doit être agréable surprenante et  éprenante et cette maison s’appelle la radio house  

11:07

podcast replay c’est contradictoire non parce  que non parce que là on parle de podcast natif  

11:14

et le podcast natif pour moi c’est la production  qui est vraiment réalisée dans un dans comme c’est  

11:22

un peu comme si on comparait la télé et le cinéma  oui le cinéma c’est de la production en télé aussi  

11:29

mais c’est moins moins croyable c’est beaucoup  plus travaillé le podcast natif est beaucoup  

11:34

plus travaillé sur le côté écriture sonore là où à  la radio on fait la même chose on fait de l’audio  

11:40

mais on ne va pas travailler un objet sonore.
Message  reçu merci et bon succès à la radio house merci

..

Bemerkenswert bei den Werbeumsätzen im Vergleich (Angaben für Frankreich in „netto“, in Deutschland „brutto“ für beide Länder teilweise ohne Lokalwerbung: Werbeeinnahmen der staatlichen Radios beschränkt auf 46 Mio. € p.a. (Deutschland 2021 ARD Funk ca. 580 Mio. €)

Kategorisierung französischer Radioanbieter (Quelle CSA) Radiosender

Kategorie A – Bürgerradiodienste, die einen Auftrag zur sozialen Kommunikation in der Nachbarschaft erfüllen. Die Einnahmen aus Werbung oder Sponsoring müssen weniger als 20 % ihres Gesamtumsatzes ausmachen.

Kategorie B – unabhängige lokale oder regionale Hörfunkdienste, die kein landesweites Programm ausstrahlen.

Kategorie C – lokale oder regionale Hörfunkdienste, die das Programm eines thematischen Netzwerks mit nationaler Ausrichtung ausstrahlen.

Kategorie D – thematische Radiodienste mit nationaler Ausrichtung.

Kategorie E – allgemeine Radiodienste mit landesweiter Ausrichtung.
Hinzu kommen Autobahnradios, die eine eigene Kategorie bilden.

Finanzierung des öffentlichen und privaten Radios. Ein Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich (Gesamter Bericht auf Anfrage an interactive@poppe-media.de)

Ab 2022 wird der Beitrag für den öffentlichen Rundfunk in Frankreich abgeschafft, mit dem der öffentliche Rundfunk finanziert wird. Diese Abgabe, brachte dem Staat bisher 3,7 Milliarden Euro von 23 Mio. französischen Haushalten und soll bis Ende 2024 durch einen Transfer eines Teils des Mehrwertsteueraufkommens ausgeglichen.

Ab hier ausgefadet und mit Sichwörtern: …. Die Höhe der Jahres-Fernsehgebühr belief sich auf 138 € im europäischen Frankreich …Der Anteil aus Werbung trägt im französichen Rundfunksystem wenig bei zur Finanzierung des Betriebes. …. Vergleich der Rundfunkeinnahmen, gewichtet nach Haushalten in beiden Ländern. ….. Angaben zur Anzahl der Beschäftigten. Analyse der Programme und der Einnahmen der verschiedenen französischen Gruppierungen …. Programmanalysen …. Kosten der Verbreitung … Personalkosten … Werbeanalysen: Umsätze, Kunden, Inhalte …. Mitschnittservice …. Adresse in Deutschland, in Frankreich …. Ansprechpartner ….

Qu’apporte un regard sur la France lorsqu’il s’agit de tendances et de services pour la radio et l’audio ?

Avec un nombre de radios – dont une part importante de radios associatives et locales – nettement plus élevé qu’en Allemagne (env. 1.500 vs. env. 600 via la FM pour l’Allemagne), une part nettement plus importante de talk radios et le phénomène de l’existence de 4 stations nationales qui desservent en partie exclusivement le format talk, il est possible d’identifier les tendances de programmation et les nouveaux services chez nos voisins. Les décideurs qui y voient des évolutions, les comprennent et sont en mesure de les mettre en œuvre, ont un avantage stratégique certain dans un paysage radiophonique allemand qui continue à miser sur le vieux modèle „publicité, 2 titres, bavardage, 2 titres, trafic, actualités, météo, 2 titres …“, et pas seulement en radio privée. Ceci en raison de la crainte souvent évoquée de perdre des audiences au quart d’heure. De tels formats trouveront de moins en moins d’auditeurs à l’avenir, ce qui s’explique notamment par d’autres offres musicales attrayantes et surtout par le manque d’interaction. C’est justement chez les jeunes groupes de population que le média radio risque de perdre du temps et de l’émotion face à la concurrence des médias sociaux. Ce qui est déjà le cas.
Les fournisseurs français empruntent désormais d’autres voies, et pas seulement celle d’une programmation beaucoup plus variée. Des fournisseurs proposant des portefeuilles de services innovants, comme celui de RadioHouse, viennent s’y ajouter. Helmut Poppe, responsable du format #RadioSalesWeekly, a interrogé Philippe Chapot, directeur de RadioHouse, sur les offres techniques, médiatiques et événementielles ainsi que sur la production qui aident les radiodiffuseurs et les fournisseurs audio. Selon lui, le succès des stations françaises s’explique aussi par le fait que, contrairement aux stations de la rive gauche du Rhin, il n’existe pas encore de prestataires commerciaux nationaux. RadioHouse se considère comme un „fédérateur“ de radios et, dans le cadre de la mission qu’elle s’est fixée, elle travaille non seulement dans toutes les branches, mais ne se concentre pas non plus sur des appartenances commerciales spécifiques. Des offres similaires existent depuis peu sur le marché allemand, notamment chez RTL Group, Funke, Regiocast et Audiotainment Südwest. En revanche, ils ne proposent pas d’hébergement pour des radiodiffuseurs ‚étrangers‘, ni leur propre salon radio, ni un magazine imprimé ou en ligne, ni la location de studios d’enregistrement.

Financement des radios publiques et privées. Une comparaison entre l’Allemagne et la France (Rapport complet sur demande à interactive at poppe-media.de)

A partir de 2022, la contribution à l’audiovisuel public, qui finance l’audiovisuel public en France, sera supprimée. Cette contribution, qui rapportait jusqu’à présent 3,7 milliards d’euros à l’Etat de la part de 23 millions de foyers français, devrait être compensée d’ici fin 2024 par un transfert d’une partie du produit de la TVA.

A partir d’ici contenu floué : …. Le montant de la redevance TV annuelle s’élevait à 138 € en France européenne …La part de la publicité contribue peu au financement de l’exploitation du système audiovisuel français. …. Comparaison des recettes de la radiodiffusion, pondérées par les ménages dans les deux pays. ….. Données sur le nombre de salariés. Analyse des programmes et des recettes des différents groupes français …. Analyse des programmes …. Ces analyses sur demande.

The benefits of taking a look at France when it comes to trends and services for radio & audio?

With a significantly higher number of radio providers – with a considerable proportion coming from so-called radio associations and local radio stations – than in Germany (approx. 1,500 vs. approx. 600 via FM for D), a significantly higher proportion of talk radios and the phenomenon of the existence of 4 national stations, some of which exclusively serve the talk format, program trends and new services can be identified in our neighbors. Decision-makers who see developments there, understand them and are able to implement them, have a clear strategic advantage in a German radio landscape that still relies on the old pattern of „advertising, 2 titles, chat, 2 titles, traffic, news, weather, 2 titles …“ not only in private radio. This is due to the frequently mentioned fear of losing quarter-hour reach. Such formats will find fewer and fewer listeners in the future; one reason for this is to be found in other attractive music offerings and, above all, in the lack of interaction. Especially among young population groups, the medium of radio runs the risk of losing out in competition with social media in terms of time budget and emotional bidding. This is already the case.
French providers are now taking a different approach, not only in terms of much more varied programming. They are being joined by providers with innovative service portfolios, such as those offered by RadioHouse. Helmut Poppe, operator of the format #RadioSalesWeekly asked the managing director of the RadioHouse Philippe Chapot with which offers from technology, branch media and Events as well as with the production radio and audio offerers helps. It sees the success of French transmitters also in the fact justified that there are so far no national commercial offerers different than with the left Rhine. The RadioHouse sees itself as a „fédérateur“ of radios, and within the framework of this self-imposed mission, it not only works across industries but is also not focused on specific marketing affiliations. Similar services have recently been offered to some extent in the German market by the RTL Group, Funke, Regiocast and Audiotainment Südwest. These have also succeeded in attracting one or two print providers for audio services, but they do not offer hosting for „third-party“ radio providers, their own radio trade show, a print or online magazine, or rental of sound studios.

Financing of public and private radio stations. A comparison between Germany and France (Full report available on request at interactive at poppe-media.de)

From 2022, the public broadcasting contribution, which finances public broadcasting in France, will be abolished. This contribution, which until now brought in 3.7 billion euros to the state from 23 million French households, should be compensated by the end of 2024 by a transfer of part of the proceeds from VAT.

From here content blurred: …. The annual TV licence fee amounted to 138 € in European France …The share of advertising contributes little to the financing of the operation of the French audiovisual system. …. Comparison of broadcasting revenues, weighted by households in both countries. ….. Data on the number of employees. Analysis of the programs and revenues of the different French groups …. Analysis of programs …. These analyses on request.

Eine kleine Exploration möglicher Analyseanwendungen für die Bewertung von Audio- (und TV-) beiträgen.

Sprache in Medien 10 Beispiele: Nachrichten – redaktionelle Beiträge – Werbung – Politik.
Message oder Verpackung im Radio –
was kommt zuerst? Ein Blick auf das Tempo, Messinstrumente und
Handlungsbedarf
.

Begleitmaterial zu #75, #76 und #77 RadioSalesWeekly.
Eine kleine Exploration möglicher Analyseanwendungen für die Bewertung von Audio- (und TV-) beiträgen.


Grant Hadlich

Eine bedeutende Fragestellung im digitalen Wandel der Medien lautet derzeit: Welche Technologien erlauben eine möglichst automatisierte Analyse und Auswertung von audio-visuellen Programmen?  Nach wie vor macht die Nutzung von AV- Medien einen Löwenanteil der gesamten Mediennutzungszeit der deutschen Bevölkerung aus (Quelle VAU.net, fast 2/3 von über 11 Stunden gesamt). Hier stellt sich in zunehmendem Maße die Aufgabenstellung nach einer Überprüfung der Ausgeglichenheit in der politischen Meinungsäußerung und nach der Analyse von Nachrichten auf deren Wahrheitsgehalt. Daneben und nicht zuletzt ließen sich mit geeigneten Instrumenten Daten und Informationen ermitteln mit denen der Erfolg von Radio- und TV-Angeboten ermittelbar wäre. Insgesamt herrscht der Eindruck , dass die digitalen Entwickler aus dem Bereich NLP (Natural Language Pricessing) noch nicht den Schritt zu den Anforderern in traditionellen Medien genommen haben. Eine Interdisziplinarität wurde bei den vorgenommenen Rechercheaktivitäten vermisst.

Auf der Suche nach entsprechenden Anbietern findet man zum Beispiel das Unternehmen Panalis, das sehr tiefe Analysen nach Stichwörtern und aktuellen Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ermöglicht.  Eine Erfassung von audio-visuellen Medien ist bisher allerdings nicht zu erkennen aber dem Verbnehmen nach angezielt.

In Radio und auch bei  Audio innerhalb der Mediengattung Bewegtbild geht es bei der hier vorliegenden Analyse erst einmal darum zu analysieren,  was wann von wem, ob ausgeglichen oder nicht,  mit welcher Verteilung zwischen Musik Wort Werbung Service etc. gesendet wurde. Erkenntnisse aus diesen Analysen alleine schon können strategisch genutzt werden (Wettbewerbsbeobachtung). Wesentliche Elemente hierbei sind Wort, Text und Sprache. Die möglichen Analysefelder sind ausgesprochen weit gespannt: Transkriptionen und Simultanübersetzungen brasilianischer Telenovelas, hin zu der Bedienung eines enormen Contenbedarfs der zahlreichen Streamingangebote und der Beobachtung von alleine in Deutschland einer vierstelligen Programmangebotsmenge in klassichen AV-Medien.

Die hier nach kurzer Darstellung einiger Anbieter folgenden Sprach- und Textanalysen arbeiteten mit ‚handelsüblichen‘ Audio-Aufnahme- und Transkriptionstechnologien.

Der deutsche Anbieter radio.cloud verfolgt eine andere Richtung als Panalis: Er ermöglicht durchaus eine Auswertung von Radiopogrammen und zwar in bemerkenswerter Weise, geht aber in Richtung Kollaboration bei der Programmerstellung.
Eine anonyme Webcrawler-Funktion unetrschiedlicher Programme ist ausgeschlossen, die auswertbaren Programme unterliegen einem Urheberrecht. Nur spezielle Nutzkreise können auf dieses kollaborative und mobile Network Playout-Tool zugreifen. Ein Audio-Webcrawler, der qualitative und quantitative Inhaltsanalysen erstellt, steht somit noch aus. Ausgesprochen spannend dürften die daraus ermittelten Informationen sein, sie ließen nämlich auch Schlussfolgerungen zu, welche Inhalte wie bei wem wirken.


https://youtu.be/7nO-xDPzqRA

Eine andere Herangehensweise an das Thema Ton – und nicht nur – nimmt das Frankfurter Startup television.ai.

Hier wird mit Video- Audio- und Textsnippets Contenterstellern in den Medien journalistischer Aufwand abgenommen indem mit Auszügen und oder kurzen Textangaben komplette redaktionell aufbereitete Artikel auch mit Ton und Bewegtbild erstellt werden. Die Texterstellung erfolgt durch Künstliche Intelligenzverfahren.

 

Verblüffend sind dabei nahezu menschlich wirkende Audiobeiträge, die maschinell erstellt werden.

Yacast ist ein Forschungs- und Technologieunternehmen, das sich auf die Beobachtung audiovisueller Medien spezialisiert hat.  Es bietet folgende Lösungen: Muzicast, eine Analyse von Musiksendungen im Radio, TV, Diskotheken,Web. Talk, eine Analyse der politischen Redezeit im Radio und Media Achiver, eine Schnittstelle zur Online-Abfrage von audiovisuellen Programmen.

Bemerkenswert ist, wie sehr der Digitalkonzern Meta zukünftig in deren Universum auf Übersetzungstools setzt (zum Thema Spracherkennung und NLP). 

Zur Zeit funktionieren Sprach-Werkzeuge, die Text zu Speech und umgekehrt Transkriptionen von Audiotexten in geschriebenen Text umwandeln nur bedingt. Die künstlichen Stimmen klingen … sehr häufig künstlich, sind ohne Intonation und zeigen in anderen Bereichen der Prosodie Defizite.  Schrift-Übersetzungen scheitern häufig bei Ironie, Redewendungen und schnell  geäußerten Floskeln. Lassen wir uns überraschen, ob sich die Texte der eingangs erwähnten Telenovelas ruckzuck zukünftig automatisiert und im Idealfall lippensynchron über die Akteure legen lassen in jeweiligen Zielsprachen. Bedarf dafür besteht signifikant, der  Contenthunger für Bewegtbildanbieter ist enorm. Sehr gut gemachte Produktionen auf amazon oder Netflix zeigen , wo die Entwicklung hingeht: sehr gute Übersetzungen stehen bereit für wesentliche Weltsprachen und als Untertitel für 33 andere Sprachen. Nachgearbeitet bei der Qualität wird hier aber auf jeden Fall. 

Amazon prime, Serie Bosch

Die nachfolgenden Sprach- und Textanalysen arbeiteten mit speziellen Audio-Aufnahme- und Transkriptionstechnologien.

Bei der  Analyse von Texttranskriptionen aus Audios geht es ausschließlich um eine Messung der Sprechgeschwindigkeit ausgewählter Beispiele ohne einen Anspruch von Repräsentativität.

Die weiteren Aspekte der Prosodie wie Satzmelodie, Sprechtempo, Sprechrhythmus, Höhen, Tiefen und Timbre werden nicht bewertet. Und noch weniger geht es um eine inhaltliche qualitative Analyse wie um eine Überprüfung auf Schlüsselwörter, Ausgewogenheit oder Emotionen (sentiment analysis)

Grund dieser Messungen ist eine häufig anzutreffende Kritik, dass in TV und Radio zu schnell und zu undeutlich gesprochen werde. Ein nicht unerheblich werdender Teilaspekt ist, dass solch eine Kritik nicht nur aus einer zunehmend älter werdenden Hörerschaft erfolgt. Radio könnte mit der Zeit an Attraktivität verlieren. Ausdrücklich soll in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass in der Regel Radiosprecher und –moderatoren durch professionelle Sprechschulungen gegangen sind, sich also eine mögliche Kritik weniger an diesen Personenkreis richtet. Ein hohes Gesamttempo in führenden Programmen in Wortbeiträgen, Serviceelementen und auch in der Werbung ist aber eindeutig festzustellen. Hierzu wurde in dem von dem Autoren dieser Zeilen betriebenen Format RadioSalesWeekly berichtet.
Begleitend hierzu müssen ähnlich wie bei der Rezeptionsmessung über Blickverfolgungstechnologien Verfahren herangezogen werden, mit denen die tatsächliche Informationsverarbeitung über das gesprochene Wort evaluiert wird.

Die aufgeführten Transkriptionen Audio zu Text wurden durch SpeechtoText-  Apps erstellt und teilweise nachgebessert. Die zehn Beispiele sind in kurzen Auszügen ‚nachhörbar‘ auf einem zur Verfügung gestellten Link m Ende dieses Beitrages.

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In den nun hier nachfolgenden  Analysen von Texttranskriptionen aus Audios geht es ausschließlich um eine Messung der Sprechgeschwindigkeit ausgewählter Beispiele ohne einen Anspruch von Repräsentativität.

Die weiteren Aspekte der Prosodie wie Satzmelodie, Sprechtempo, Sprechrhythmus, Höhen, Tiefen und Timbre werden nicht bewertet. Und noch weniger geht es um eine inhaltliche qualitative Analyse wie um eine Überprüfung auf Schlüsselwörter, Ausgewogenheit oder Emotionen (sentiment analysis)

Grund dieser Messungen sind eine häufig anzutreffende Kritik, dass in TV und Radio zu schnell und zu undeutlich gesprochen werde. Ein nicht unerheblich werdender Teilaspekt ist, dass solch eine Kritik nicht nur aus einer zunehmend älter werdenden Hörerschaft erfolgt. Radio könnte somit mit der Zeit an Attraktivität verlieren. Ausdrücklich soll in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass in der Regel Radiosprecher und –moderatoren durch professionelle Sprechschulungen gegangen sind, sich also eine mögliche Kritik weniger an diesen Personenkreis richtet. Ein hohes Gesamttempo in führenden Programmen in Wortbeiträgen, Serviceelementen und auch in der Werbung ist aber eindeutig festzustellen. Begleitend hierzu müssen ähnlich wie bei der Rezeptionsmessung über Blickverfolgungstechnologien Verfahren herangezogen werden, mit denen die tatsächliche Informationsverarbeitung über das gesprochene Wort evaluiert wird.

Weitere Programmanalysen ausgewählter Hörfunkanbieter mit anderen Kategorien und Messverfahren werden in nächster Zeit durch poppe media erstellt. Informationen hierzu werden auf Linkedin, Xing, Facebook und Twitter gepostet. Ein dafür genutztes Verfahren erlaubt nicht nur die Identifizierung dessen was wo wann in welchem Programm lief sondern auch eine Programmerstellung ‚remote‘.

Die nachfolgenden Transkriptionen Audio zu Text wurden durch SpeechtoText-  Apps erstellt und teilweise nachgebessert. Die zehn Beispiele sind in kurzen Auszügen ‚nachhörbar‘ .

1 Funk und TV

Transkription

Wichtigste aus Hessen, Deutschland und der Welt. Ich bin der anders, sagte Guten Morgen Radio FFH. Die Nachrichten. Die Stadt Hanau bereitet sich auf einen traurigen Jahrestag vor. Zum zweiten Mal jährt sich morgen der rassistische Anschlag. Für die neuen Todesopfer wird es auf dem Hanauer Hauptfriedhof eine zentrale, nicht öffentliche gedankt Gedenkveranstaltung geben. Er verfahre Portal Yannick Schick. Mit dabei sind Angehörige der Opfer, aber auch Bundesinnenminister Rin Faser und Ministerpräsident Bouffier unter anderem auch in Wiesbaden. Die Zen Bach, Marburg und Wetzlar wollen Menschen auf die Straße gehen und ein Zeichen gegen Rassismus setzen. In Frankfurt werden die Namen der Opfer in weißem Licht an die Paulskirche projiziert. Vor zwei Jahren ermordete Tobias er in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven, anschließend seine Mutter und sich selbst. Yannick Schick, Hanau Bahnreisende müssen sich weiter auf Behinderungen einstellen. Davon geht die Bahn wegen des Sturms aus. Bis mindestens morgen sei bundesweit

FFH news, 180222, 5:55
153 Wörter

Thorsten Schröder Guten Abend, meine Damen und Herren, ich begrüße sie zur Tagesschau. Der Ton zwischen Russland und der Nato hat sich wieder verschärft Die Darstellung Moskaus, ein Teil der Truppen ziehen sich von

Generalsekretär Stoltenberg sagte beim Verteidigungsminister Treffen in Brüssel, man habe noch keinen Abzug beobachtet. Der UN Sicherheitsrat warfen die USA Russland vor, in der Ukraine einen Vorwand für einen Angriff provozieren zu wollen. Diese Aufnahmen lässt das russische Verteidigungsministerium heute verbreiten. Abziehende Truppen Eine Ortsangabe wird nicht gemacht. Der ukrainische Präsident Selenz geglaubt den Bildern nicht Wir sehen weiterhin ein großes Truppen Aufkommen, das hat sich seit Wochen nicht geändert, es gibt kleinere Rotationen, aber in Abzug der russischen Truppen ist das sicher nicht. Moskaus Außenminister widerspricht

Tagesschau 170222

148 Wörter

Link zu allen Beiträgen am Ende dieses Dokuments

2 Hörfunkspots Englisch und Tschechisch

AGTA, das nicht sehr hilfreich ist bei Orientierung: Usability, Vergleichbarkeit,
keine Übersetzung anderer Sprachen als EN. Hier unten Real Time Spots/immediacy

Transkription

Oh man. Can you believe this weather? I know it’s like perfect. Hey, you gotta love summer nights in Minnesota. Yeah, there’s not even any mosquitoes. Yeah, you get one of those zappers. No, you know that noises like the worst. So you must be burning that smelly stuff. Right? What? Yeah, I think I can hear mosquitoes. You know, it’s almost like they’re staying away on purpose. Yeah. Weird. When you give to nature, nature gives back over the last 15 years. The Minnesota state lottery has given over $400 million 900,000 to collect data on rare plants and animals in eight northern counties. So remember when you play the lottery, the environment wins. Did did you use one of those fogger deals? Weird lottery players must be 18 years of age or older.

135 Wörter

Tschechisch vermutlich wesentlich höher 180?

Babbles mosquitos

3 NPR 070222 08:21 GMT

Transkriptio
n

This has come up before, and in 2003, the league implemented a policy to address that it’s called the Rooney rule after the late owner of the Pittsburgh Steelers Dan Rooney. And it requires that with a few exceptions, teams interviewed candidates from historically underrepresented groups for top jobs like head coach and general manager. The idea was that if those in a position to hire and promote were exposed to top diverse talent, they would do so, especially after a study showed black coaches actually had better records than many white coaches. But the florist who called the Rooney rule of failure. So we decided to go back to one of the key people involved in the creation of it to get his take that civil rights lawyer, Cyrus Mary, who worked with attorney Johnnie Cochran. He said their goal was to level the playing field.

147 Wörter Zeit: 0:46 = 191 Wörter/Minute

https://fb.watch/a-PxAl1muG/
De la radio aux robots parlants, métamorphoses de la voixépisode 1/8

Wie Medien Stimmen formatieren und (eintönig machen):
Rhythmus, Lautstärke, Dialekte

Transkription

et euh, je reçois Euh ce matin. Euh, Benjamin Traîniez, vous êtes haut fonctionnaire, membre de la commission des confinement euh pilotée par le ministère de la Culture. Et vous avez participé, euh la nuit dernière, à une soirée test dans une boîte de nuit dans le huitième arrondissement de Paris. Bonjour à vous

54 Wörter in 18 Sekunden = 180 pro Minute

5 Deutsche Hörfunkspots Radiozentrale

Transkription

Stellen Sie sich vor ein süßes Einfamilienhäuschen, vor dem sich Hunderte Musiker versammeln, so Blasinstrumente da  rüber Auch die Tuba? ja auf das Zeichen des Dirigenten erklingt. In dem Häuschen ist jemand ziemlich gerührt Danke! Und dann sagt eine leicht ironische Sprecherin, wenn es mal etwas mehr sein soll, der Schnellkredit der Zastrow Bank,

54 Wörter, 30 sek. = 108 Wörter/Minute

Diese Werbung ist in Ihrem Kopf entstanden. Niemand musste sie drehen, Niemand muss der 1000 Komparsen zum Filmset bringen und dreitausend Katholiken Buletten warm halten. So klimafreundlich geht es nur im Radio, In keinem anderen Medium verursacht ihre Werbung weniger CO2 Radio geht ins Bohr, bleibt im Kopf.

48 Wörter im ‚Werbeteil‘, 15 Sek. = 192 Wörter/Minute

Warum?: Hier soll richtig geworben werden, lol.

Zastobank und Aspirin

6 Zwei Politikerinnen

Marlène Schiappa auf Europe 1

Transkription

évidemment un travail qui se met en oeuvre. Il suffit pas de y a qu’à, faut qu’on devrait. J’ai entendu ici la semaine dernière sur cette antenne, Valérie Pécresse dix dix ans quelque chose comme. Il faut dire aux talibans de respecter les droits des femmes, mais c’est beaucoup dans l’incantation et dont le on n’a qu’à faire ça, on n’a qu’à faire ça. Et là en l’occurrence, oui, le travail est menée. Je voudrais en général d’Arman en fait une tournée internationale dans un certain nombre de pays, qui sont les pays d’origine pour mener ce travail. Pour quels résultats concrets? Pour un résultat très clair, il y a des personnes, il y a des laissez passer consulaires qui ont été délivrés et des personnes qui ont été expulsés. Mais je réponds sur la question de l’aide au développement parce qu’il me paraît fondamental. Euh, pardon la je pense que c’est une fausse bonne idée. À chaque élection présidentielle, on entend dire on n’a qu’à couper l’aide au développement. Si on veut faire en sorte qu’ils reprennent leur ressemble, c’est non. Mais là, ça veut dire menacé de la couper. Qu’est ce qui se passe quand on coupe l’aide au développement pour les pays tiers, les pays d’origine, les pays dont les personnes veulent partir et bien sûr coupe l’aide au développement. C’est dire que la situation économique et sociale sera encore plus difficile.

260 Wörter / Minute !! Der Renner.

Strack-Zimmermann, Rede im Bundestag

Transkription

Es waren übrigens auch die Sozialdemokraten Helmut Schmidt, der die Doppel Nato Beschluss durchsetzte es war der Sozialdemokrat Peter Struck, der erklärte, die Sicherheit der Bundesrepublik würde am Hindukusch verteidigt. Es war der Sozialdemokrat Herr Schröder übrigens mit den Grünen zusammen, die die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt haben. Nur mal zur Erinnerung Bei ihnen scheint er Jahren Loch in große und zu sein. Vor Ministerin abschließend Frau Ministerin abschließen, Sie haben Sie haben Anspruch auf die 1. 100 Tage, aber sie wissen wie ich, dass sie im Grunde genommen für 100 Tage, dass wir diese Zeit nicht haben. Lösen Sie die Probleme, ich wünsche Ihnen dabei sehr viel Glück. Beenden Sie das durch folgt Desaster Das schwimmende Beispiel für Missmanagement Fehlen der Kontrolle und Gutgläubigkeit. Den Staatssekretären gegenüber sorgen wir dafür, dass in ihrem Ministerium keine weiteren Aufträge erteilt werden, ohne korrekt

142 Wörter/Minute

Beide in einem Auszug (Link am Ende dieses Dokuments)

Die Audiobeispiele auf egta geben wie angemerkt leider wenig Möglichkeiten zur Ideengebung und Inspiration

2022 egta collection of creative radio & audio campaigns

(egta is a non-profit association (aisbl under Belgian law) based in Brussels that represents the interests of television and radio sales houses.)

Wesentlich hilfreicher und praxisnäher ist zum Beispiel dieses Archiv:

Radiospot: Haushaltshilfen (allerdings) mit 204 Wörtern/Minute

Kann angefordert werden.

Zum Inhalt der Message, gleich ob Werbung, Redaktion oder Politik

Gewiss spielen bei den festgestellten unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Sprachproduktion sowohl im Programm wie auch in der Audiowerbung kulturelle Gewohnheiten eine Rolle – der romanische Kulturkreis spricht schneller – einige asiatische Sprachen kommen mit weniger Worten zurecht. Hinzukommt, dass die deutsche Sprache die Eigenschaft sogenannter Hiatus hat. Treffen zwei  verschiedene Wörter oder Silben aufeinander, kommt es zu einem Bruch, was den Sprachfluss verlangsamt.

Losgelöst von diesen Überlegungen dürfen Inhalte und Strategien der Kommunikation nicht außer Acht gelassen werden. Eine Analyse der wirkenden Stimmungen in TV-Spots, die während des Super Bowls on air waren, zeigt, dass Coolness, Spaß und starke Bildlichkeit (die sich auch im Radio umsetzen lässt) am höchsten ranken. (Quelle ispot.TV)

Nach wie vor aber gilt: stimmt die Verpackung nicht, hat der Inhalt wenig Möglichkeit anzukommen.

Alle Audios Sprache in Medien 10 Beispiele: Nachrichten – redaktionelle Beiträge – Werbung – Politik auf https://youtu.be/oR-Z7amCkOg
Länge 2:54 (Inhalte :Hit Radio FFH und Tagesschau, Babbles/Mosquitos, Immediacy of Radio, NPR, Broute Inter, Radiozentrale-Spots, zwei Politikerinnen).

Über den Stellenwert von Audio und Bewegtbild (Quelle VAU.net)


Message oder Verpackung im Radio –
was kommt zuerst? Ein Blick auf das Tempo, Messinstrumente und
Handlungsbedarf
.

… und nebenbei ein Blick in neue digitale Audio-Videoproduktionstechnologien und automatisierte Audioanalysen. Kollaborative, mobile und KI-getriebene Anwendungen.
© Helmut Poppe, poppe media, Königstein im Taunus, 03.2022 

Ist Radio gaga? Review 2021 – Tool für Interaktivität Vom Medium zum Web Alles in 98 Sekunden

RadioSalesWeekly #70

Ist Radio gaga? Review 2021 – Tool für Interaktivität Vom Medium zum Web Alles in 98 Sekunden

Wie geht es dem Autoverkäufer, der an seinen eigenen Modellen zweifelt? Ticken die Radiomediaberater anders? Oder nagen an ihnen auch Zweifel verursacht durch Überlegungen wie: Gerade die Jungen wandern ab zu Spotify. Hier eine Aufforderung an die Programmverantwortlichen, ein Tool, das zu Interaktivität einlädt und ein Review dessen was wir im Radio 2021 für besonders wichtig erachteten. Alles in 98 Sekunden.

Schon Queen sang: „…on you we depend. So stick around, ‚cause we might miss you .. you had the power“ aber auch “..All we hear is radio ga ga“ Wobei so richtig ‚gaga‘ sind die Sender gerade nicht, die Kritik lautet, eher, es werde viel Belangloses ‚geplaudert, die Sender seien austauschbar und die Programme wenig inspiriert. Da lautet das Kompliment an die Vermarkter: dennoch gut gemacht! Ihnen gelingt es, unser Medium mit seinen – momentanen – ausbaufähigen Eigenschaften immer wieder positiv darzustellen. In mittlerweile 70 Episoden trägt RadioSalesWeekly dazu bei, das Medium der Öffentlichkeit, dem Marketing in werbungtreibenden Unternehmen, Agenturen, der Mafo und allen, die im Media Sales tätig sind bekannter und verständlicher zu machen. Die im letzte Jahr produzierten Folgen beschäftigen sich neben Tipps zur Entwicklung klassischer Verkaufs-Skills, die übrigens für alle Vertriebler gelten können, mit Dingen wie der Messbarkeit des Mediums und die durch ihm ausgelösten Impulse. In zahlreichen Folgen stellten Akteure digitale Technologien in Audio vor, gingen ein auf die Rolle und die Zukunft von Podcasts und insgesamt auf die Kraft von Werbung im Radio.

Highlights waren Kurzkonferenzen und Beiträge einer Eventagentur, die mit Radio einen neuen Wirkungskreis gerade in Corona-Zeiten gefunden hat, ein Roundtable mit Christophe Montague, dem ehemaligen Radio NRJ-Chef Deutschland, mit Matthias Süßlin, ex-HMS Carat-Mann. Regelmäßige wöchentliche Teilnehmer sind Alexander Zeitelhack, Dozent an diversen Hochschulen und bekannter Radiopionier, Andreas Sprengart, Marketingchef eines Regionalsenders mit Einblick in das so wichtige Lokalgeschäft und Helmut Poppe, Herausgeber von RadioSalesWeekly und ehemaliger Verkaufsverantwortlicher bei Studio Gong und der IP-Gruppe.

Es lohnt sich also, jede Woche bei uns vorbeizuschauen und 15 Minuten reinzuschauen auf Twitter, Facebook, youtube und den Radio-Audiogruppen der zwei prominenten Berufsnetzwerke. Schauen wir optimistisch in die Zukunft. Freddy Mercury singt ja schließlich auch „On you we depend“ und „Let’s hope you never leave, … When we grow tired of all this visual you had your time, you had the power.“

@RadioSalesWeekly

100 Jahre Radio – ON Air

ON AIR 100 Jahre Radio im Museum für Kommunikation

Die Ausstellung „ON AIR. 100 Jahre Radio“ zieht von Berlin um nach Frankfurt.

Bei dieser Gelegenheit ‚machen‘ Acht- bis Zwöfljährige  Radio. Dreizehntklässler beschäftigen sich mit Medien und dem Thema Fakenews unter fachkundiger Leitung.

Das kann auch spannend werden:

Nächsten Samstag, am 23. Oktober findet im MfK ein VR Aktionstag statt. Kommen Sie vorbei und lernen Sie verschiedene Anwendungsmöglichkeiten von VR/AR kennen. Instruiert von Expert:innen der Handwerkskammer, Telekom und anderen.

Die Kinder von #MathieuOullion haben irgendwie Aufkleber mit den Anleitungen für das #KidsWebradio durcheinander gebracht. Der Apfel ….

LA RADIO ET L’AUDIO en France et en Allemagne – Les chiffres clés – et des concepts de réussite

Les chiffres clés économiques des fournisseurs, les formats de discussion, l’importance de „l’AUDIO“ et des podcasts. Avant et après Corona.

DES RECOMMANDATIONS POUR LES FOURNISSEURS DE RADIO ET  POUR LES INSTITUTIONS MÉDIATIQUES DE L’ÉTAT

                       L’avenir du marketing, c’est la curiosité

                                    EXTRAIT de l’étude

Les passages marqués “ … “ représentent des parties essentielles et payantes. Vous souhaitez recevoir des informations plus détaillées ? Vous trouverez les informations correspondantes à la fin de cet extrait.

I BREF RÉSUMÉ

„Plus de concurrence mène à plus de créativité et de diversité“, voilà en gros comment on peut résumer les résultats de cette étude, qui est très  probablement unique en ce qui concerne les thèmes choisis, à savoir l’audience, la législation et l’état et  les succès économiques de la radio dans les deux pays.

Cette étude comparative des deux systèmes de radio en France et en Allemagne, préparée à l’origine pour le congrès de l’industrie „European Radio Show 2020“, avec les domaines de référence que sont la couverture, l’audience, l’offre des programmes, la législation, le secteur de la publicité et les méthodes de mesure, a été mise à jour en raison de la crise sanitaire dans ces domaines et est complétée en permanence par les nouveaux développements du marché.

La France est l’un des plus importants partenaires commerciaux de l’Allemagne. Dans le cadre de la coopération avec les États membres de l’UE, le partenariat franco-allemand occupe une place de choix en raison de son histoire, de son intensité et de sa structure institutionnelle particulière. Outre ces rôles plutôt politiques, une analyse comparative des deux systèmes de radio, pour rester dans le domaine de l’économie, même une analyse d’un sujet aussi banal que la publicité fournit de précieuses indications aux opérateurs des radios. De nombreuses campagnes sont conçues pour l’ensembles des pays et marchés à travers  toute l’Europe. Comment un fournisseur français comme Peugeot, par exemple, procède-t-il, comme son concurrent Volkswagen dans les pays respectifs ? Cette étude montre les stratégies correspondantes pour la conception et le placement par un  archive de spots. Les marchés locaux sont également analysés et comparés en termes de revenus publicitaires et de stratégies des entreprises locales. Ces analyses contiennent de nombreux conseils et recommandations pour les responsables radio des deux pays. Les analyses approfondies des programmes proposées dans cette étude révèlent également le potentiel insoupçonné de certains formats radio qui sont peu ou pas du tout utilisés en Allemagne. La radio – ou, comme on l’appelle maintenant „audio“ en raison de son „framing linguistique“ actuel – est soumise à un contrôle public en tant que puissant média de masse. Cet article montre quelles sont les approches adoptées par les autorités de contrôle des deux pays et quels sont leurs effets possibles sur la législation européenne. Comme les instruments de mesure jouent également un rôle important dans ce domaine, des méthodes, des fournisseurs et des résultats concrets seront présentés.  Il sera montré dans quelle mesure les phénomènes de forte concentration dans l’industrie des médias affectent les agences de publicité et  média planning/achat, les instituts d’études de marché et les médias eux-mêmes.

…….

II AVANT-PROPOS

La mise en route de cette étude comparative a été déclenchée par une question posée dans le programme du congrès du „European Radio Show 2020“, à savoir celle des composantes du succès des radios allemandes  et françaises. Elle a éte constamment mise à jour dans les domaines suivantes : les réactions de l’État et des autorités de régulation pour soutenir la radio privée, des mesures marketing et stratégiques prises par les radiodiffuseurs dans les  deux pays, l’effe de la crise sanitaire portée sur les recettes publicitaires. Un accent particulier est mis sur le développement de nouvelles offres spécifiques à chaque situation par les stations de radio. Là aussi, une certaine originalité et une force d’innovation de certains médias francais, entre autres ceux du secteur des radios locales, étaient flagrantes par rapport aux solutions employées en Allemagne.

CONTENU
Page des sujets de chapitre

I Résumé 1

II Préface 3

III Contenu 7

IV a Législation, types de prestataires dans les deux pays 8

IV b Qui possède quoi ? Intérêts de propriété 13

V Nombre de prestataires dans une comparaison 17

VI Éventail des prestataires dans une comparaison 19

VII Comparaison des recettes et des redevances des prestataires. Le marché de la publicité dans les deux pays et sa part dans le financement des offres. Relevés détaillés des recettes des radios locales allemandes 21

VII Observations actuelles du marché actuel et perspectives pour 2020/2021 30

VII Exemples de spots radio, archives avec liens audio 33

VIII Radio au format TALK, dont l’importance en France 34

VII Rôle des institutions réglementaires de l’État dans la formation de l’opinion (politique). Procédures, résultats.        38

VIII Services de radio nationale avec TALK, tableaux de programmes. Evaluation.           43

VIII Analyse des programmes de trois prestataires allemands, évaluation en fonction du nombre de mots, de nouvelles et de parts de publicité. Spots d’archives audio et coupures de programmes. Dans une comparaison annotée

VIII Analyse des programmes de trois prestataires allemands, évaluation en fonction du nombre de mots, de nouvelles et de parts de publicité.

Spots d’archives audio et coupures de programmes. Dans une comparaison commentée avec des radios allemandes exemplaires (analyse des programmes, du contenu – infos, parité talk musique, politique, ‘boulevard’, …, publicité, ventes spots en valeur et en quantité, projection revenus annuels, comparaison ave d#autres stations). L’un des éléments essentiels de la présente étude. Les instruments de mesure utilisés.  47

IX Typologie de quatre fournisseurs français de TALK et présentation de TALK à l’aide de l’exemple de Radio RMC 54

IX Pondération éléments du programme : mots, publicité, interviews, call ins, jingles.

Méthodes d’activation des auditeurs.

Comparaison avec trois autres prestataires en France. Horloge du programme. Enregistrements audio/accès aux archives.                56

X Législation en France sur l’équilibre temporel des expressions politiques avec mise en comparaison des procédés employés par les institions homologues en Allemagne (Medienanstalten) 62

XI Instruments de mesure utilisés, leurs méthodes, leurs coûts, les scénarios 64

XII Nouvelles formes de distribution, nouveaux services audio, radios web, podcasts, voix/ voice assistance

Informations détaillés sur nouveau sondage « Online Audio Monitor » 66

XIII Recrutement de personnel, volonté de transformation des radios 80

XIV Notes/ index des mots-clés 85

DROITS D’UTILISATION et informations sur l’auteur
Helmut Poppe 86

 

DROITS D’UTILISATION

Cette étude présente „RADIO ET AUDIO en France et en Allemagne“ a été faite  par Helmut Poppe. Une copie totale ou partielle, numérique ou sur papier, ne peut être faite que sur accord préalable.

Informations sur l’auteur Helmut Poppe

Pionnier de la radio privée avec les stations : Radio Petticoat-Berlin (première station allemande de musique nostalgie), directeur général de Radio Tele Media-Service, directeur du marketing chez Studio Gong, directeur des ventes de IPA/RTL et IP Multimedia, directeur du marketing de germany.net avec radio germany.net. Responsable d’un centre de médias pendant de nombreuses années. Il travaille dans et pour la transformation numérique pour diverses entreprises en Allemagne et à l’étranger dans les secteurs : médias, sport, éducation, ressources humaines et communication politique.

www.dasmedienzentrum.org #dasMedienZentrum

RADIO UND AUDIO in Frankreich und Deutschland – Kennzahlen und Erfolgskonzepte

Wirtschaftliche Kennzahlen der Anbieter, Talkformate, Stellenwert von ‚AUDIO‘ und Podcasts. Vor und nach Corona.

EMPFEHLUNGEN FÜR FÜR RADIOANBIETER UND LANDESMEDIENANSTALTEN ZUGLEICH

The Future of Marketing Is Curiosity

AUSZUG der Studie
(deutsche Version)
Version francaise prix et commande ici
Extrait en langue francaise ici (PDF), Download

Mit “ ….“ gekennzeichnete Passagen stellen Kürzungen dar. Sie möchten tiefere Informationen erhalten? Am Ende dieser Seite finden Sie entsprechende Angaben.

I KURZFASSUNG

„Mehr Wettbewerb führt zu mehr Kreativität und Vielfalt“, so lassen sich die Ergebnisse dieser Studie zusammenfassen, die in der gewählten Themensetzung Hörerschaft, Gesetzgebung und wirtschaftlicher Erfolg der Radios in den beiden Ländern wohl einzigartig ist.

Ursprünglich erstellt für den Branchenkongress „European Radio Show 2020“ vergleicht sie die beiden Radiosysteme in Frankreich und Deutschland mit den Bezugsfeldern Reichweiten, Programmangebote, Gesetzgebungen, Werbewirtschaft und Messverfahren. Sie wurde angesichts der Corona-Krise in diesen Bereichen aktualisiert und wird fortlaufend mit neuen Marktentwicklungen ergänzt. Die in dieser Studie eingesetzten Verfahren lauten:  62  face to face von dem Autor durchgeführte  Interviews mit Experten aus den Bereichen Vermarktung, Programmgestaltung, Medienforschung, technische Lösungen, Personalwirtschaft und mit Verantwortlichen einzelner Bereiche in den Sendern selbst. Zählservices von zwei deutschen großen Vermarktern und zwei französischen Marktforschungs-unternehmen, Desk Research mit  Quellenanalyse einschlägiger Publikationen aus der Medienwirtschaft. Strukturierte Programmauswertungen  mit 257 Audio-Mitschnitten und deren inhaltliche analoge Analyse auf Aspekte wie Anteile Wort/Musik, politische Berichterstattung, Meinungsbildung, Werbespots, Auslastung Werbeinventar. Die Fragestellungen und deren Ausweisungen erfolgen rollierend in einer  2-Monats-Folge.

Frankreich ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Innerhalb der Zusammenarbeit mit den  EU-Mitgliedsstaaten nimmt die deutsch-französische Partnerschaft durch ihre Geschichte, ihre Intensität und ihre besondere institutionelle Ausgestaltung eine herausgehobene Stellung ein. Neben diesen eher politischen Rollen bringt eine Betrachtung beider Radiosysteme, um bei dem Thema Wirtschaft zu bleiben, bereits eine Analyse eines solch eher profanen Themas wie Werbung wertvolle Erkenntnisse für Radiobetreiber. Zahlreiche Kampagnen werden europaweit konzipiert. Wie geht hier zum Beispiel ein französischer Anbieter wie Peugeot vor, wie sein Mitbewerber Volkswagen in den jeweiligen Ländern? Vorliegende Studie zeigt entsprechende Strategien der Gestaltung wie auch der Platzierung auf in einem umfangreichen Spotarchiv. Auch werden lokale Märkte analysiert und verglichen bei den Werbeeinnahmen und den Strategien lokaler Unternehmen. Solche Analysen bergen zahlreiche Tipps und Empfehlungen für Radiomanager in beiden Ländern. Auch durch tiefe Programmanalysen, die in dieser Studie geboten werden, zeigt sich, welche ungeahnte Potentiale gewisse Radioformate bergen, die beispielsweise in Deutschland keinen Einsatz finden. Radio- oder wie es sich durch nicht ungeschicktes ‚Framing‘ neuerdings ‚Audio‘ nennt, unterliegt als mächtiges Massenmedien öffentlicher Kontrolle. Welche Vorgehensweisen staatliche Aufsichtsbehörden in beiden Ländern nehmen und welche möglichen Auswirkungen diese auf europäische Gesetzgebungen haben, wird aufgezeigt. Da hier auch Messinstrumente eine bedeutende Rolle spielen, werden Methoden, Anbieter und konkrete Ergebnisse demonstriert.  Es zeigt sich, welche Ausmaße starke Konzentrierungsphänomene in der Medienwirtschaft auf  Werbe- und Media-Agenturen, Marktforschungs-institute und in den Medien selbst nehmen.

…….

II VORWORT
Die Erstellung dieser vergleichenden Studie hatte ihren Auslöser mit einer Fragestellung im Kongressprogramm der „European Radio Show 2020“ nämlich der nach den Erfolgskomponenten deutscher und französischer Radios. Sie fand eine erhebliche Aktualisierung in den Bereichen Reaktionen des Staates und der regulierenden Behörden zur Stützung des Privatfunks, bei den Maßnahmen der Sender in beiden Ländern, den Reichweiten und den Werbeumsatzentwicklungen. Ein besonderer Fokus wird auf die Entwicklung situationsbedingter neuer Angebote der Radiosender gelegt. Auch hier zeigte sich ein gewisse Originalität und Innovationskraft einiger Anbieter gerade solcher im Lokalfunkbereich. Aufgezeigt wird dies in einem Audio-Archiv, das über ……..

Kapitel Thema Seite
I Kurzfassung   1
II     Vorwort   3
III        Inhalt   7
IV a  Gesetzgebung, Anbietertypen in beiden Ländern 8
IV b  Wem gehört was? Besitzbeteiligungen 13
V Anzahl Anbieter in einer Gegenüberstellung 17
VI Reichweiten der Anbieter in einer Gegenüberstellung 19
VII Umsätze und Gebühreneinnahmen der Anbieter in einer Gegenüberstellung. Der Werbemarkt in beiden Ländern und sein Anteil zur Finanzierung der Angebote. Detaillierte Umsatz-Aufstellungen deutscher Lokalfunkkombis 21
VII Aktuelle primäre Marktbeobachtungen und Ausblick auf 2020/2021 30
VII Beispielhafte Hörfunk-Spots, Archiv mit Audio-Links 33
VIII Formatradio TALK, dessen Bedeutung in Frankreich    34
VII Rolle der staatlichen regulierende Institutionen bei der (politischen) Meinungsbildung. Verfahren, Ergebnisse. 38
VIII Nationale Hörfunkangebote mit TALK, Programmtafeln. Bewertung. 43
VIII Programmanalyse von drei deutschen Anbietern, Auswertung nach Wort-, Nachrichten-, Werbunganteil. Audio-Archiv Spots und Programmittschnitte. In einer kommentierten Gegenüberstellung mit ausgewählten deutschen Anbietern (Programmanalyse, Anteile und Inhalte Nachrichten, Werbung, Umsätze, Jahresumsätze). Eines der Kernstücke vorliegender Studie. Eingesetzte Messinstrumente. 47
IX  Typolisierung vier französischer TALK-Anbieter und Darstellung TALK am Beispiel Radio RMC                      54
IX  Gewichtung Programmelemente Wort, Werbung, Interviews, Call ins, Jingles. Methoden zur Aktivierung von Hörern.
Vergleich mit drei weiteren Anbietern in Frankreich. Programmuhr. Audio-Mitschnitte/Archivzugänge.
56
X Gesetzgebung in Frankreich zur zeitlichen Ausgewogenheit politischer Äußerungen 62
XI Eingesetzte Messinstrumente, deren Methoden, Kosten, Szenarien 64
XII Neue Distributionsformen, neue Audio-Angebote, Webradios, Podcasts, Voice Assistants mit Darstellung des Online Audio Monitors, Ergebnisse und Befragungsinhalte 66
XIII Personalrekrutierung, Transformationswillen 80  
XIV Anmerkungen/Stichwort-Abbildungsverzeichnis  85
  NUTZUNGSRECHTE und Angaben zum Autor Helmut Poppe 86

Ein Chart aus einer Präsentation des Autors gehalten auf der European Radio Show im Januar 2020 in Paris.
Fazit: Frankreichs Radios vermarkten sich erfolgreicher. Grund? Mehr Wettbewerb, mehr Kreativität.

Eine Programmbeobachtung (hier anonymisiert und Auszug)

Anteile in      %

Werbung:   12%

Musik:        62%

Wort:         24%

Andere:       2%

Rundungsdifferenzen in Summe 1.698 Sek. Kurzbewertung des beobachteten Programmabschnitts:

Spezielle Werbespots während Corona – in Deutschland wenig aufzufinden. In Frankreich massig.
„…..

Die eingangs erwähnte gattungsspezifischen Aktivitäten Richtung Umsetzung in Corona-spezifischen Marketingaktionen im Radio in Frankreich wird mit einer Liste von 250 Radiospots ersichtlich. Hier wurden auf die lokale und auf das krisenbedingte Umfeld passgenaue Hörfunkspots und auch Podcasts erstellt und eingesetzt.

Es seien hier erwähnt:

  • Best of Radiopub Corona: Die Supermarktkette Intermarché gibt spezielle Öffnungszeiten bekannt für Personal in ausgesuchten Berufen wie Pflegekräfte, Feuerwehr etc. (Dauer 0:20)
  • MESSAGE GOUV CORONAVIRUS Ein Hinweis der staatlichen
    Gesundheitsbehörde (Dauer 0:35)
  • Hinweis kommunale Müllentsorgung (0:45)

         Eine Akademie lädt zu Onlinekursen ein, auch Spanisch „Corona, olé!“

  • Plombier.com 15s mars20 JEUDEPISTE
    Eine Klempnerinnung kündigt an, in Corona-Zeiten keine Extragebühr zu erheben.
  • MERICQ Commandes 24032020 JFY Liefert Fisch und Meeresfrüchte wie „Uber“, (Dauer 0:30)
  • PASSAGEDUDESIR.FR, Sextoy-Anbieter nutzt die Coronakrise (Dauer 0:30)

VIII Formatradio TALK, dessen Bedeutung in Frankreich

In jüngster Zeit scheint es zu einer Wiederentdeckung des Formats TALK auch in Deutschland zu kommen. Antenne Bayern und Radio RTL setzen – wenn auch nur für kurze Programmeinschübe – auf dieses Format. Der ostdeutsche Sender MDR wird ebenfalls in dem Segment aktiv mit einem Diskussionsportal. Der Hessische Rundfunk veranstaltet jeden Mittwoch ein alle Sender übergreifendes Format namens #WirhörenDich. Öffentlich-Rechtliche besetzen nun auch publikumswirksam das Feld Diskussionen und Debatten. Engagiert, unterhaltsam und ohne Zeigefinger. (Bild Hessischer Rundfunk)


Zum Thema TALK
(ein Auszug der Einleitung)

„….. Emotionen, Debatten, Streit und Streicheleinheiten für den Hörer.

Die großen landesweiten privatwirtschaftlichen Hörfunkangebote, die in die von den Aufsichtsbehörden erstellte fünfte Kategorie E fallen, heißen Europe 1, RTL, RMC und Sud Radio und nannten sich bis 1982 „Peripherieradios“, da sie außerhalb des französischen Staatsterritoriums auf Langwelle ausstrahlten. Sie finden Verbreitung jetzt über UKW, das Internet und in einem Frühstadium via DABplus und haben ihren Geschäftssitz in Paris. Sie betreiben ein stark auf Wort orientiertes Programm. Eine staatlich-öffentliche Angebotsergänzung im Bereich Wort erhält der Hörer mit den landesweit ausgestrahlten Programmen France Inter und dem Nachrichtensender France Info.

Da stark auf Wortprogramme ausgerichtete Sender, auch bezeichnet als „TALK-Radios“ in der Herstellung als relativ aufwendig und teuer betrachtet werden und zudem die Programmkosten der landesweiten französischen Anbieter, die auch über TV-  und zahlreiche Bewegtbildkanäle Inhalte verbreiten hoch sind, lässt sich auf einen ersten Blick folgern, dass die maßgeblichen Radiostationen im Vergleich zu deutschen Anbietern wesentlich ungünstigere Renditen erzielen. (Noch) scheint die Rechnung für deutsches Radio aufzugehen: viel Musik, überschaubare teure Wortredaktion ergeben relativ hohe Gewinne. ….“

Politische Ausgewogenheit in Medien

Im Nachbarland werden regelmäßige Messungen durchgeführt, um die Anzahl und den Umfang der Auftritte von Politikern zu messen. Ausführendes Organ ist hierbei die Behörde CSA. Die erfassten Daten werden in aggregierter Form nach politischen Parteien in einem offenen und wiederverwendbaren Format und seit September 2016 in Form von Listen veröffentlicht, in denen die Reden von politischen Persönlichkeiten für kumulierte Zeiten von mehr als einer Minute aufgeführt sind.

Quelle: CSA „Pluralisme“

Ob allerdings automatisierte Verfahren in der Lage sind, auf kleineren Stationen und in Randzeiten zum Beispiel ‚getriggerte‘ radikale Meinungsäußerungen von Einzelpersonen in Call-ins zu messen, darf in Frage gestellt werden. Hierzu auch die Anmerkungen in der Programmanalyse RMC und der eines deutschen Anbieters beachten (im ersten Fall eher subliminale Werbung und Namensanspielungen, im zweiten unkommentierter Drogenmissbrauch eines Musikers im jungen Alter).

XI   Eingesetzte innovative Messinstrumente, deren Methoden, Kosten, Szenarien

Zum Thema Tracking und Reichweitenmessung

Wie vorab geschildert, wird in den USA ein sogenanntes People Meter“ zur Messung der Hörfunknutzung von dem Marktforschungsunternehmen Nielsen eingesetzt. Europäische Anbieter für solche Verfahren gab es bereits vor mehr als 20 Jahren mit einem schweizerischen Unternehmen. In Frankreich und in Belgien nennen sich Unternehmen, die ähnliche Verfahren anbieten Vocast, neuromedia, audiospy/soundID. Ihnen allen ist gemeinsam, dass mit einem Pager oder sogar mit einem Handy Radiosignale ausgewertet werden, die ein verborgenes Tonsignal tragen. Somit können Programmelemente und deren vermutete Nutzung durch in einem Panel gewonnenen Probanden erfasst und ausgewiesen werden.

Ganz besonderen Stellenwert findet die Technologie eines weiteren französischen Anbieters, der zu dem internationalen Medien- und Werbekonzern ….

Eine Darstellung herkömmlicher Befragungsmethoden und Inhalte aus dem Online Audio Monitor sind ab Seite 64 zu finden . …..“

Der französische Staat übernimmt Kosten für die Fortbildung von Radiopersonal.
Wie und durch welche Akademien ab Seite 80.


….

NUTZUNGSRECHTE

Diese vorliegende Studie „RADIO UND AUDIO in Frankreich und Deutschland“
wurde erstellt von Hemut Poppe (Angaben zum Autor weiter unten). Sie wird fortlaufend mit Entwicklungen im Radio-/Audiomarkt beider Länder aktualisiert und bietet somit ländervergleichend tiefgehendes Expertenwissen zu Werbemarktentwicklungen, Vermarktungs-und Programmstrategien sowie zu den Themen HR, Methoden und Ergebnisse Media-Measurement. Eine Kopie in gänzlicher Form oder auszugsweise, digital oder in Papierform darf nur nach vorheriger Vereinbarung erfolgen.

Die Studie ist käuflich zu erwerben im Rahmen einer Einzel- oder Unternehmenslizenz. Kosten für die Gesamtausgabe oder einzelner Kapitel auf Anfrage hier.

Angaben zum Autor Helmut Poppe

Radiopionier mit den Stationen: Radio Petticoat-Berlin (erster deutscher Oldiesender), Geschäftsführer der Radio Tele Media-Service, Marketingleiter Vertrieb Studio Gong, Verkaufsdirektor der IPA und IP Multimedia, Marketingleitung germany.net mit radio germany.net. Langjähriger Leiter eines Medienzentrums. Er arbeitet in und an digitaler Transformation für verschiedene Unternehmen in Deutschland und im Ausland in den Branchen Medien, Sport, Bildung und politische Kommunikation.

www.dasmedienzentrum.org     #DasMedienZentrum


Fortbildung in Radios hemdsärmlig behandelt?

Sind #Video-chats für Trainings von Medienschaffenden, die wahre Lösung? Wer bildet aus, taugen Kurse was? Inhalte, Benefits nur für #Vertrieb oder #Programmgestaltung oder auch für andere Unternehmensbereiche? Erfolgt Unterstützungen der eigenen #Employability oder muss Arbeitnehmer alles aus der eigenen Tasche zahlen? Sehen PE-Verantwortliche bei den Radio-/Medienanbietern das Thema ein wenig zu hemdsärmlig? Wo bestehen neue Erlösfelder für Trainer, Beratungsagenturen und Coaches?

Weitere Fragen und Antworten in radioszene:
https://t.co/INsvRX4GDp

Bildungsexperten: „Setzt endlich digitales Lernen gleichberechtigt neben traditionelle Lernformen!“

Bei der jetzigen Diskussion um Distanzlernen bei Corona wird leider  häufig Sach- und Fachverstand für Lernen allgemein und seine innovativen Formen wie das E-Learning vermisst.  Programmatic Learning oder wie es in den 80er Jahren hieß „programmiertes Lernen“ stößt nicht nur auf Unverständnis sondern auf  Ignoranz.  Hier im Folgenden Überlegungen und Darstellungen zu der Fragestellung Was hat die digitale Werbeindustrie gemeinsam mit innovativem Lernen?
Ein Erläuterungsversuch zu dem uralten Thema, das die Menschen seit Tausenden von Jahren beschäftigt, nämlich wie gutes Unterrichten und Lernen gelingen kann aktuell aus der Sicht eines Kommunikations- und Mediaexperten. Gänzlich andere  Methoden und Ansätze eröffnen ungeahnte Perspektiven.  Die Forderung lautet:
@Lehrer: Lernt aus der digitalen Werbung!

Blumig-romantische Aussagen wie „ Nur bei einem Stirnrunzeln oder einem Lächeln merkt der Unterrichtende, dass er bei seinen Schülern ankommt“, Zitat in der französischen Tageszeiting Libération einer an einer Hochschule lehrenden Wirtschaftswissenschaftlerin, zeigen nicht nur einen Blick nach hinten sondern – Verzeihug für das harte Urteil – Ignoranz. Die Professeure sollte es besser wissen, gerade an Universitäten und Hochschulen hat diese Art des Unterrichtens und Lernens längst Einzug gehalten. Auch eine Empfehlung  „Lesen, Lesen, Lesen“ wie in der FAZ jüngst zeigt neben einer unreflektierten Wiedergabe des Standpunktes eines Verlages, dass ein weit verbreitetes Unverständnis für digitale Lehr- und Lernverfahren vorherrscht bei sich ein Urteil zutrauenden Experten. Ein Bildungshistoriker redet dort sogar von einer „Kustodalfunktion“ des Lehrenden. Recht hat er zugegebenermaßen schon, einen schützenden Lernführer braucht es schon, fragt sich nur, ob es immer physisch sein muss. E-Learningplattformen reden in dem Zusammenhang eher von einer programmierten „interaktiven Responseschiene“ . Pädagogen fallen bei solchen und hier später dargestellten digital gestützten Lernvermittlungs- und Distributionsformen eher in Schnappatmung.

„Das deutsche Bildungssystem hat immer noch nicht erkannt, welche Wirkungsdimensionen digital gestütztes Lernen in Schulen bietet.
Schüler erhalten stattdessen Papier und Arbeitsaufträge.

Nutzt das epochale Ereignis für einen Methodenwechsel.“
Helmut Poppe, E-Learning-Experte, Studienautor.


Hier werden Tablets ‚betankt‘

Dieser Beitrag soll aufzeigen, was in den vergangenen Jahren in Sachen digital gestütztes Lernen in Deutschland versäumt wurde, welche Chancen es bietet und welche Forderungen zu stellen sind, damit diese zukunftsweisende Art des Unterrichtens und Lernens endlich in unseren Landen als ernstzunehmende Lösung auch außerhalb  Corona anerkannt und angewendet wird. Einige Länder machen dies bereits erfolgreich vor und zeigen, wie erfolgreicher Unterricht mit solchen Verfahren verwirklicht werden kann. Mit einigen Kennzahlen wird hier dargelegt, welche Kosten in der Technikbereitstellung entstehen und warum es den Akteuren in der  schulischen Bildung bisher nicht gelungen ist, überzeugende Lösungen zu realisieren. Handlungsanleitungen werden gegeben. Es geht nicht nur um die Bildung und um die Zukunftsaussichten von 11 Millionen Schülern sondern auch um eine Kompetenzvermittlung für das spätere Berufsleben, das, wie wir alle wissen, bestimmt sein wird durch konstanten Weiterbildungsbedarf. Dieser erfolgt sehr häufig lernerzentriert.

Hieß es in den 80er und frühen 90er Jahren „Programmiertes Lernen“, nennen sich digital unterstützte Lern- und Lehrangebote mittlerweile „eLearning“  oder „Distance Learning“.

 Im selben Atemzug werden dann auch Begriffe verwendet wie „Kollaboration“,  „Cloud“,  „Lernplattformen“ oder „Digitalpakt“. „Homeschooling“, wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zum Unwort des Jahres 2020 im Dezember gekürt. Schätzen Sie einmal, wie viele Druckerpatronen in den letzten 10 Tagen im März 2020 in Deutschland erworben wurden. Vermutlich dürften es zur Freude eines großen Onlineversandhauses einige Millionen sein. Die von Lehrern per E-Mail zugesandten Arbeitsaufträge wollen ausgedruckt sein!

Insgesamt haben diese sprachlichen Annäherungsversuche eines gemeinsam: sie entstehen aus der Sicht von Spezialisten und Akteuren, die solch ein weites und hochkomplexes Feld wie Unterrichten und Lernen aus ihrer eigenen Position und Branche wahrnehmen. Sind sie technikorientiert, denken sie an Server und Office. Gamer gehen Richtung Virtual Reality/VR und Augmented Reality-Szenarien (sehr erfolgsversprechend für Mathematik und Naturwissenschaften zum Beispiel). Didaktiker sprechen von Methodenwechsel. Schulbauverantwortliche von Access Poings und Übergabepunkten. Konservativ eingestellte Fachdidaktiker beurteilen solche Verfahren mit „Nichts ersetzt den Präsenzkurs“  und werfen „übertriebene Technikeuphorie“ vor. 

Jetzt, nach mittlerweile zwanzig Jahren des Entwickelns und Anwendens ist das Angebot von digital gestützten Lernangeboten vielfältig und teilweise ausgereift.

Sprachenunterricht mit authentischen Hörtexten, interaktiven Übungen und Lernkontrollen

Aber immer noch nicht ist valide ermittelt worden, welche Vor- und eventuelle Nachteile diese neuen Anwendungen bergen. Die Vorteile sind frappierend offensichtlich für alle Phasen des Lernens. Im Moment der Kognitivierung sorgen sie für ein ‚multisensorisches‘ Verständnis von Sachverhalten. Übungen verlaufen abwechslungsreich, in unterschiedlichen Wahrnehmungsformen durch Klicken und Auslösen, auditiv, visuell ansprechend und motivierend. Der Transfer des erworbenen Wissens geschieht  mit direkter Rückmeldung zum Lerner und Unterrichtenden in verschiedensten Ausprägungs- und Erfolgserfassungsstufen über die Anwendung selbst. Sie erkennt, ob Lösungen und Zwischenschritte verstanden, bearbeitet und korrekt erfolgten. Ein ungemeiner Vorteil hierbei ist, dass Lernschritte des Schülers individuell erfasst und optimiert werden können. Nicht nur der Gesundheitssektor erfährt derzeit durch das Auswerten von gewonnen Nutzungsdaten einen enormen Push, dies ist auch möglich im Lernen durch Rückkopplung. Die einzelnen Phasen werden on- oder offline organisiert und machen nicht nur den Schulranzen weniger schwer  sondern erleichtern auch die Home Office-Aktivitäten vieler Eltern, die zu festgelegten Videokonferenzen ihrer Kinder mit Lehrern im Home Office ungestört arbeiten können. Solch ein Verfahren entlastet somit die Eltern massiv, die vielleicht gar nicht in der Lage sind, die Aufgaben mit ihren Kindern zu erledigen. E-Learning kann also viel mehr als Papierlernen. Es ist höchste  Zeit, beide Verfahren gleich zu stellen und prinzipiell im laufenden Unterricht einzuplanen. Nicht zu allerletzt gilt auch der Spruch „Immersion statt Emission“: wenn an festgelegten Zeitpunkten unter Einhaltung der gesamten tolerierbaren Bildschirmzeit Kinder und Jugendliche zu Hause beschult werden, entfallen Mobilitätsaktivitäten und somit CO2-Emissionen. Wohl bemerkt unter Einhaltung von Bildschirmzeiten. Diese sollten 1 bis 2 Stunden bei bis 12-Jährigen, bis maximal 4 Stunden für 16-Jährige und älter nicht überschreiten. Wohl bemerkt, gemeint ist die komplette Bildschirmzeit über den ganzen Tag. Die Zeitsegmente mit der Schüler sich mit dem Tablet oder PC lernen, dauern im Idealfall zwischen fünf und 15 Minuten.

Schwere Ranzen, leichte Tablets

Der Autor dieser Zeilen hat mit dem Hintergrund Kommunikations- und insbesondere Werbewirkungsforschung zu einem relativ frühen Zeitpunkt nämlich schon 2005 eine Primärstudie vorgelegt, die verschiedene Werkzeuge aus diesen eigentlich weit entfernten Branchen nutzte um Lernen zu analysieren, zu messen und um Handlungsanleitungen für die Gestaltung innovativer Lernszenarien  zu geben. Einzelne Elemente waren hierbei: Big Data-Auswertungen (mit Einverständnis von Arbeitnehmerverbänden. Auch Lernprogramme für die Erwachsenenbildung wurden analysiert.) In Fokusgruppengesprächen wurden Handlungen und Strategien von Lernenden eruiert. Designaspekte wurden von  Usability-Experten untersucht.  Blickverfolgungskameras zeigten zum Beispiel, dass die Probanden eher auf einen lustigen Hund schauten als auf eine Darstellung eines grammatikalischen Sachverhaltes in einem Sprachenlernangebot.

Testperson, Blickverfolgungskameras eigentlich genutzt zur Werbewirkungskontrolle. Hier für ein Sprachlernprogramm, powered by eresult

Auch wurde – als ein Beispiel vieler Teilaspekte – ermittelt, dass Erwachsene  gerne am Wochenende in ihr Lernprogramm einsteigen und ein bis zweimal die Woche von Ihrem Arbeitsplatz darauf, dann aber kürzer zugreifen. Die Primärstudie „E-Learning in Deutschland 2005“ (diese ergänzt durch eine weitere Studie mit dem Titel „E-Learning in Deutschland“ unter Mitwirkung von Prof. Dr. Peter Henning u.a.) wurde verlegt durch den Münchener Hightext-Verlag. Die Protagonisten, die sich  im eLearning-Lab des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft BVDW e.V. zusammenfanden, plädierten damals schon engagiert für diese neue Form des Lernens und Unterrichtens.  „Jetzt nach 20 Jahren eLearning und digitaler Bildung haben wir immer noch nicht eine flächendeckende Lösung gefunden. Frankreich ist da wesentlich weiter. Offensichtlich lassen sich in einem zentralistischen System schneller geeignete Strukturen aufbauen und zur Verfügung stellen“, so Helmut Poppe, der damalige Leiter des eLearning-Lab im BVDW. Prof. Dr. Peter Henning, LEARNTEC, urteilt, dass die Kompetenz im Umgang mit eLearning unerlässlich für die spätere berufliche Aus- und Fortbildung und erst recht in der Hochschule ist.

E-Learning in der beruflichen Weiterbildung mit AR-Szenraien. KTM-Advance

Nun, eines ist klar, Interdisziplinarität ist in solch einem komplexen Umfeld Lernen eher Mangelware. Fachdidaktiker stehen  digitalen Szenarien skeptisch gegenüber. Die Augmented und Virtual Reality-Designer von Spiel – und Lernprogrammen machen – aus  Gründen der persönlichen Lernbiografie?  – eher einen  weiten Bogen um Pädagogen.  Die jetzige Situation zeigt, wie wenig vorbereitet Deutschland auf das Szenario Schulschließungen vorbereitet ist. Die Server ächzen und erschweren  den Zugriff auf Lerninhalte,  viele Kinder und Jugendliche wissen nicht, wie sie mit digitalisierten Angeboten umzugehen haben, dies ja aber auch kaum gibt. Es stehen häufig gerade in sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen keine geeignete Endgeräte, sprich Tablets, zur Verfügung. Papier ist weiterhin dominant, die Wirkungschancen digital arrangierter Lernangebote wurden nicht erkannt und erst recht nicht umgesetzt,  der Digitalpakt wird nicht realisiert obwohl die Gelder dafür bereit gestellt sind. Acht Millionen Tablets gefüllt mit Lernprogrammen und Inhalten hätten bei einem Eigenkostenanteil von 50% der Eltern weniger als 1 Milliarde € gekostet. Nur die Entscheidungen für den Einkauf verrieben sich in den Instanzen Pädagogik, Schulträger, Schulämter, Kultusministerien und anderen. Es wurde versäumt neben der Bereitstellung der Endgeräte und der Infrastruktur Lehrer auszubilden für den notwendigen Methodenwechsel, der einher gehen muss mit Trainings für Schüler im Umgang mit Selbst- und Fernlernprogrammen. Zudem müssen Eltern auf den entstehenden Paradigmenwechsel eingestimmt werden, damit sie diesen konsequent zuhause unterstützen. Man kann davon ausgehen, dass man gerade bei ihnen offene Türen einstößt.

Nähern wir uns der Sache einmal mit einigen wenigen aber wuchtigen  Zahlen:

Neue Lernangebote müssen zumindest für 3 bis 5 Kernfächer erstellt werden, digital nutzbar für mobile Endgeräte sein lokal und online.

Hiermit sollten 8 Jahrgangsstufen, nämlich nach Verlassen der Grundschule, mit jeweils 20 Modulen curriculumkonform angesprochen werden.

Diese 640 Lernmodule für Deutsch, Mathematik, Englisch  und eine Naturwissenschaft müssen programmimmanent lerngruppenspezifisch individualisiert werden. Das bedeutet, dass zusätzlich separate Lernkapitel/Module für verschiedene Schulformen erstellt werden müssen wie für berufsbildende Schulen und die gymnasiale Oberstufe. Es kommt also noch einmal eine dreistellige Anzahl von Angeboten sprich Lernprogramme hinzu.

AV-Medien in der Bildung satt, physische Distribution, obsolet?

Bestehende Angebote der Verlage und von internationalen Anbietern

Schon früh, nämlich schon zu Beginn der 2000er Jahre brachte ein Tochterunternehmen der ubisoft ein Lernprogramm auf den Markt mit dem Titel „Addy“. In der Umgebung eines Raumschiffes wurden Fächer wie Sprachen, Naturwissenschaften und Mathematik digital, interaktiv und angereichert um audiovisuelle Momente angeboten. Das französische Unternehmen hat jüngst in Kanada ein Studio eingerichtet, das die Produktion aufwendiger Lernprogramme mit Spielehintergrund erstellt.

Anders gehen deutsche Schulbuchverlage an die Materie: gerade für Sprachen greift man häufig auf die Methode der Strukturmusterübungen in einer Phase des Lernens zu. Sprachen machen immerhin ein Viertel der Unterrichtszeit in deutschen Schulen aus. Grammatische Regeln aber auch Vokabeln und selbst die Aussprache werden in Reihenfolgen systematisch geübt und verfestigt. Ähnlich funktionieren auch Mathematiklernprogramme. Naturwissenschaften vermitteln erfolgreich durch virtuelle Darstellungen Phänomene und Gesetze aus Biologie, Chemie und Physik. Bei den letzten vier Fächern lässt sich durchaus die Frage stellen, welcher volkswirtschaftliche Schaden, abgesehen von persönlichen Misserfolgstraumata,  in jeder Jahrganggstufe bei Schülern entsteht und derer späteren  Lern- und Berufskarriere durch schlecht traditionell vermittelten Lernstoff.

Geschichte, Sozialkunde, Politik, Ethik und Wirtschaft lassen sich erfolgreich lehren und vermitteln durch digital angereicherte Lernszenarien, die häufig in Phasen des entdecken lassenden Lernens schülerzentriert erfolgen. Bei musischen Fächern sind die Vorteile und Nutzungsvorgänge von digital aufbereiteten Lernprogrammen auch Laien bekannt, Zeichnen, Filmen, Gestalten lassen sich hervorragend neben Pinsel und Knete digital einsetzen. Selbst im Sport liefern Simulationen (Schatten-Overlay-Technik) und Anleitungen (zum Beispiel Fosbury-Flop) eindeutige Lernhilfen.
Weitere Inhalte stellen eGames mit Strategieentwicklungen, Trainings- und Ernährungsplänen dar.


Solche  Produktionen mit oben genannten Mengen an Lernpaketen und Modulen erfordern einen Riesenaufwand. Nicht umsonst haben Klett, Cornelsen und andere entsprechende ambitionierte Aktivitäten rasch eingestellt und produzieren brav vornehmlich  PDFs angereichert um AV-Elemente. Wie zu vernehmen war, prallten auch verschiedene Welten bei den Schulbuchverlegern aufeinander, nämlich die der ‚alten‘ Papierleute und die jungen wilden Digitalen. Hinzukam, dass die Verlage massive Einbußen durch digitale Raubkopien befürchteten. Bei einer Zielgruppenauswahl haben sie allerdings ein Feld genutzt, das der  Erwachsenbildung, wo sie bedeutende Umsätze erzielen. Stephan Bayer, Geschäftsführer des Bildungsanbieters Sofatutor geht davon aus, dass die Digitalisierung des Bildungsmarkts die Angebotsszene viel homogener machen wird. Er sieht wie in einem Interview kürzlich in der Fachzeitschrift w&v berichtet, dass „es nicht mehr nur drei Schulbuchverlage geben wird, sondern man dann eben aus 20 verschiedenen Mathe-Apps oder Anbietern auswählt.“ Seiner Meinung nach gab es in den vergangenen Jahren keinen Push von der etablierten Industrie, da diese eher in einem Monopolmarkt agiert.

Ein Blick auf eine gänzlich andere Disziplin – die Werbung

Auch hier zeigt sich die Wichtigkeit von interdisziplinärem Denken und Vorgehen. Die Werbewirtschaft – in Deutschland insgesamt ein Sektor, der etwa 70 Mrd. € im Jahr bewegt – greift zunehmend auf automatisierte Buchungen von Zielgruppen, Medien und Werbeplätzen mittels eines Verfahrens „programmatic advertising“ zurück. Diese Methode der Werbeplanung und Aussteuerung erfolgt über Angebots – und Versorgungsplattformen über denen an fein granulierte Zielgruppen Werbung ausgespielt wird. Die relativen und absoluten Kosten für die Zielgruppenansprache werden in solchen Verfahren teilweise in Auktionsverfahren ermittelt und die Zahlungen abgeschlossen. Der Autor dieser Zeilen beteiligte sich bei einem Düsseldorfer Unternehmen namens optimad schon zu Beginn der 2000er-Jahre mit entsprechenden Angeboten. Wie könnte man solche  Methoden für Lernplattformen umsetzen? Basierte das Grundprinzip des „Programmierten Lernens in den 80er und 90erJahren darauf, dass mit den damaligen schmalbrüstigen PCs einzelne Lernschritte ohne audiovisuelle oder VR/AR-Unterstützung präsentiert und erarbeitet wurden, kann „Programmatic Learning“ deutlich mehr nicht nur bei der Ausspielung sondern auch bei Individualisierung, Erfolgsmessung und der Optimierung in der Aufbereitung von Lernangeboten. Spannend hierbei ist, dass die ursprüngliche Rolle der Schulbuchverlage sich somit dramatisch ändern kann. Die Lernstoff vorhaltenden ’neutralen‘ Plattformen beherbergen für ein Fach vielleicht 10, 20 oder 30 Angebote. Vorstellbar wäre, dass dasjenige zum Zuge kommt, welches am besten für den einzelnen Lernenden geeignet ist oder aber auch das günstigste Kosten-Leistungsverhältnis aufweist. Der Weg bis dahin dürfte ein langer sein. Insgesamt sind aber die Vorteile bei der Echtzeit-Ermittlung, nämlich zu erkennen, wie gut einzelne Lernangebote funktionieren, also solche, bei denen Hänschen und Anna am schnellsten lernen und korrekt Lösungen umsetzen und anwenden. Die Maschine merkt es. Besser als der Lehrer. Wenn da Fragen nach Daten- und Personenschutz aufkommen, sind diese zu lösen. Eine ähnliche Problematik besteht derzeit auch bei der Frage nach der Handyortung von Corona-Infizierten.  Ein apodiktisches Urteil wie letztens in einer Frankfurter Tageszeitung zu lesen , „es verbietet sich eine personenbezogene Evaluierung von selbst“, ist zu kurz gedacht und erfolgte wohl auch in Unkenntnis der hier dargestellten Unterrichtsformen.

Smartboard im Unterricht. Ginge zuhause auch mit großem Bildschirm und via WLAN vom Tablet

Was ist zu tun – während und nach Corona?

  • Die Bereitschaft von Schülern ermiteln (vermutlich hoch, da von ihnen als attraktiv bewertet) und die Nutzungkompetenz ist zu fördern.
  • Dito für Eltern (dürfte auch ein Selbstläufer sein).
  • Unterrichtende müssen Pflichtkurse für solche Lehrverfahren durchlaufen. Deren Eigenproduktionen sind mit einem attraktiven Schlüssel zu bewerten und zu  honorieren.
  • Das bestehende digitale Angebot in den Schulen und für Schulen  muss inventorisiert und auf Nutzung bewertet werden. Aufgeteilt nach rein PDF oder „enriched PDF“ und interaktiven Lernprogrammen.
  • Die Kosten sind gegenüberzustellen und in der gewünschten Wirkung  der Lernangebote zu bewerten.
  • Die Distributionswege WLAN, Tablets, Schul-PCs, Smartboards sind zu ermitteln und Zielgrößen müssen definiert werden (Anzahl Endgeräte pro Schüler, Breitbandversorgung, Anzahl Smartboards).
  • Ganz vornehmlich sind Entscheidungsträger mit ihren Schnittstellen zu definieren und zu bewerten. Gemeint sind hiermit: Schulträger, Kultusministerien, Staatliche Schulämter, Verlage, andere Anbieter, Medienzentren. Ganz offensichtlich sind die Entscheidungswege für den Einsatz von Distanzlernen und E-Learning ausgesprochen lang. Zur Verfügung stehende Mittel aus dem Digitalpakt wurden nicht abgerufen oder werden nicht eingesetzt. Schon eher ketzerisch ist ide Frage, ob die Entscheidung alleinig in den Händen dieser Institutionen weiterhin liegen sollte. Her wurde, was nun in Zeiten von Corona ersichtlich wird, vieles verbummelt.
  • Ein zeitlich definierter Aktionsplan ist verbindlich auf den einzelnen Stufen verbindlich zu erstellen.
Abgerufen bedeutet nicht eingesetzt

Corona bietet für die Digitalisierung eine enorme Chance in der Bildung. Es entstehen zum jetzigen Zeitpunkt neue Initiativen und Angebote, wie die freie Nutzung von Plattformen und Radio- und TV-Angebote für zuhause lernende Kinder und Jugendliche. Die Arbeitsaufträge werden immerhin per E-Mail übermittelt, und es ist davon auszugehen, dass Lehrer auch Rückläufer und Lernerfolge digital erfassen, messen und dokumentieren. Es bleibt nur zu hoffen, dass sollte der Spuk Corona vorbei sein, nicht wieder in alte Muster verfallen wird. Mit Sicherheit wird das Virus Transformationsprozesse in der gesamten Gesellschaft  auslösen unter anderem in den Bereichen  eGovernment, Pharmazie, Industrie, Handel, Werbung und Medien. jetzt schon absehbar ist, dass die Wirtschaft stark leiden und Bildungsgelder weniger werden. Ein Grund mehr, sich das Thema E-Learning als Effizienzauslöser auch für den regulären Schulbetrieb näher anzuschauen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die verantwortlichen Akteure in den Ministerien und Ämtern die Nachricht vernehmen und verstehen.

Eines darf man bei der Diskussion der hier aufgeführten Verfahren nicht außer Acht lassen:
Soft Skills und sogenannte „Sondertugenden“ wie  Fleiß, Pünktlichkeit, Höflichkeit und Zuverlässigkeit aber auch ganz allgemein die Sozialkompetenz gehören nicht in die schulische Mottenkiste. Gerade sie sind es, und das sollte man bei der Aufzählung der hier dargestellten Methoden nicht vergessen, diejenigen, die mit den hier genannten Methoden kaum gefördert werden. Bei der Bearbeitung und Erlangung der Lerninhalte und -ziele mit digital gestützten Methoden geht es hauptsächlich um die „Abarbeitung“ bestehender curricularer formaler Vorgaben. Abgesehen davon, dass Lehrer dringend Unterstützung und Ausbldung brauchen, darf man nicht vergessen, dass es oft die kleinen Momente sind, die lebenslange Auswirkungen haben: Das freundliche Lob und das wohlwollende Unterstützen von Leistungen der Lernenden wirken sich häufig, so nebenbei sie kommen mögen, oft fantastisch im späteren Leben aus. Solche ‚magic moments‘ kann digital schwerlich ersetzen. Es hat andere Stärken.


Der Mensch ist ein soziales Wesen – lassen wir den Schülern genügend Zeit zur eigenbestimmten Entwicklung und für das Spielen und Zusammensein mit den Gleichaltrigen. Ganz altmodisch ‚face2face‘ 🙂

Eine gewünschte Digitalisierung der Schulen liegt in den verwalterischen und hoheitlichen Händen von drei Instanzen in Deutschland: Kultusministerien, Staatlichen Schulämtern und Schulträgern. Es ist ein Leichtes über die Langwierigkeit bei der Umsetzung politischer und administrativer Entscheidungen und Prozesse zu klagen. Ihnen gebührt Respekt und Anerkennung. Im Falle des Digitalpaktes sind aber deutlich zeitliche Grenzen überschritten worden. Auf die Frage, wie es nach Corona weitergeht, es sei nun doch Zeit da, um Antworten zu finden, antwortete eine Mitarbeiterin eines Amtes „Sie mache sich erst Gedanken über den nächsten Schritt, wenn er verordnet wird.“ Zweifel dürften erlaubt sein, ob bei einigen der genannten Institutionen proaktives Handeln und professionelles Management vorhanden sind.

Let’s Play! © Evelin Poppe


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Helmut Poppe, der Verfasser dieses Artikels, ist eigentlich Mediamarketer  und
‚Digital Transformer‘ (mit Stationen in der RTL/IP-Gruppe, in deutschen Verlagshäusern und bei einem Marktforschungsinstitut). Er nutzt in diesem Zusammenhang Wirkungs- und Marktforschungsinstrumente aus der Kommunikations- und Werbewirkungsforschung. Er setzte digital gestützte Lehr- und Lernszenarien richtungsweisend ein in Schulen, insbesondere in den Fächern Sprachen, Sport, Kunst, Wirtschaft, darstellende Kunst und Ethik. In der beruflichen Ausbildung nutzt er entsprechende Hilfsmittel bei der Ausbildung von Journalisten und Medienwirkenden neben seiner Arbeit für verschiedene Medienunternehmen sowie für die Freien Demokraten.

Helmut Poppe, #dasMedienZentrm, poppe-media/koenigstein

Alle Bilder poppe-media außer Eingangsbild

poppe-media, Königstein 28.03.2020

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Wake me up before you go-go (Wham!)

When will Sleeping Beauty/ German radio be awakened? It shouldn’t be slumbering there any longer! Radio systems in comparison: Germany vs. France. Who does it better? PROGRAM FORMATS, REACH, REVENUE #DasMedienZentrm poppe-media #radiormc#LaLettrePro

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Klare Aufforderung zur angeregten Diskussion: „Was schadet mehr Gelbwesten oder Corona?“ Na, dann wird heftig debattiert.